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Neue Standortvereinbarung für Ludwigshafen BASF plant jährliche Investitionen von 1,5 Milliarden Euro

| Redakteur: Alexander Stark

Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen der BASF haben eine neue Standortvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung mit dem Titel „Gemeinsam die neue BASF leben!“ gilt für die rund 34.000 Beschäftigten am Standort Ludwigshafen.

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Sinischa Horvat, Vorsitzender des Betriebsrats der BASF; Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF und Standortleiter Ludwigshafen
Sinischa Horvat, Vorsitzender des Betriebsrats der BASF; Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF und Standortleiter Ludwigshafen
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Die neu getroffene Standortvereinbarung von BASF hat eine Laufzeit von fünfeinhalb Jahren und löst vorzeitig die derzeitige Standortvereinbarung ab, die zum Jahresende 2020 ausgelaufen wäre.

Das Unternehmen hat angekündigt für die Laufzeit der Vereinbarung weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die Vereinbarung sieht zudem vor, bis 2025 durchschnittlich mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich für Investitionen, Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen am Standort Ludwigshafen aufzuwenden.

Mit der neuen Standortvereinbarung würden sich sich Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen zur Rolle Ludwigshafens innerhalb des Konzerns bekennen, heißt es in einer Mitteilung. Der Standort soll Vorbild und Vorreiter für die gesamte Gruppe sein bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen. Um auch künftig im Wettbewerb erfolgreich zu sein, wurden folgende Themenfelder definiert:

  • die Steigerung der Arbeits- und Anlagensicherheit
  • eine ressourcenschonende und emissionsarme Produktion im Verbund
  • die Ausweitung der Digitalisierung in Produktion, Verwaltung und bei Geschäftsprozessen
  • zukunftsfähige Mobilitätslösungen im Güter- und Personenverkehr
  • die weitere Stärkung Ludwigshafens als wichtige Drehscheibe für den BASF-Forschungsverbund
  • eine kontinuierliche Optimierung von Strukturen und Prozessen hin zu einer agileren Organisation

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt der Standortvereinbarung bildet das gemeinsame Bekenntnis zur eigenen Ausbildung. Sie sei das Schlüsselelement, um langfristig den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter haben sich in der neuen Standortvereinbarung zudem darauf verständigt, bestehende Verkehrsangebote für die Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Hier kommt dem öffentlichen Personennahverkehr eine Schlüsselrolle zu. Im dritten Quartal 2020 wird BASF den Mitarbeitern am Standort Ludwigshafen ein vergünstigtes und von BASF bezuschusstes neues Jobticket des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar anbieten. Dafür wurde mit den Verkehrsträgern ein neues Modell entwickelt, das nun auch anderen Unternehmen angeboten werden wird. Für BASF ist dies auch ein Beitrag zum angestrebten Mobilitätspakt der Metropolregion Rhein-Neckar, an dem Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verkehrsverbünden derzeit gemeinsam arbeiten.

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