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Raziye Karapinar (links) und Stefan Herlitze untersuchen eine neue Methode, um gezielt optogenetische Werkeuge zu synthetisieren. (RUB, Kramer)
Lichtaktivierbare Proteine gezielt herstellen

Kettenwechsel bei Proteinen für bessere Steuerung

Manche Proteine lassen sich mit Licht an- und ausschalten. Dies macht sie als so genannte optogenetische Werkzeuge für biochemische Prozesse interessant. Doch die Synthese solcher Werkzeuge gelingt bislang eher durch Zufall. Eine neue Methode soll nun zu gezielten Ergebnissen führen. Dabei testen Forscher der Ruhr-Universität Bochum zunächst Proteine in Modellrechnungen und erfahren so, welche Kettenteile des Proteins sie am besten auswechseln sollten.

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Abb.1: Raster-Elektronenmikroskopische Aufnahme einer typischen, korkenzieherartig gewundenen Magnetospirillum gryphiswaldense-Zelle (rund zwanzigtausendfach vergrößert) (Frank Müller und Martina Heider, Bayreuther Institut für Makromolekülforschung)
Navigation von Magnetbakterien

Das Geheimnis des Bakterienkompass entschlüsselt

Magnetbakterien orientieren sich am Magnetfeld der Erde. Dazu haben sie eine integrierte Kompassnadel: eine Kette aus magnetischen Kristallen. Und obwohl die Bakterien selbst spiralförmig gekrümmt sind, ist diese Kette schnurgerade in Längsrichtung in ihnen aufgespannt. Wie das sein kann, haben nun Mikrobiologen der Universität Bayreuth zusammen mit Partnern am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried und an der LMU München herausgefunden.

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Rechts: Keimling einer Samenpflanze mit normalem Wurzelwachstum bei intaktem Gravitropismus; links: Keimling mit deformierter Wurzel bei gestörtem Gravitropismus (PIN2-Mutation). Details: s. Text (IST Austria – Yuzhou Zhang/Friml Gruppe)
Evolution des Wurzelwachstums

Wie die Wurzeln der Schwerkraft folgen

Pflanzen recken nicht nur ihre Triebe zielgerichtet gen Sonnenlicht – auch unter der Erde orientieren sie sich zuverlässig, um die Wurzeln tief in den Boden hineinwachsen zu lassen. Dazu nutzen Sie die Gravitation als Richtungsweiser. Forscher aus Österreich haben nun näher ergründet, wie die Pflanzen das machen und wie sich diese Fähigkeit entwickelt hat.

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Bildergalerien

Erstautor Jan Gundlach, Abteilung Allgemeine Mikrobiologie des Instituts für Mikrobiologie und Genetik, präsentiert die Ergebnisse. (Georg-August-Universität Göttingen)
Antibiotika-resistente Bakterien

Bakterieller Kaliumhaushalt als Angriffspunkt für neue Antibiotika?

Jedes Jahr sterben weltweit etwa 700.000 Menschen an einer Infektion mit einem Antibiotika-resistenten Bakterium. Eine Zahl die sich laut einer Studie der Charité Berlin bis 2050 auf zehn Millionen erhöhen könnte. Nun haben Göttinger Forscher die Rolle eines Signalmoleküls im Zellhaushalt von Krankheitserregern entschlüsselt, das sich als vielversprechender Ansatzpunkt für neue Antibiotika erweisen könnte.

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Immunhistochemische Färbung zur Identifizierung der intestinalen Stammzellen: Im alternden Gewebe mit intakten p53 werden die Stammzellen deletiert. (Bild: Leica)
Stammzellen

Stammzellen im Alterungsprozess

Der physiologische Prozess des Alterns ist ein elementarer Bestandteil des Lebens. Welche Vorgänge für den Alterungsprozess verantwortlich sind, ist ein Schwerpunkt der biomedizinischen Forschung. Eine Forschergruppe der Universitätsmedizin Göttingen untersucht molekulare Mechanismen in Stammzellen und deren Rolle beim Alterungsprozess sowie bei der Tumorentstehung. Signalproteine wie p53 und p21 scheinen hier ein wichtige Rolle zu spielen. Um diese Proteine in spezifischen Zelltypen untersuchen zu können, werden die Zellen mithilfe der Lasermikrodissektion aus Organgewebe isoliert.

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