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Christian-Doppler-Labor

Brennstoffzellen optimieren

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Grundlagen teilweise noch nicht erforscht

Der Bau metallgestützter Festoxidbrennstoffzellen ist sehr komplex - verschiedene Komponenten mit ganz unterschiedlichen chemischen Eigenschaften und Aufgaben müssen zusammenspielen. Durch die Einführung des Metallsubstrats musste der komplette Fertigungsprozess neu entwickelt werden, was sich letztlich im Betrieb auch auf das elektrochemische Verhalten der Zellen auswirkt. Viele der einzelnen Prozesse, die in so einer Brennstoffzelle ablaufen, sind heute noch nicht bis ins Detail verstanden. In der Industrie versucht man sie aufgrund von Erfahrungswerten zu optimieren, aber für echte, weitreichende Fortschritte braucht man ein fundamentales Verständnis dieser Vorgänge auf mikroskopischer Skala.

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Das Forschungszentrum Jülich hat langjährige Erfahrung im Bau von Brennstoffzellen. An der TU Wien gibt es sehr weit fortgeschrittenes Know-How über die Untersuchung der verschiedenen chemischen Vorgänge an Elektroden. „Unsere Aufgabe an der TU Wien ist es, die elektrochemischen Grundlagen der in Festoxidbrennstoffzellen ablaufenden Prozesse weiter zu erforschen und neue Elektrodenmaterialien zu entwickeln, sodass die Kollegen in Jülich und die Industriepartner unsere Erkenntnisse nutzen und bessere Brennstoffzellen bauen können“, sagt Opitz.

Christian Doppler Labors: Wissenschaft und Unternehmen

Das Christian-Doppler-Labor für Grenzflächen in metallgestützten elektrochemischen Energiewandlern läuft bereits seit September 2014, nun wurde bei einer Eröffnungsfeier in Jülich der offizielle Startschuss gesetzt. In Christian-Doppler-Labors wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben, hervorragende WissenschafterInnen kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Christian-Doppler-Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das österreichische Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW).

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