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Fettansammlungen verhindern Bauchspeicheldrüse: Wie Intervallfasten vor Diabetes schützt

| Autor / Redakteur: Sonja Schäche* / Dr. Ilka Ottleben

Viele Menschen schwören auf das Intervallfasten, um Pfunde purzeln zu lassen. Nun hat ein Forscherteam herausgefunden, dass dieser gezielte Verzicht auf Nahrung in bestimmten Zeitfenstern nicht nur zum Abnehmen beiträgt, sondern unter bestimmten Voraussetzungen möglicherweise auch die Entstehung eines Typ 2 Diabetes verhindert.

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Es gibt unterschiedliche Methoden des Intervallfastens. Bekannt ist, dass Intervallfasten die Empfindlichkeit für das blutzuckersenkende Hormon Insulin verbessert und vor einer Fettleber schützt.
Es gibt unterschiedliche Methoden des Intervallfastens. Bekannt ist, dass Intervallfasten die Empfindlichkeit für das blutzuckersenkende Hormon Insulin verbessert und vor einer Fettleber schützt.
(Bild: ©sewcream - stock.adobe.com)

Potsdam-Rehbrücke – Als bekannte und häufig vorkommende Krankheit ist die Fettleber gründlich erforscht. Über die durch Übergewicht entstehende Fettansammlung in der Bauchspeicheldrüse und deren Auswirkungen auf den Ausbruch von Typ-2-Diabetes ist jedoch wenig bekannt. Ein Forscherteam um Prof. Annette Schürmann und Prof. Tim J. Schulz vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) fand nun heraus, dass übergewichtige Mäuse, die anfällig für Diabetes sind, eine hohe Ansammlung an Fettzellen in der Bauchspeicheldrüse aufwiesen. Mäuse, die trotz eines hohen Gewichts aufgrund ihres Erbguts gegen Diabetes gefeit sind, hatten hingegen kaum Fett in der Bauchspeicheldrüse, dafür aber in der Leber.

„Fettansammlungen außerhalb des Fettgewebes, z.B. in Leber, Muskeln oder gar den Knochen, wirken sich negativ auf diese Organe und den gesamten Körper aus. Welchen Einfluss Fettzellen innerhalb der Bauchspeicheldrüse haben, war bisher nicht klar“, erklärt Schürmann, Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am DIfE und Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).