English China

Modularität und Individualität

Neue Waagenserie setzt auf große Vielfalt

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Diese standardisierte Kommunikationstechnologie schließt manuelle Übertragungsfehler aus und verbessert die Datenqualität und –integrität durch die direkte Kommunikation mit externen Softwaresystemen wie Laborinformations- und Managementsysteme (LIMS) oder Elektronische Laborbücher (ELN).

Aufstellort und Auswirkung der Umwelteinflüsse

Im idealen Fall werden Waagen an einem ruhigen, temperaturgesteuerten und luftzugfreien Ort aufgestellt. Je hochauflösender die Waage ist, desto sorgfältiger muss der Aufstellort im Labor ausgewählt werden.

Bildergalerie

Aufgrund eines begrenzten Platzangebots, das in sehr vielen Laboren vorherrscht, kommen Waagen oftmals an wenig geeigneten Orten zum Einsatz. Deshalb können Messinstrumente zuweilen nur dort aufgestellt werden, wo gerade freier Platz vorhanden ist. Hochauflösende Waagen müssen also auch an genau solchen, weniger idealen Aufstellorten einwandfrei arbeiten und den Anwender informieren, wann und wie die Aufstellbedingungen die Wägeergebnisse beeinflussen.

Fast alle physikalischen Variablen, z.B. Vibrationen, Luftströmung, Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchte und elektrostatische Aufladungen, können die Messgenauigkeit hochauflösender Waagen beeinträchtigen. Aufgrund ihres intelligenten Designs und der Funktionen zur Überwachung der Umwelteinflüsse sowie des Arbeitsstatus der Waage per Dashboard stellt die Laborwaagenserie Cubis II hohe Wägegenauigkeit und Präzision sicher – unabhängig vom Aufstellort im Labor.

Klimaüberwachung und Schutz vor Zugluft

Die Cubis-II-Waage kann wahlweise mit einem Klimamodul zur aktiven Überwachung der Temperatur, des Luftdrucks und der relativen Luftfeuchte ausgestattet werden Der Anwender kann somit auf eine mögliche Beeinflussung der Wägergebnisse durch diese Variablen aufmerksam gemacht werden.

Das Design eines Windschutzes dient der Abschirmung des Wägegutes vor den Einflüssen der Luftströmung und der elektrostatischen Aufladungen. Diese Luftzüge und -bewegungen werden durch hochpräzise Waagen erkannt. Sogar die beim Erwärmen von Behältern entstehenden Aufwinde bzw. beim Abkühlen von diesen Behältnissen produzierten Abwinde können zu Messfehlern beim Wägen führen. Die aufgrund elektrostatischer Aufladungen ausgeübte mechanische Kraft ist auch an einem permanenten Drift der Wägewerte bei Analysenwaagen und, mit steigendem Einfluss, an Mikro- und Ultramikrowaagen erkennbar. Statische Elektrizität ist die Ursache unstabiler Gewichtsmessungen, für das Entstehen elektrostatischer Ladungen gibt es vielfältige Quellen: Wägebehälter können sich elektrostatisch aufladen, insbesondere jene die aus Glas oder Kunststoff bestehen, begünstigen dieses Phänomen.

Auch der Bediener einer Waage kann elektrostatische Ladungen produzieren, z.B. durch Reibung der Sohlen auf dem Fußbodenbelag. Auch das Wägegut kann sich oft durch Reibung der pulverartigen Probenpartikel bei niedriger Luftfeuchte aufladen. Dies gilt auch für die Aufstellfläche der Waage.

Zubehör zur Neutralisation elektrostatischer Aufladungen, z.B. externe Luftionisatoren, können genutzt werden, um diese Ladungen von der Umgebungsluft der Waage abzuleiten. Der im Windschutz der Cubis II integrierte Ionisator leitet elektrostatische Aufladungen an der Probe und dem Wägegefäß zuverlässig ab. Die Cubis-II-Windschütze besitzen darüber hinaus eine leitfähige Beschichtung als zusätzlichen Schutz gegen elektrostatische Aufladung, die insbesondere von Anwendern selbst übertragen werden kann.

Automatische, motorische Nivellierfunktion

Einer der Einflussfaktoren, der genaue Messergebnisse beeinträchtigen kann, ist die korrekte Nivellierung der Waage. Moderne Waagen arbeiten nach dem Prinzip der elektromagnetischen Kraftkompensation. Dabei wird die unbekannte Masse aus der linearen, durch die unbekannte Masse ausgeübte Kraft gegen die justierbare und bekannte lineare Kraft berechnet, die ein Elektromagnet an einer bestimmten räumlichen Position ausübt. Weil diese bestimmte räumliche Position präzise definiert sein muss, ist eine genaue Nivellierung der Waage erforderlich, da bereits eine nur geringfügige Neigung einen systematischen Messfehler zur Folge haben kann.

Waagen sind meistens mit einer so genannte Libelle (zeigt den Stand der Waage an) sowie mit Funktionen ausgestattet, mit deren Hilfe die Nivellierung anhand einstellbarer Aufstellfüße korrigiert wird. Die Positionsänderung einer Waage auf dem Wägetisch, z.B. zur Reinigung, oder schon das geringe Schwanken einer Hochhaus-Etage reicht bereits aus, um die Waage geringfügig in Schieflage zu bringen. Dies kann eine exakte und oftmals mühselige Nivellierung der Waage zur Folge haben. Dieses Problem löst die Waagenserie Cubis II mit einer schnellen und einfachen, motorischen Funktion zur automatischen Nivellierung. Diese Funktion vereinfacht die Vorbereitung der Waage für ihren Einsatz, sie bleibt zuverlässig im nivellierten Zustand und sichert somit genaueste Messergebnisse.

Die Schlussfolgerung: Modularität bringt Vorteile

Für anspruchsvolle Wägeprozesse im Labor stellt die Cubis II ein vollständig konfigurierbares und hochperformantes Portfolio aus Hardware und Software dar. Die Laborwaage bietet ein umfangreiches Paket an komplett anpassbarer Hardware, Software und Netzwerkkonnektivität, die sich an individuelle Ansprüche und Compliance-Anforderungen eines Labors adaptieren lassen.

Mit ihren flexiblen, modularen Konfigurationsmöglichkeiten trägt die Cubis II maßgeblich dazu bei, die Effizienz im Labor zu maximieren und die Wägeergebnisse zu optimieren.

* Ph. D. Lori M. King: Essen BioScience, Inc. (eine Gesellschaft des Sartorius Konzerns), Ann Arbor, Michigan/USA

(ID:45785898)