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Behörde setzt auf LIMS

Mit LIM-System Verbraucher schützen

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Produktiv und vernetzt

Ein breites Aufgabenspektrum, ein enormes Probenaufkommen und ein hohes Maß an Flexibilität – was das LALLF täglich leistet, muss das IMS ebenso effizient unterstützen.

Dank des modularen Systems konnte das LIMS (Laborinformations- und Managementsystem) genau und spezifisch an die Bedürfnisse angepasst werden, von der Verarbeitung von Mikrotiterplatten bis hin zu Verwaltungsaufgaben. Je nach Benutzer bietet das LIMS die Sicht des Labors oder die der Verwaltung. Dann werden aus „Aufträgen und Proben“ „Vorgänge und Tätigkeiten“ und statt „Methoden mit Parametern“ gibt es „Aktivitäten mit Checkpunkten“.

Ergänzendes zum Thema
LP-Tipp: LIMS in mobiler Anwendung

Technisch ist der Einsatz mobiler Lösungen für alle Labore möglich. Sinn macht es jedoch nur dann, wenn Arbeitsabläufe erleichtert und vereinfacht, die Qualität gesteigert und Kosten reduziert werden. Gerade für Labore mit hohem Probenahmeaufkommen im freien Feld, machen solche Lösungen Sinn. Mobile Module ermöglichen hier beispielsweise, das integrierte GPS eines Smartphones oder Tablets zu nutzen, um die Probenahme zu dokumentieren. Außerdem kann man über einen VPN-Client via Mobilfunk die Daten direkt ins LIMS einspielen.

Von hoher Priorität ist auch das Thema Schnittstellen. Damit werden u.a. Untersuchungsbefunde zu Tierseuchen-/Krankheiten, Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen sowie Futtermitteln, Angaben zu Probenahmen, Rechnungsdaten u.a. zwischen den zuständigen Behörden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten übermittelt bzw. ausgetauscht.

Derzeit sind im LALLF über 60 Schnittstellen aktiv und wurden über Lisa.lims realisiert. Das sind u.a.:

  • ein Softwaresystem zur behördlichen Überwachung im Veterinär- und Lebensmittelbereich (das Programm integriert die gesetzlich definierten Überwachungsbereiche der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in Form einzelner Programmmodule, die alle auf denselben standardisierten Daten arbeiten),
  • der Probendatenaustausch im Rahmen der Norddeutschen Kooperation der Bundesländer „NOKO“ und
  • die Datenbank des Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere „HIT“.

Heiko Müller ist als Projektleiter bei T&P verantwortlich für die Implementierung, den Betrieb und ständige Weiterentwicklung von Lisa.lims im LALLF. Er schätzt die Komplexität und Vielseitigkeit der Aufgaben: „Die Arbeitsabläufe sind beeindruckend vielfältig. Ob Nährmedienherstellung oder Prüfsystemüberwachung, Kopplung an Massendatensysteme in der Serologie, sensorische- und Rückstandsuntersuchungen, Zulassungsprüfungen von Saatgut oder auch Genehmigungen von Biogasanlagen, die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten sowie die automatisierte Versendung von Warndienstdokumenten an Abonnenten – all diese und viele weitere Aufgaben unterstützt Lisa.lims. Außerdem sind viele Schnittstellen zum Importieren und Exportieren von Daten zu den unterschiedlichsten Bereichen und dem Bereitstellen der Informationen für Auswertungen, einschließlich eines externen BI-Systems integriert.“

Die nächsten Schritte

Der Gesetzgeber sieht eine Archivierung aller Dokumente zu allen Verwaltungsvorgängen vor. Was sich nach einem Verwaltungsakt anhört, ist mit Lisa.lims bereits weitgehend realisiert.

Die nächsten Projektschritte gehören dem Ausbau der mobilen Anwendungen, die teilweise auch schon in Betrieb sind.

* *C. Escher: T&P Triestram & Partner GmbH, 44795 Bochum

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