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GC/MS zur Trinkwasseranalytik Cyanid – Details zu dem Gift und dessen Nachweis im Wasser

| Autor/ Redakteur: Guido Deußing* / Christian Lüttmann

Cyanid im Trinkwasser? Um Verbraucher zu schützen, muss Trinkwasser turnusmäßig analysiert werden. Lesen Sie, warum Cyanid giftig ist, wo es verwendet wird und wie eine automatisierte Headspace-(HS)-GC/MS-Methode die Aufnahme reproduzierbarer Messwerte beim Nachweis von Cyaniden gewährleistet.

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Abb.1: Eine neue Headspace-GC/MS-Methode ermöglicht den reproduzierbaren Nachweis von Cyanid in Trinkwasser.
Abb.1: Eine neue Headspace-GC/MS-Methode ermöglicht den reproduzierbaren Nachweis von Cyanid in Trinkwasser.
(Grafik: LP; Bild: Gerstel)

Cyanide gehören zu den Chemikalien, die mit besonderer Vorsicht zu behandeln sind. Allein der Kontakt mit Wasser kann aus ihnen das Atemgift Blausäure (Cyanwasserstoff, HCN) freisetzen. Ungeachtet dessen finden Cyanide breite Anwendung, unter anderem in der Metallurgie zur Härtung von Stahl, aber auch bei der Kunststoffherstellung sowie zur Synthese organischer Verbindungen. Grund ist vor allem ihre Fähigkeit, mit vielen organischen Stoffen Verbindungen einzugehen und mit Metallionen stabile Komplexe zu bilden.

Cyanide sind ob ihres Einsatzes auch eine problematische Umweltfracht in industriellen Abwässern. Über Leckagen, etwa in der Gold- und Silbergewinnung, können sie in die Umwelt, in Oberflächen- und Grundwässer gelangen und unsere wichtigsten Trinkwasserspeicher belasten. Zum Schutz der Verbraucher ist Trinkwasser daher turnusmäßig auf Cyanid hin zu untersuchen. Die Bestimmung mittels Headspace-(HS)-GC/MS gewährleistet die Einhaltung gebotener Grenzwerte und sorgt bei geeigneter Automatisierung der Probenvorbereitung für den raschen Erhalt reproduzierbarer Messwerte.