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Laborgebäude intelligent planen Digitale Laborplanung: Zwillingsbau im virtuellen Raum

| Autor / Redakteur: Elisabeth Aberger und Elise Mandat* / Christian Lüttmann

Beim Neu- und Umbau von Laborgebäuden helfen digitale Gebäudemodelle. Sie erleichtern nicht nur Planung und Bau, sondern auch den späteren Betrieb. TÜV Süd erläutert, wie sich Projekte mithilfe von Building Information Modelling (BIM) wirtschaftlicher und verlässlicher umsetzen lassen.

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Abb.1: Virtuelle Realität im Autodesk VR Lab München: Die Personen in der Greenbox „begehen“ das BIM-Modell mittels VR-Brille und begutachten so u.a. Wege und Flächen. Gleichzeitig werden die beiden von außen beraten und geleitet. So können Fachplaner, Nutzer und Sachverständige (hier für Laborabnahme) das Gebäude bereits in der Planung bewerten und optimieren, was die kostenintensive Änderungen in späteren Phasen stark reduziert.
Abb.1: Virtuelle Realität im Autodesk VR Lab München: Die Personen in der Greenbox „begehen“ das BIM-Modell mittels VR-Brille und begutachten so u.a. Wege und Flächen. Gleichzeitig werden die beiden von außen beraten und geleitet. So können Fachplaner, Nutzer und Sachverständige (hier für Laborabnahme) das Gebäude bereits in der Planung bewerten und optimieren, was die kostenintensive Änderungen in späteren Phasen stark reduziert.
(Bild: TÜV Süd)

Der Bau eines Gebäudes ist immer eine Herausforderung. Besonders anspruchsvoll wird es, wenn moderne Laboratorien entstehen sollen – kommen doch zu den verschiedenen Ansprüchen der Laborleiter und Mitarbeiter noch diverse Bauvorschriften hinzu, die alle miteinander vereinbart werden müssen. Um auch große und technisch anspruchsvolle Bauvorhaben effizient und strukturiert durchzuführen, eignet sich das Building Information Modelling, kurz BIM.

Die mit Informationen bestückten Modelle ermöglichen es, Anforderungen der Fachplaner und des Facilitymanagements (FM) bereits in der Planungsphase einzubeziehen und so bösen Überraschungen während des laufenden Projektes vorzubeugen. Als baubegleitende Qualitätskontrolle helfen sie, Konstruktionsfehler zu vermeiden, die sonst erst auf der Baustelle zu Tage treten und dann ad hoc behoben werden müssen. Nicht zuletzt bietet das Gebäudeinformationsmodell eine Datenplattform, auf die alle Beteiligten zugreifen können. Das erleichtert die Zusammenarbeit bspw. verschiedener Gewerke und beschleunigt die Prüfung der Bauplanung. Statt rund vier Wochen gelingt die Planungsprüfung eines Laborgebäudes heute dank BIM in nur zwei Tagen und mit weniger Personal. Bei großen Bauwerken fällt das besonders ins Gewicht, weil die langfristigen Auswirkungen von Material-, Auslegungs- und Flächenparametern bereits in der Planung absehbar sind.