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Rauchgasreinigung

Aktivkohle bindet Schwermetalle in einer Anlage zur Rauchgasreinigung

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Rauchgasreinigung

Die dosierte Menge Aktivkohle gelangt unterhalb der Dosierschleusen in jeweils einen Niederdruck-Injektor. Dieser wird durch Druckgebläse oder Drucklufteinspeisung mit Förderluft beaufschlagt, wodurch die Aktivkohle in einer Dünnstromförderung durch ein Rohrleitungssystem zum entsprechenden Rauchgaskanal gelangt. Die weiteste Entfernung beträgt etwa 100 Meter, dabei sind etwa 33 Meter Höhe zu überwinden. Die Eindüsung in den Rauchgaskanal erfolgt durch eine entsprechende Lanze zur homogenen Verteilung der Aktivkohle im Rauchgas. Hier beginnt der eigentliche Prozess der Schadstoff-Adsorption, der mit der Abscheidung im Gewebefilter endet.

Explosionsschutz

Die Gesamtanlage ist aufgrund einer gutachterlichen Stellungnahme als explosionsgefährdet eingestuft. Demnach ist die Ausführung explosionsgeschützt, gemäß der gültigen Atex-Richtlinie 94/9/EG (Atex 100a). Die Maßnahmen entsprechen der Zoneneinteilung des Gutachtens und sind konsequent eingehalten. Sie beinhalten den Einsatz von Komponenten mit der geeigneten Ex-Zulassung und -Kennzeichnung, die Verwendung leitfähiger bzw. ableitfähiger Werkstoffe, die Temperaturüberwachung an verschiedenen Stellen im Lagersilo, die Max-Füllstandüberwachung, den kompletten Potenzialausgleich zwischen den Komponenten und den Anschluss an die Gebäudeerdung. Zur Bekämpfung von Bränden bzw. eingetragenen Glimmnestern ist eine Inertisierung des Lagersilos über die pneumatische Auflockerungseinrichtung vorgesehen: Im Bedarfsfall kann die Auflockerung mit Stickstoff anstatt mit Druckluft betrieben werden. Ist dennoch eine Notentleerung des Lagersilos notwendig, kann über den Anschluss einer entsprechenden Notaustragschurre das Lagersilo kontrolliert entleert werden. Die gesamte Anlage wurde durch eine befähigte Person geprüft und für den Betrieb zugelassen.

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