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Behörde setzt auf LIMS

Mit LIM-System Verbraucher schützen

| Autor / Redakteur: Constanze Escher* / Marc Platthaus

Abb.1: Listerien sind eine der zahlreichen potenziellen Gefahrenquellen, auf die Proben am LALLF untersucht werden.
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Abb.1: Listerien sind eine der zahlreichen potenziellen Gefahrenquellen, auf die Proben am LALLF untersucht werden. (Bild: LALLF M-V)

Glyphosat, Listerien oder andere potenziell gefährliche Substanzen – am Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern werden Proben auf zahlreiche Verbindungen untersucht. Lesen Sie, wie ein LIMS hier die Laborarbeit verbessert.

Über 8000 Lebensmittel-, Kosmetika- und Bedarfsgegenständeproben werden pro Jahr in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Sicherstellung des Verbraucherschutzes durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern (LALLF M-V) untersucht. Neben den planmäßig veranlassten Untersuchungen werden auch Verfolgs-, Verdachts- bzw. Beschwerdeproben analysiert. Hier erfolgt u.a. die Prüfung auf Fremdkörper in der Konfitüre, Ablagerungen auf Schinken oder Fremdgerüchen von Fisch. Aber der Verbraucherschutz fängt in der oberen Überwachungsbehörde an einem viel früheren Punkt an und reicht weiter, als es auf den ersten Blick denkbar wäre. Denn Untersuchungen von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetika sind zwar ein wichtiger, aber zugleich nur ein kleiner Teil der Aufgaben des LALLF.

Sind die Nutztiere gesund und bekommen sie nur zugelassene Medikamente in der vorgeschriebenen Dosis? Welche Pflanzschutzmittel dürfen in welcher Menge von den Landwirten verwendet werden? Erfüllt der ökologische Landbau die Vorgaben? Enthalten Produkte Verunreinigungen aus der Produktion, vielleicht sogar schon aus dem Anbau? All diese Aspekte werden im LALLF stichprobenweise risikoorientiert kontrolliert.

Dr. Antje Krüger betreut die Öffentlichkeitsarbeit im LALLF und gibt einen kurzen Überblick: „Ziel der Arbeit der derzeit 325 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es, die hohen Standards in der Pflanzen- und Tiergesundheit und in der Lebensmittelqualität und -sicherheit zu gewährleisten und weiter zu entwickeln. Interessant zu wissen ist, dass sich die Experten neben den Untersuchungsstandards auch mit aktuellen Fragestellungen, z.B. Glyphosat beschäftigen. Der Pflanzenschutzdienst des LALLF kontrolliert die Anwendung der stark diskutierten Chemikalie auf den Feldern in M-V und in den Laboren der Rückstandsanalytik des Amtes erfolgen die dazugehörigen Kontrolluntersuchungen in Abdriftproben oder in Lebensmitteln.“

IMS ist Dreh- und Angelpunkt

Neben Laboruntersuchungen werden im LALLF auch viele Beratungsaufgaben durchgeführt. Zum Beispiel wird im Bereich Pflanzenschutzdienst ein Info- und Warndienst für Landwirte unterhalten, der abonniert werden kann. In anderen Bereichen werden Fischereischeine und Angel­erlaubnisse vergeben und damit zusammenhängende Ordnungswidrigkeiten verfolgt.

Im Jahr 2008 wurde im LALLF beschlossen, die bestehenden IMS (Informations- und Management-Systeme) abzulösen. Bis dato wurden unterschiedliche Anwendungen genutzt, die den Anforderungen an effiziente Informationssysteme nicht mehr genügten. Mehrfacherfassungen von Daten in verschiedenen Systemen und die Betreuung von redundanten Schnittstellen kosteten viel Zeit und waren mit dem vorhandenen Personal nicht mehr realisierbar. Notwendige Dokumentations- und Auswertungsmöglichkeiten fehlten. Erweiterungen und Änderungen als Folge neuer Anforderungen waren nur noch eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Einführung eines neuen IMS

Zur Vorbereitung der Einführung eines neuen Systems wurde eine Soll-/Ist-Analyse erstellt und die Aufgaben des neuen IMS definiert. Sowohl die Laborprozesse als auch die verwaltungstechnischen Vorgänge sollten einheitlich mit einem IMS abgebildet, gesteuert und optimiert werden können:

  • Probenahme- und Antragstellung,
  • Untersuchung und -Kontrolle,
  • Probeneingang und Vorgangsanlage,
  • Proben- und Vorgangsvorbereitung,
  • Analysenprozesse und Vorgangsbearbeitung,
  • Bereitstellung von Ergebnissen,
  • Befunderstellung und Verwaltungshandeln,
  • Ergebnismitteilung, Begutachtung und Bescheiderstellung,
  • Qualitätssicherung,
  • Archivierung und
  • Gebührenerhebung.

Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren bekam T&P mit Lisa.lims den Zuschlag im August 2010. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl von Lisa.lims als Basis für das Projekt war die Funktionalität von Lisa.lims in der Version 10 einerseits und die Erfahrung und Leistungsfähigkeit in Projekten vergleichbaren Umfangs von T&P andererseits. Die Einführung von Lisa.lims begann mit einer ausführlichen Spezifikationsphase. Die Gesamtproduktivnahme erfolgte unter der Berücksichtigung der Anforderungen der unterschiedlichen Bereiche des LALLF im Jahr 2013.

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