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Erneuerbare Energien: Fallwindkraftwerk

Strom aus Wind mal anders

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Bei diesen Angaben handelt es sich um die Nettoausbeute an elektrischer Energie. Einen Anteil des selbsterzeugten Stroms, der nach optimistischen Schätzungen bei 16 Prozent liegt, braucht die Anlage, um das benötigte Wasser zur Betriebstätte und im Turm nach oben zu pumpen. Standorte, deren Wasserbedarf aus dem Meer gespeist wird, brauchen für die Wasserentsalzungsanlage zusätzliche Energie, sodass der Eigenenergieverbrauch auf bis zu 50 Prozent steigen kann. Doch selbst das wäre angesichts der kostenlosen Energie aus der Luft ein Gewinn. Und schließlich arbeiten auch konventionelle Kraftwerke mit erbärmlichen Wirkungsgraden.

Der Goldesel unter den Kraftwerken?

Daher verspricht sich Solar Wind Energy vom Arizona-Tower nach der Amortisierung der Anfangsinvestitionen einen Gewinn von 450 Millionen Dollar aus dem Verkauf der erzeugten Energie. An weiteren möglichen Standorten, etwa in Mexiko, sollen die Türme in der Verantwortung der künftigen Betreiber entstehen, die nur das Knowhow zum Turmbau erwerben. Die Anlagen können in ihrer Größe und Leistung je nach den örtlichen Bedingungen und der benötigten Energie dimensioniert werden und sollen dann zwischen 12 und 18 Millionen Dollar allein durch Lizenzgebühren generieren.

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In ferner Zukunft kann man sich bei Solar Wind Energy auch die Stromversorgung Europas von Nordamerika aus vorstellen. Desertec hat schmerzlich bewiesen, dass das das Prinzip, den Strom dort zu erzeugen, wo die Sonne am heißesten brennt, zwar erfreulich einfach klingt, aber letztlich nur schwer umzusetzen ist. Nicht zuletzt die Übertragungsverluste über viele Hundert Kilometer machen solchen Großprojekten das Leben schwer. Aber auch die arabischen Länder sind nach Aussage des Unternehmens interessiert und haben bereits durchrechnen lassen, wie viel Öl sie damit sparen könnten.

Umweltfreundlicher Strom ohne Ende

Unter der Voraussetzung, dass alles so funktioniert, wie sich das Unternehmen sein Wunderwerk vorstellt, kann sich die Umweltbilanz des Kraftwerks sehen lassen. Das Brauchwasser würde zu bis zu 75 Prozent wiederverwendet oder dem Meer entnommen werden. Den Bedarf illustriert einer der Geschäftsführer mit der Aussage, dass das Kraftwerk weniger Wasser brauchen werde als die Landwirtschaft, die derzeit noch auf der Fläche betrieben wird. Auch seien Tiere nicht gefährdet, weder auf der Erde, noch in der Luft, sodass die einzige Beeinträchtigung der Natur in der Bodenversiegelung durch die Anlage und ihre Infrastruktur besteht.

Die Anlage ist für den Dauerbetrieb vorgesehen und arbeitet mit kostenlosen, unendlichen und natürlichen Ressourcen. Es handelt sich um das erste System, das Wind- und Sonnenenergie in einer Anlage zusammenbringt. Ein atomares Risiko entfällt offensichtlich. Die einzig vorstellbare Bedrohung durch Erdbeben sei durch die einfache, aber widerstandsfähige Konstruktion der Anlage minimal, denn sie übe trotz ihrer Größe weniger Druck auf den Untergrund aus als ein Wolkenkratzer in San Francisco. Schließlich soll eine erzeugte Kilowattstunde nur ein Drittel bis die Hälfte des Preises für konventionellen Strom kosten, der mit atomaren Risiken oder Emissionen verbunden ist. Mit diesem Argument sollte dann auch der letzte Skeptiker zu ködern sein – wenn, ja wenn es denn funktioniert.

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