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Testung von Sonnenbrillen und Kontaktlinsen mittels UV/Vis-Spektroskopie
Im folgenden Beispiel wurden fünf Sonnenbrillen-Modelle verschiedener Marken und Preisklassen (teuer, mittel, niedrig) sowie drei Kontaktlinsen verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Durchmessern (14 mm und 12 mm) auf Ihre Durchlässigkeit im UV- und im sichtbaren Bereich geprüft. Die Untersuchungen wurden am Specord 250 Plus mit einem Halter für feste Proben durchgeführt (s. Abb. 4). Das Specord 250 Plus ist ein streulichtreduziertes Zweistrahlphotometer mit Doppelmonochromator, variabler spektraler Auflösung und CDD (Cooled Double Detection).
Durch die Vorzerlegung des Lichtes wird auftretendes Streulicht deutlich verringert, was den Absorptionsmessbereich auf ±4 erweitert. Das heißt, Transmissions- und Reflexionsmessung können mit erhöhter Empfindlichkeit durchgeführt werden [4]. Der Halter für feste Proben eignet sich zur Absorptions- bzw. Transmissionsmessung fester transparenter Proben wie Gläser, Kunststoffe und Folien mit einem Durchmesser ab 20 mm und einer Schichtdicke bis 25 mm und wird mit der Führung auf die Aufnahmeplatte in der vorderen Probenraumwand des Specord unmittelbar vor den Detektor gesetzt [5].
Zur Messung von Kontaktlinsen dienen spezielle Einsätze, die es ermöglichen, Linsen mit verschiedenen Durchmessern reproduzierbar im Probenhalter zu positionieren.
Die Transmissionsspektren wurden im Bereich von 190 bis 1100 nm mit einer Scan-Geschwindigkeit von 10 nm/sec und einem Messpunktabstand von 1 nm bei einem Austrittsspalt von 4 nm aufgenommen.
Die Sonnenbrillen wurden für die Messung mit den Andruckfedern in den Feststoffhalter gespannt, sodass die nach außen gewölbte Seite eines Glases jeweils zum Detektor hin zeigte. Die Referenzmessung erfolgte gegen Luft. Die Kontaktlinsen wurden bis zur Messung lichtgeschützt in einem Behälter mit Kochsalzlösung aufbewahrt. Zur Messung wurden diese mittels einer Pinzette aus den Behältern entnommen, mit ihrem Rand auf die für den jeweiligen Durchmesser passende Auflagefläche gelegt und in das Adapterstück gesteckt. Dieses wurde anschließend mit der Linse in den Feststoff-Probenhalter gesetzt, die konkave Seite zeigte dabei immer in Richtung der Lichtquelle. Um die Reproduzierbarkeit zu testen und die Verlässlichkeit der Messungen zu erhöhen, wurde jede Linse mehrfach gemessen, wobei sie immer aus dem Einsatz entfernt und wieder eingesetzt wurde. Zudem wurde zügig gearbeitet, um Messungenauigkeiten durch die Austrocknung der Linsen so gering wie möglich zu halten.
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