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Dioxine

Dioxine wirtschaftlich gemäß EU-Verordnung analysieren

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Testergebnisse stehen schneller zur Verfügung

Um eine Probe mittels DR Calux auf das Vorhandensein von Dioxin überprüfen zu können, wird zunächst ein einfaches Extraktionsverfahren durchgeführt. Die aufgereinigte Probe kann anschließend auf Dioxine und dl-PCBs analysiert werden. „Im Testsystem werden Rattenleber-Tumorzellen eingesetzt, die genetisch modifiziert sind und spezielle Dioxinrezeptoren besitzen“, erklärt Schütze. „Binden Dioxin oder dioxinähnliche PCB an diese Rezeptoren, kann letztlich über chemische Reaktionen der Nachweis erfolgen beziehungsweise die Konzentration bestimmt werden.“ (s. Abb. 3)

Mit dieser bioanalytischen Testmethode können Dioxine genauso zuverlässig gemessen werden wie mit klassischen chemischen Verfahren. „DR Calux erkennt sicher negative oder positive Ergebnisse, ist gleichzeitig jedoch vergleichsweise einfach in der Handhabung“, so Schütze. Im Gegensatz zur sehr aufwändigen chemischen Analyse ist die Testdauer bei diesem Screening-Verfahren deutlich kürzer. „Da die Auswertung der Ergebnisse einfacher ist und mehrere Proben parallel untersucht werden können, ist mit dem DR Calux-Verfahren ein deutlich höherer Probendurchsatz möglich“, so der Experte weiter.

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„Außerdem erfasst der Test gleichzeitig mit den Dioxinen auch dl-PCB, was bei der chemischen Analytik einen Mehraufwand darstellt.“ So werden lange Wartezeiten vermieden und bei positiven Ergebnissen wären künftig in Deutschland deutlich schnellere Reaktionen von Erzeugern und Handel möglich.

Chemische Verfahren lohnen sich nur bei positivem Ergebnis

Im Gegensatz zur aufwändigen chemischen Analyse ist der Bioassay vor allem auch wesentlich preiswerter. „Es gibt Kunden, die 100 Proben und mehr im Monat untersuchen lassen“, so Schütze. „Bei dieser Anzahl von Untersuchungen auf Dioxin könnten erhebliche Einsparungen erzielt werden.“ Da in der Mehrzahl der Fälle Dioxin oder dl-PCB nicht nachweisbar ist, kommen zum DR Calux meist keine Zusatzkosten mehr hinzu. Damit wäre der Schnelltest bei entsprechender Probenmenge günstiger als das hochauflösende chemische Verfahren. Werden in einer Probe auffällige Dioxingehalte festgestellt – was sehr selten vorkommt – könnten die einzelnen Kongenere mittels HRGC/HRMS bestimmt werden. Dies wäre jedoch nur in einer sehr geringen Anzahl von Fällen notwendig.

Das bioanalytische Analyseverfahren eignet sich ebenfalls für den Lebensmittelbereich. Hier gibt es zwar keine Untersuchungspflicht wie bei Futtermitteln, Dioxin-Untersuchungen im Rahmen der Eigenkontrollen sind aber sinnvoll. „Grundsätzlich sind Untersuchungen von tierischen Lebensmitteln anzuraten, da sich Dioxine über die Nahrungskette anreichern“, so Schütze.

Einige Hersteller und Handelspartner haben daher bereits Qualitätsvereinbarungen wie KAT oder QS, bei denen Qualitätskontrollen und entsprechende Untersuchungen im Rahmen der eigenen Sorgfaltspflicht festgelegt sind. „Die Vorteile von DR Calux liegen neben den geringeren Kosten besonders darin, dass positive Ergebnisse weder bei Lebens- noch bei Futtermittelproben meldepflichtig sind.“ Das Resultat gilt gemäß § 44a LFGB als Zwischenergebnis, das der endgültigen Verifizierung über ein Bestätigungsverfahren bedarf. Die Meldepflicht besteht erst, wenn z.B. die HRGC/HRMS ein positives Ergebnis liefert.

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