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Quantitative Messtechnik Funktionstest für Ultraschallbäder

| Redakteur: Christian Lüttmann

Mit einem neuentwickelten Messverfahren sollen sich Ultraschallreinigungsbäder testen lassen. Dabei soll sowohl die einwandfreie Funktion der Ultraschallbäder überprüft als auch ein quantitatives Maß für die mechanische Reinigungswirkung geliefert werden.

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Messsystem Cavispector
Messsystem Cavispector
(Bild: Köchel Verifications GmbH, https://cavispector.com)

Der Reinigungseffekt bei Ultraschallgeräten beruht auf Kavitation, d.h. kleinste Gasbläschen implodieren und erzeugen dabei einen Impulsstrahl, der wie eine Mikrobürste das verschmutzte Teil reinigt. Bei der Implosion der Gasbläschen entsteht ein knallartiges Geräusch, welches mit einem Unterwassermikrofon (Hydrophon) gemessen werden kann. Die Messwerte des Hydrophons lassen sich nach einem spezifizierten Algorithmus auswerten, der in der IEC TS 63001 „Measurement of cavitation noise in ultrasonic baths and ultrasonic reactors“ beschrieben ist. Damit erhält man einen Zahlenwert, der das Ultraschallbad an der jeweiligen Position des Hydrophons charakterisiert.

Köchel Verifications hat das Messsystem Cavispector entwickelt, welches genau diese Messung durchführt und alle für ein Audit relevanten Parameter in einem Protokoll dokumentiert. So liefert es ein quantitatives Maß für die mechanische Reinigungswirkung. Bisherige Methoden zur Überprüfung von Ultraschallreinigungsanlagen ermöglichen nur ein qualitatives Messergebnis, wobei man lediglich feststellen kann, ob Ultraschall vorhanden ist oder nicht.

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