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Gepanschtes Sonnenblumenöl Nur geringe Beanstandungen bei importiertem Sonnenblumenöl

Quelle: Pressemitteilung Bundesamt für Verbrauccherschutz und Lebensmittelsicherheit 2 min Lesedauer

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Je teurer ein Lebensmittel ist, desto größer ist die Gefahr, dass minderwertige Inhaltsstoffe zugesetzt werden. Der Preis für Sonnenblumenöl ist im vergangenen Jahr aufgrund des Ukraine-Konflikt deutlich gestiegen. Aus diesem Grund hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit im Rahmen der europaweiten Operation OPSON XII Sonnenblumenöl-Proben verstärkt untersucht. Das Ergebnis: Nur eine geringe Anzahl wurde beanstandet.

Der Ukraine-Konflikt sorgte für eine drastische Preiserhöhung bei Sonnenblumenöl. Aus diesem Grund kamen importierte Öle stärker in den Fokus der europäischen Überwachungsbehörden (Symbolbild). (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Ukraine-Konflikt sorgte für eine drastische Preiserhöhung bei Sonnenblumenöl. Aus diesem Grund kamen importierte Öle stärker in den Fokus der europäischen Überwachungsbehörden (Symbolbild).
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Ukraine gilt als einer der weltgrößten Exporteure von Sonnenblumenöl. Viele EU-Staaten beziehen einen Großteil ihres Sonnenblumenöls aus diesem Land. Mit Beginn des Krieges Anfang 2022 kam es innerhalb kürzester Zeit zu einer Verknappung des Angebots. Der Preis für importiertes rohes Sonnenblumenöl nach Deutschland stieg von März bis Mai 2022 um 33 Prozent auf 1,63 Euro pro Kilogramm. Auch im Einzelhandel stiegen die Preise für das Speiseöl rapide an.

Deutschland bezieht rund 94 % seines Sonnenblumenöls aus dem Ausland. Diese hohe Importabhängigkeit, kombiniert mit dem knappen Angebot, könnte zu vermehrten Verfälschungen des Öls geführt haben, so die Annahme der Behörden. Denkbar wäre eine Streckung des Sonnenblumenöls mit sortenfremden Ölen, vor allem Palm- und Sojaöl, oder die Verwendung von minderwertigen und raffinierten anstatt kaltgepressten Ölen.

Nur vier Proben mit irreführenden Angaben

Um dem zu begegnen, haben die deutschen Behörden bei der diesjährigen Operation OPSON XII gegen Lebensmittelbetrug einen Schwerpunkt auf das Thema „Sonnenblumenöl“ gelegt. Im Zeitraum von Dezember 2022 bis Mai 2023 wurden in zwölf Bundesländern 241 Proben Sonnenblumenöl und sonnenblumenölhaltige Erzeugnisse auf unlautere Praktiken untersucht. Die Probenahme fand hauptsächlich im Einzelhandel statt.

Der Verdacht, dass Sonnenblumenöl durch den Preisanstieg und die Verknappung vermehrt verfälscht wird, hat sich mit den Ergebnissen aus OPSON XII nicht bestätigt. Lediglich vier Öle wurden aufgrund irreführender Angaben beanstandet. Zwei dieser Sonnenblumenöle stehen im Verdacht, mit sortenfremdem Öl verschnitten worden zu sein. Zwei Öle zeigten erhebliche Qualitätsmängel aufgrund von Oxidationsprodukten, die auf einen Fettverderb hinweisen.

Hintergrund: Operation OPSON – Lebensmittelbetrug aufdecken

Mit der weltweiten Operation OPSON gehen Europol und INTERPOL seit dem Jahr 2011 koordiniert gegen Lebensmittelbetrug vor. Das übergeordnete Ziel gemeinsamer OPSON-Schwerpunktaktionen ist der Aufbau und die Stärkung der zwischenbehördlichen Zusammenarbeit der für Lebensmittelüberwachung und Verbraucherschutz zuständigen Behörden mit den Strafverfolgungsbehörden und dem Zoll sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. In Europa haben sich insgesamt 25 Staaten mit verschiedenen Untersuchungszielen an OPSON XII beteiligt. Deutschland nimmt seit OPSON V (2015) jährlich an den Operationen teil.

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