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Der Sensirion-Durchflusssensor ist schnell, präzise und intelligent. Darüber hinaus ist er sensitiv genug, um geringste Abweichungen in der Durchflussmenge zu detektieren. Er ist beispielsweise so empfindlich, dass er die regelmäßigen Ausschläge der Infusionsgeschwindigkeit messen kann, die durch den pulsierenden venösen Druck des Patienten verursacht werden – der Sensor kann den Herzschlag des Patienten erkennen (s. Abb. 2). Die Erkennung des Herzschlags auf dem Durchfluss-Signal ist ein direktes Anzeichen für die intakte Verbindung zwischen der Infusionsleitung und der Vene des Patienten. Umgekehrt deutet das Fehlen dieses Pulses auf eine unterbrochene Verbindung hin. Mögliche Gründe dafür können z.B. ein Knick im Schlauch, ein getrennter oder beschädigter Schlauch oder eine verrutschte Infusionskanüle sein, die wiederum zu einer Paravasation führen kann. Durch die Auswertung des Signals bietet die Sensirion-Sensorlösung eine einzigartige Möglichkeit zur schnellen Detektion von Paravasation, um schädliche Folgen für den Patienten zu vermeiden.
Paravasation und die möglichen Ursachen
Paravasation beschreibt das Austreten von intravenöser Flüssigkeit aus der Vene in das umliegende Gewebe (s. Abb. 1). Die Flüssigkeit kann dabei eine so genannte nicht vesikante Substanz sein, die oft nur Irritationen verursacht. Paravasation beschreibt aber auch den Austritt vesikanter Substanzen, die weitreichende Folgen wie ein Absterben des Gewebes zur Folge haben können. Vesikante Substanzen sind beispielsweise hochwirksame Medikamente, die bei der Chemotherapie verwendet werden. Die Schäden können sich auf Nerven, Sehnen und Gelenke ausweiten und noch Monate nach dem eigentlichen Vorfall andauern. Negative Folgen einer verzögerten Behandlung können chirurgische Abtragungen des abgestorbenen Gewebes, Hauttransplantationen und sogar Amputationen sein. Diese schwerwiegenden Konsequenzen bestärken die Notwendigkeit einer zuverlässigeren und sichereren Infusionstherapie und zeigen den Bedarf nach einer raschen Fehlerdetektion. Die Häufigkeit von durch Paravasation verursachten Komplikationen ist sehr schwer zu erfassen, da sie zwischen verschiedenen Krankenhäusern stark variiert und in der Regel nicht konsequent dokumentiert wird. In der Literatur veröffentlichte Schätzungen zum Auftreten derartiger Fälle liegen zwischen 0,1 % und 6 % bei Chemotherapie-Patienten. Paravasation schädigt Patienten und verursacht erhebliche Kosten für das Gesundheitswesen, obwohl beides verhindert werden könnte. Die verursachten Verletzungen ziehen erhebliche Kosten mit sich, u.a. für eine Therapieausweitung, einen längeren Krankenhausaufenthalt oder Rechtskosten. Das Austreten von intravenöser Flüssigkeit in das umgebende Gewebe kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, u.a. auf Beschädigungen der Vene beim Einführen eines Katheters. Eine der häufigsten Ursachen ist jedoch die Punktion der Venenwand unter Einwirkung von Reibung durch die Katheternadel. Diesem Effekt geht meist eine Okklusion voraus. Mit einer herkömmlichen Infusionspumpe bleibt die Okklusion so lange unerkannt, bis der Druck im Schlauch eine gewisse Schwelle übersteigt, und der Drucksensor einen Alarm auslöst. Eine schnelle und zuverlässige Detektion der Okklusion durch einen Flusssensor sowie das Anhalten der Infusionspumpe können die Beschädigung der Vene und den anschließenden Flüssigkeitsaustritt verhindern.
Vorteile der Nutzung eines Durchflusssensors
Die meisten Hersteller medizinischer Geräte, die mit Infusionstherapie vertraut sind, sind sich der technologischen Herausforderungen intelligenter Infusionspumpen bewusst. Die Integration eines Durchflusssensors in ein Infusionsbesteck ermöglicht große Fortschritte in der Infusionstherapie und erlaubt eine kontrollierte Medikamentenverabreichung und Fehlerdetektion in wesentlich größerem Rahmen als bisher. Fehler, die bei den gegenwärtigen Infusionspumpen vollkommen unbemerkt auftreten, können festgestellt oder sogar verhindert werden. Durchflusssensoren bieten damit eine Möglichkeit, die Sicherheit und das Wohlbefinden von Patienten zu verbessern und die Arbeitsbelastung für das Pflegepersonal zu reduzieren.
* *J. Horn: Sensirion AG, 8712 Stäfa/Schweiz
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