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Laborglas

Analysenreinheit erhalten – Pflege und Reinigung von Laborglas

| Autor / Redakteur: Paulina Baszak* / Dr. Ilka Ottleben

Abb.1: Prüfender Blick während der Arbeit – welche Rückstände befinden sich im Glas?
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Abb.1: Prüfender Blick während der Arbeit – welche Rückstände befinden sich im Glas? (Bilder: Karin Gerdes/www.karingerdes.de)

Laborglas spielt eine besondere Rolle in der täglichen Arbeit im Labor. Für optimale Analysenergebnisse muss die Analysenreinheit der Gläser stets sichergestellt werden. Hierzu bedarf es der richtigen Reinigung und Pflege. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie hier.

Wer kennt ihn nicht, den prüfenden Blick auf's Laborglas während der Arbeit. Doch betrachtet wird meist der Inhalt, nicht das Gefäß. Dennoch: Laborglas spielt eine besondere Rolle in der täglichen Arbeit im Labor: In ihm werden erste Versuche durchgeführt, Verfahren getestet, aber auch produziert. Für jeden Zweck gibt es das passende Gefäß. Dabei ist Glas nicht gleich Glas. Auf die Details und Eigenschaften kommt es an – und auf den optimalen Umgang mit diesem Material. Handhabung und Pflege müssen stimmen um optimales Arbeiten im Labor zu gewährleisten. Denn gerade in den Bereichen, in denen viel Routine herrscht oder die als Nebensache gelten, schleichen sich leichter Fehler oder Nachlässigkeiten ein, als man denkt. Haben Sie sich beispielsweise jemals Gedanken darüber gemacht, wie dick der Rand eines Kochglases ist, mit dem Sie arbeiten? Mit welchen Stiften Sie die Gläser beschriften? Welche Temperatur der Trockenschrank nach der Reinigung haben sollte?

Viele Formen, noch mehr Möglichkeiten

Es gibt Laborgläser in allen erdenklichen Formen und Größen. Sie reichen von Kochgläsern mit flachem Boden für eine gute Wärmeübertragung beim Erhitzen, Exsikkatoren, die ihrem Füllgut die Feuchtigkeit entziehen, über Petrischalen, die mikrobielle Untersuchungen erlauben bis hin zu exakt skalierten Messzylindern. Genauso unterschiedlich wie die Gläser sind auch die Aufgaben im Labor.

Ob Forschung oder Industrie, ob Biologie oder Chemie – wichtig ist neben der Wahl des zweckmäßigen Glases vor allem der fachgerechte Umgang damit. Ist das richtige Glas gefunden, muss die Analysenreinheit dauerhaft sichergestellt werden. Zentrales Element ist dabei die Reinigung. Die Reinigungsart hängt sowohl von der Art der Verschmutzung als auch vom Glas selbst ab. Bechergläser oder Erlenmeyerkolben etwa lassen sich aufgrund ihrer vergleichsweise einfachen Form mit flachem Boden und weiter Öffnung sowohl manuell als auch maschinell gut reinigen. Zu beachten ist allerdings die Festigkeit des Randes. Je dicker das Material, umso höher ist die Resistenz gegen Beschädigungen, falls die Gläser in der Maschine aneinander schlagen. Doch nicht nur die Dicke des Materials, sondern auch die Glaskonstruktion spielt eine Rolle. So empfiehlt sich für eine Destillationsapparatur aufgrund ihrer extrem komplexen Geometrie die manuelle Reinigung. In der Maschine sind eventuell nicht alle Teile gut erreichbar.

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