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Blutspenden Laborautomation für sichere Blutpräparate

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Bei der Herstellung von Blutpräparaten steht für Blutspendedienste die Sicherheit an erster Stelle. Hierbei kommt es auf eine sichere und hochwertige Analytik, respektive Prä- und Postanalytik der Blutproben im Zentrallabor an. Der DRK Blutspendedienst West hat sich jüngst für das hauseigene Zentrallabor in Hagen für eine neue Laborautomationslösung für die Testung der Serologie entschieden.

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Die verschiedenen Cobas-Module der Laborautomation werden über das Cobas Connecting Module (CCM) miteinander verbunden und lassen sich je nach Raumkonzept und Anforderungen des Labors installieren.
Die verschiedenen Cobas-Module der Laborautomation werden über das Cobas Connecting Module (CCM) miteinander verbunden und lassen sich je nach Raumkonzept und Anforderungen des Labors installieren.
(Bild: Roche Diagnostics)

Hagen – Die Prozessschritte in der Prä- und Postanalytik sind vielfältig und zählen – manuell ausgeführt – zu den großen Zeiträubern und Fehlerquellen im Labor. Das weiß auch Priv.-Doz. Dr. Thomas Zeiler, ärztlicher Geschäftsführer des DRK Blutspendienstes West: „Manuelle Arbeitsschritte sind nicht nur fehleranfällig, sie bedeuten auch ein hohes Maß an Komplexität und erfordern viele Ressourcen, die an anderer Stelle besser eingesetzt werden können.“ Von der Roche-Lösung verspricht sich der Geschäftsführer einen automatisierten und somit standardisierten sowie nachvollziehbaren Arbeitsablauf. Vom Probeneingang durch den Schütteingang über die Präanalytik und Analytik bis hin zur Archivierung in der Kühlung wird alles automatisiert ablaufen. Bis zu 27.000 Proben können nach erfolgter Analytik archiviert und dann automatisch für eine Wiederholungsmessung angefordert werden. Der Vorteil liegt für den Geschäftsführer klar auf der Hand: „Wir können nicht nur unsere Prozesse entzerren, sondern neue Standards setzen. Vor allem wenn es um die Rückführung der Proben geht, werden wir eine deutliche Erleichterung in unseren Abläufen spüren“, sagt Zeiler.

Flexible Lösungen für einen effizienten Workflow

„Im gegenwärtigen Umfeld müssen wir zum einen sichere und hochwertige Diagnostik liefern, zum anderen aber auch hocheffizient arbeiten, da der Kostendruck immer weiter zunimmt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir die Flexibilität haben, auch technologische Innovationen jederzeit einbinden zu können, wie zum Beispiel das neue Hochdurchsatzmodul von Roche in der Immunologie“, erklärt Dr. Walter von Horstig, kaufmännischer Geschäftsführer des DRK Blutspendienstes West. Die verschiedenen cobas-Module der Laborautomation werden über das cobas connecting module (CCM) miteinander verbunden und lassen sich je nach Raumkonzept und Anforderungen des Labors installieren. „Wir werden hier ein System haben, welches auf unsere

Bedürfnisse zugeschnitten wurde, so können wir den gesamten Arbeitsprozess noch effizienter gestalten“, betont von Horstig.

Sicherheit durch präzise Testergebnisse

Der DRK Blutspendedienst West testet in seinem Zentrallabor in Hagen täglich 3.000 bis 4.000 Blutproben auf einer Fläche von ca. 800 Quadratmetern. Das bedeutet schon jetzt ein hohes Maß an organisatorischem Aufwand und Präzision. „Unsere Aufgabe ist es, alle entnommenen Blutspenden entsprechend der gesetzlichen Vorschriften und unseren eigenen, darüber hinausgehenden Vorgaben zu untersuchen und bei Unbedenklichkeit der Befunde aus Laborsicht frei zu geben“, erläutert Dr. Volkmar Schottstedt, ärztlicher Direktor des Zentrallabors DRK Blutspendedienst West. Dabei stehe eine sichere Diagnostik der Probe nicht nur für den Empfänger der Blutpräparate sondern auch für den Spender an erster Stelle. „Es erklärt sich daher von selbst, dass wir bei der Überprüfung auf Infektionskrankheiten auf eine besonders hohe analytische Qualität der Teste achten“, betont Schottstedt. Mit Roche habe man einen Partner gefunden, der genau diese Herausforderung bediene: Sensitivität, Spezifität und Stabilität der cobas-Assays führen zu eindeutigen Ergebnissen und die Bearbeitung der Proben erfolgt über die vollautomatisierte Systemlösung. „Wir freuen uns schon sehr auf die hochmoderne, neue Laborautomation hier am Standort“, fasst Schottstedt zusammen.

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