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Damit sind alle kritischen Schritte (Einengung, SPE, IAC, Derivatisierung und GC-Probenaufgabe) unter Kontrolle. In der vorliegenden Methode werden sofort nach der Extraktion für jeden Zielanalyten die jeweils voll 13C-markierten Analogen als interne Standards zum Rohextrakt dosiert. Somit ist mit dieser so genannten Isotopenverdünnungsanalytik ein Optimum an quantitativer Verifizierung gewährleistet und es können selbst schwer kontrollierbare prä- und postchromatographische Matrixeffekte kompensiert werden [4].
Abbildung 2 zeigt das Prinzip der Isotopenverdünnungsanalytik, die darauf beruht, dass sich die gelabelten Toxine als interne Standards physikalisch/chemisch gleich verhalten wie die nativen Analogen. Selbst bei der Kapillar-GC sind die 13C-markierten Analyten (im Gegensatz zu deuterierten Analyten) chromatographisch nicht von den natürlichen zu differenzieren. Das Verhältnis zwischen nativen und markierten Analyten bleibt von der Dotierung bis zur GC/MS völlig gleich, da auch die in der Abbildung übertrieben dargestellten Verluste eine konstante Aufteilung zeigen. Die massenspektrometrische Differenzierung ermöglicht letztlich die Auswertung über dieses Verhältnis. Klassische HPLC-Methoden, selbst mit selektiver Detektion, werden zunehmend durch Multitoxin-Methoden auf Basis der LC/MS/MS (meist Triplequadrupol) verdrängt. Der Multitoxin-Ansatz leidet jedoch unter einem Mangel an universellen Clean-up-Möglichkeiten und infolge dessen an Problemen mit Matrixeffekten. Meist handelt es sich dabei um Signalsuppressionen, die nur mit isotopenmarkierten Zielanalyten wirkungsvoll kompensiert werden können. Die Isotopenverdünnungs-Analytik ist daher sowohl in der GC, als auch in der LC, unbestritten der Königsweg in der massenspektrometrischen Quantifizierung.
Obwohl noch nicht für alle relevanten Toxine vollständig 13C-markierte Analoge zur Verfügung stehen, so sind sie doch schon für viele wichtige Mykotoxine in hoch isotopenangereicherter Form bei LGC Standards erhältlich. Zum Angebot gehören 13C15-DON, 13C17-3Acetyl-DON, 13C34-Fumonisin B1, 13C20-Ochratoxin A und die für diese Arbeit verwendeten 13C24-T-2 Toxin und 13C22-HT-2 Toxin. Sie werden in Certan-Kapillarflaschen als gebrauchsfertige Lösungen vertrieben. Für die Target-analyse hochtoxischer A-Trichothecene sind mit 13C24-T-2 Toxin und 13C22-HT-2 Toxin die jeweils notwendigen internen Standards verfügbar. Als kostengünstige Analyse-Variante biete sich die GC/MS an. Nach einer Empfehlung der EU (2002/657/EC) sind für Mykotoxine („Gruppe B“ in Annex I in 96/23/EC) drei so genannte „Identifizierungspunkte“ (IP) für Bestätigungsanalysen vorgesehen [5].
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