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E10-Sprit

Die Folgen des Einsatzes von E10- bis E100-Benzin analysieren

| Autor / Redakteur: Susanne Rose*, Eike Kleine-Benne* und Michael Seemann* / Marc Platthaus

Abb. 1: Querschnittsbild eines Ecotec-1.4-Liter-Motors von Opel: er veträgt, wie alle aktuellen Opel-Triebwerke, E10-Kraftstoffe problemlos.
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Abb. 1: Querschnittsbild eines Ecotec-1.4-Liter-Motors von Opel: er veträgt, wie alle aktuellen Opel-Triebwerke, E10-Kraftstoffe problemlos. (Bild: Adam Opel AG)

Das Bioethanol im E10 bis E100-Ottokraftstoff kann das Motorenöl verdünnen und damit den Verschleißschutz herabsetzen. Derzeit wird eine Nachweismethode nach DIN entwickelt, die durch ein effizienteres Verfahren zukünftig mit der Headspace-GC konkurrieren könnte.

ln Deutschland wurde 2011 der Ottokraftstoff (Benzin) E10 eingeführt, der einen Anteil von bis zu 10% Bioethanol enthält, daher das Kürzel E10. Die Einführung des neuen Kraftstoffs war begleitet von der Sorge, ob die Automotoren den Ethanol-Zusatz vertragen. Die Sorge war berechtigt, auch angesichts oder trotz der Tatsache, dass man in Schweden ein Benzin tankt, das mit 85% deutlich mehr Ethanol intus hat; in Südamerika werden Autos sogar mit reinem Bioethanol (E100) gefahren.

Der Bioethanol-Zusatz im Ottokraftstoff kann nämlich unter ungünstigen Bedingungen Schäden im Motor verursachen, in der Regel allerdings nur bei Fahrzeugen älterer Bauart, die nicht für den Einsatz von Ethanol-Kraftstoffen ausgelegt sind. Hierzulande sind hingegen neuere Fahrzeuge in der Regel für die Verbrennung von E10-Kraftstoffen geeignet; alle aktuellen Opel-Fahrzeuge jedenfalls vertragen den neuen E10-Kraftstoff problemlos.

Ungeachtet dessen besteht auf Seiten der Fahrzeughersteller die Forderung, Klarheit über den Verbleib des Ethanols im Motorraum zu gewinnen. Ausschlaggebend ist die Flüchtig- und Reaktionsfähigkeit des Ethanols. Dem bestehenden Forschungsbedarf insbesondere bezüglich des Einsatzes größerer Mengen Ethanol in Ottokraftstoff (>E10) zu genügen, haben Autohersteller, Öllaboratorien und Hersteller von Analysengeräten einen Forschungsverbund geschlossen, dessen vorrangiges Ziel es ist, eine DIN-Methode zu entwickeln und zu etablieren, mit der sich Ethanol u.a. in Motoröl sicher und effizient nachweisen lässt.

Forschung tut not

Ein Teil des getankten Kraftstoffs bzw. des Kraftstoffgemisches lässt sich, ungeachtet der Kraftstoffart, stets auch im Motoröl wiederfinden, insbesondere dann, wenn ein Fahrzeug nur für kurze Fahrstrecken genutzt wird bzw. das Motoröl nur selten eine Betriebstemperatur von >70 °C erreicht. Bei dieser Temperatur verdampft Ethanol und verflüchtigt sich aus dem Motoröl.

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