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CO2-Messung

Wie man 18.000 Jahre alte Kunstschätze bewahrt

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CO2-Konzentrationen in der Höhle von Lascaux um Vielfaches höher

In der Höhle von Lascaux herrscht eine Temperatur zwischen 12 und 13 Grad Celsius, die CO2-Konzentration beträgt 0,3% bis 1% und die relative Luftfeuchtigkeit liegt knapp am Sättigungspunkt.

„Im Brunnen, einem tiefgelegenen Teil der Höhle, wurden Kohlendioxid-Konzentrationen bis zu acht Prozent gemessen“, berichtet Philippe Malaurent, der zu den renommiertesten technischen Experten für Höhlenmalereien in Europa zählt. Malaurent, Forschungsingenieur an der Universität Bordeaux, verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. „Zum Vergleich: die normale Kohlendioxid-Konzentration der Luft beträgt um die 0,04 Prozent“, fügt er hinzu.

Vaisala hat verschiedene Messgeräte für das Luftüberwachungssystem in der Höhle von Lascaux geliefert. „Die Umgebungsbedingungen sind rau, aber die CO2-Sonden von Vaisala funktionieren tadellos“, ergänzt Malaurent. Die Messungen werden von der Firma PTS Mesures aus Marseille durchgeführt, die über umfassende Erfahrungen im Bereich Messtechnik und Überwachungssysteme verfügt. „Messgeräte von Vaisala eignen sich hervorragend für anspruchsvolle Anwendungen, wobei ich vom WXT520 besonders überzeugt bin“, sagt Firmenchef Thierry Simon über den Wettertransmitter WXT520, eine Multiparameter-Wetterstation. In Lascaux liefern die Messungen mit dem Gerät auch wertvolle Daten in Bezug auf das Eindringen von Grundwasser. Kaltes Wasser enthält unter Umständen mehr Gase und kann so ebenfalls die CO2-Konzentration erhöhen.

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Warum die CO2-Konzentration messen?

„In der Dordogne bestehen die meisten Höhlen aus Kalkstein. Die Überwachung der CO2-Konzentration ist für uns unerlässlich, um das Kalk-Kohlensäuregleichgewicht genau im Auge zu behalten“, sagt Malaurent. Wenn CO2 mit kondensiertem Wasserdampf reagiert, bildet sich Kohlensäure nach der Formel CO2 + H2O <–> H2CO3.

Die Malereien in der Höhle werden von dieser Verbindung angegriffen und verlieren ihre Farbpigmente. Im schlimmsten Fall führt die Belastung des Untergrunds der Malereien zu einer Abbröckelung des Gesteins.

Um dem vorzubeugen, wurden auch in anderen Höhlen in der Nähe von Lascaux Messsysteme installiert. So zum Beispiel die Font de Gaume, eine der letzten Höhlen mit Malereien, die in Europa noch für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch hier trägt Vaisala zum Schutz der Kunstschätze mit drei Vaisala-Carbocap-Kohlendioxid-Messwertgebern GMT221 innerhalb der Höhle und einem Vaisala-WXT520-Wettertransmitter im Außenbereich bei. Der Eingang der Höhle ist gesichert. Die Anzahl der Besucher sowie ihre Aufenthaltsdauer werden genau erfasst und aufgezeichnet. „Wenn der CO2-Gehalt die Höchstgrenze übersteigt, müssen wir den Zutritt zur Höhle sperren, um die Malereien darin zu schützen“, erklärt Malaurent. Auch Wind- und Niederschlagsdaten werden aufgezeichnet. Die Font de Gaume ist kein komplett geschlossenes System, sondern weist einige Löcher im oberen Teil der Höhle auf. Dies ermöglicht einen Luftaustausch zwischen dem Innern der Höhle und ihrer äußeren Umgebung. Windgeschwindigkeit und -richtung werden überwacht, da sie die höhleninternen Parameter verändern können. Die Beispiele der Höhlen von Lascaux und Font de Gaume zeigen eindrucksvoll, wie modernste Technik Einsatz findet, um Schätze aus der Vergangenheit noch lange Zeit zu bewahren.

* A. Knop : Vaisala GmbH, 53111 Bonn

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