Anbieter zum Thema
Der Analysator arbeitet mit einer katalytischen Verbrennung bei 680 °C. Die Temperatur liegt damit unterhalb des Schmelzpunkts von Natriumchlorid. Dadurch wird verhindert, dass eine Schmelze die aktiven Zentren des Katalysators deaktiviert. Der Einsatz des Platinkatalysators sichert die vollständige Umsetzung der organischen Kohlenstoffverbindungen zu CO2. Der hochsensible NDIR-Detektor erlaubt kleine Injektionsvolumina (typischerweise 20 bis 50 Mikroliter), die den absoluten Probeneintrag auf den Katalysator gering halten. Eine weitere Reduktion kann durch die integrierte Verdünnungsfunktion erreicht werden. Das ISP-Modul (Integrated Sample Pretreatment) ermöglicht die automatische Verdünnung der Probe. Dies kann bei Messwertüberschreitung oder permanent erfolgen. In diesem Fall legt der Anwender den gewünschten Verdünnungsfaktor in der Methode fest.
Kit für salzige Abwässer
Für die kontinuierliche TOC-Bestimmung mit sehr hohen Salzfrachten (über 10 g/l) hat Shimadzu ein Salz-Kit entwickelt. Das Verbrennungsrohr (s. Abb. 2) hat eine spezielle Form und es wird mit zwei verschiedenen Katalysatorkugeln gearbeitet. Diese Kombination verhindert Kristallisationen, die das System verstopfen. In einer Abwasserapplikation mit einer Salzfracht von 20 g/l konnte mithilfe dieses Kits die Standzeit des Katalysators und Verbrennungsrohrs versechsfacht werden (Verdünnungsfaktor 5). Im Falle einer Meerwasserapplikation (3,4 Prozent Salz) ließ sich eine Standzeit von einem halben Jahr (etwa 4400 Injektionen) erreichen. Weitere Anwendungsbereiche werden derzeit getestet.
Probenaufbereitungssystem
Ein Analysensystem ist immer nur so gut wie die Probenaufbereitung. Zur Serie 4110 gehören daher auch verschiedene Probenaufbereitungssysteme, die sich genau auf den Anwendungsbereich abstimmen lassen. In der Einstrom-Option mit Homogenisation gelangt die Probe über einen Filter in die Probenkammer. Dort wird sie mit einem rotierenden Messer homogenisiert, bevor sie dem Gerät zur Analyse zugeleitet wird. Dadurch lassen sich selbst stark partikelhaltige Proben problemlos vermessen. Nach der Probenentnahme werden Kammer und Filter mit Spülwasser gereinigt. Je nach Applikation kann das Spülwasser mit Säure versetzt werden, um Algenwachstum zu verhindern.
TOC-Analyse mehrerer Probenströme
Sollen mehrere Probenströme mit einem Gerät vermessen werden, kommt der Probenstromwechsler (s. Abb. 3) zum Einsatz. Auch hier wird die Messprobe vor der Analyse homogenisiert. Die Spülfunktion verhindert Carry-over-Effekte beim Wechsel der Probenströme. Das Messprogramm für jeden Probenstrom sowie die Reihenfolge der Messung der Probenströme ist individuell wählbar.
*B. Gierszewski, Shimadzu Europa, 47269 Duisburg
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:265686)

