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Aluminumsalze in Antitranspirantien Aluminiumaufnahme über die Haut geringer als bisher vermutet

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Über verschiedene Quellen wie Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände oder Kosmetikprodukte nehmen wir täglich Aluminium auf. Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) hat nun in einer neuen Risikobewertung festgestellt, dass die Aluminumaufnahme durch Antitranspirantien geringer ist als bisher angenommen.

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Die Aufnahme von Aluminiumsalzen aus Antitranspiranten über die Haut ist geringer als bisher vermutet, wie eine aktuelle Berichterstattung des Bundesamtes für Risikoforschung zeigt.
Die Aufnahme von Aluminiumsalzen aus Antitranspiranten über die Haut ist geringer als bisher vermutet, wie eine aktuelle Berichterstattung des Bundesamtes für Risikoforschung zeigt.
(Bild: ©glisic_albina - stock.adobe.com)

Berlin – In Antitranspirantien werden Aluminiumsalze eingesetzt, um den Schweißfluss zu blockieren und die Geruchsbildung zu hemmen. Wie viel des Aluminiums aus Antitranspirantien von der Haut absorbiert wird, war lange Zeit unsicher. Derzeit liegen drei Humanstudien aus den Jahren 2001, 2016 und 2019 zur Aluminiumaufnahme über die Haut (dermalen Absorption bzw. Bioverfügbarkeit) aus Antitranspirantien vor. Alle drei Studien basieren auf der Messung der Aluminiumkonzentration im Blut und/oder Urin. Die wissenschaftliche Aussage sowie wissenschaftliche Relevanz der drei Studien unterscheidet sich erheblich. Erstmals hatte das BfR 2014 die Aufnahme über die Haut, d. h. die dermale Aufnahme von Aluminiumsalzen bewertet. „Wir haben damals bereits auf die große wissenschaftliche Unsicherheit der Daten hingewiesen und auf den dringenden Forschungsbedarf aufmerksam gemacht“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Einen belastbaren Wert für die Absorptionsrate/Bioverfügbarkeit liefert nur die Studie aus dem Jahr 2019, heißt es vom BfR. Diesen Wert hat das Bundesamt nun für seine Risikobewertung zugrunde gelegt und daraus die Aufnahmemenge über die Haut in einer Modellrechnung mit dem Ergebnis abgeleitet, dass ein signifikanter Beitrag von Antitranspirantien zur Gesamtbelastung gegenüber Aluminium nach derzeitiger Datenlage unwahrscheinlich ist. BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel dazu: „Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet.“ Trotzdem bleibt die Gesamtbelastung, die sich durch sämtliche Expositionsquellen ergibt, in einigen Bevölkerungsgruppen zu hoch, wie das BfR betont.

Tipps für die Vermeidung der Aluminiumaufnahme im Alltag

Wer sich grundsätzlich vor einer zu hohen Aluminiumaufnahme schützen will, sollte darauf achten, dass vor allem saure und salzhaltige Lebensmittel und Getränke nicht mit Aluminium in Kontakt kommen, etwa über Trinkflaschen, Backbleche, Grillschalen.

Zu hohe Aluminiumgehalte im Körper können nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand negative Auswirkungen auf das Nervensystem, die Nieren und die Knochen haben.

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