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Sonnenschutz

In-vitro-Bestimmung des UVA-Schutzes von Sonnenschutzmitteln

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Der Sonnenschutzfaktor (SPF, en: sun protection factor) liefert jedoch keine Information über die Stärke des Schutzes gegen UVA-Strahlung. Im Handel werden beispielsweise Produkte mit hohem SPF und sehr geringem UVA-Schutz z.B. SPF 50 mit einem UVA-Schutzfaktor (UVAPF, en: UVA protection factor) von nur etwa 3 bis 4 angeboten. Gemäß der Empfehlung der Europäischen Kommission (2006/647/EG) soll der empfohlene Mindestschutzfaktor gegen UVA-Strahlen etwa 1/3 des Lichtschutzfaktors betragen. Daher wird verstärkt die Forderung erhoben, besser über den UVA-Schutz eines Sonnenschutzproduktes zu informieren.

DIN EN ISO 24443:2012 für die Bestimmung des UVA-Schutzes

Zur Charakterisierung des UVA-Schutzes von Sonnenschutzmitteln werden zunehmend In-vitro-Methoden angewandt. Die Internationale Norm DIN EN ISO 24443:2012, In-vitro-Bestimmung des UVA-Schutzes von Sonnenschutzmitteln, stellt ein solches Verfahren zur Charakterisierung des UVA-Schutzes von Sonnenschutzmitteln dar.

Die Untersuchung des Sonnenschutzmittels beruht auf der Bewertung des UV-Transmissionsgrades eines dünnen Films, einer auf eine aufgeraute Unterlage aufgetragenen Probe eines Sonnenschutzmittels, vor und nach der Exposition durch eine vorgegebene Bestrahlungsdosis aus einer definierten UV-Strahlungsquelle. Die sich ergebenden Daten der spektralen Extinktion haben sich als brauchbare Darstellung der spektralen Breite und Höhe des UVA-Schutzes des zu prüfenden Sonnenschutzmittels erwiesen. Das Verfahren der mathematischen Modellierung wurde empirisch abgeleitet, um den Ergebnissen der In-vivo-Prüfungen am Menschen zu entsprechen.

Arbeitsausschuss für die Normung kosmetischer Mittel

Seit 2009 wird die Normung kosmetischer Mittel im gleichnamigen Arbeitsausschuss national begleitet. Die Mitwirkung deutscher Experten an internationalen und europäischen Normungsarbeiten ermöglicht die Einbindung in ein Netzwerk europäischer und internationaler Normungsaktivitäten, die dem gesundheitlichen Verbraucherschutz dienen. Dabei werden die Arbeitsbereiche Mikrobiologie, Untersuchungsverfahren, Sonnenschutzmittel, Terminologie, GMP, Nanomaterialien und Duftstoffe berücksichtigt.

* M. Grams, D. Kostmann: DIN Deutsches Institut für Normung e.V., 10787 Berlin

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