Worldwide China

Dossier Mikroplastik

Mikroplastik – eine stetig wachsende Umweltgefahr

| Redakteur: Marc Platthaus

Winzige Plastikpartikel können der Umwelt schaden – und der Gesundheit von Tier und Mensch.
Winzige Plastikpartikel können der Umwelt schaden – und der Gesundheit von Tier und Mensch. (Bild: Stephan Glinka / BUND)

Kleinste Plastikteile gefährden die Gesundheit von Meeres- und Flussbewohnern. Warum dieses so genannte Mikroplastik auch für unsere Nahrungskette eine Gefahr darstellt, ist derzeit Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte. Unser LP-Dossier Mikroplastik stellt einige Studienergebnisse vor und beleuchtet die Problematik.

Kleinste Plastikpartikel stellen eine gesteigerte Bedrohung in den Gewässern dar. Die Fragmente mit einer Größe unter fünf Millimetern werden als Mikroplastik bezeichnet. Durch Kosmetikprodukte, Zahnpastarückstände oder als Abrieb von Plastikabfällen steigt ihre Anzahl stetig. Ein großer Teil des Mikroplastiks landet irgendwann durch Wind und Regen im Meer, wo es in die Nahrungskette gelangt und schließlich auch beim Menschen auf dem Teller ankommt.

Waren die Ozeane bis vor einigen Jahren das primäre Ziel wissenschaftlicher Untersuchungen zum Thema Mikroplastik, so haben Forscher jetzt auch Binnengewässer und unsere Böden genauer unter die Lupe genommen. Und das Ergebnis ist immer gleich: Mikroplastik scheint überall zu sein. Welche neuen Erkenntnisse über Mikroplastik gefunden werden und welche Strategien Forscher gegen die Ausbreitung von Mikroplastik entwickeln, erfahren Sie in den Beiträgen dieses Dossiers.

Dem Weg der Plastikpartikel auf der Spur sind Forscher von Eawag und ETH Zürich aus der Schweiz. Sie haben eine Methode vorgestellt, mit der sich die Verbreitung von Nanoplastik leichter verfolgen lässt:

Nanoplastik mit Peilsender

Wie viel Plastik entkommt der Kläranlage?

Nanoplastik mit Peilsender

05.02.19 - Winzige Plastikpartikel im Wasserkreislauf sind ein anhaltendes Problem. Ein Schutzmechanismus gegen die Verunreinigung der Gewässer mit Nanoplastik sind Kläranlagen. Doch wie effektiv sind sie beim Herausfiltern der winzigen Fremdkörper? Um das zu untersuchen, haben Forscher aus der Schweiz nun eine neue Methode entwickelt, um den Weg der Partikel leichter nachverfolgen zu können. lesen

Mikroplastik gelangt über den Wasserkreislauf in die Meere. Hier haben Kläranlagen großes Potenzial, denn sie könnten die winzigen Partikel herausfiltern. Zu diesem Zweck haben Fraunhofer Forscher neue Wasserfilter entwickelt:

Mikroplastik: Neuer Wasserfilter soll kleinste Partikel effizient entfernen

Abwasserreinigung

Mikroplastik: Neuer Wasserfilter soll kleinste Partikel effizient entfernen

30.01.19 - Mikroplastik ist Bestandteil vieler Alltagsprodukte oder wird aus ihnen freigesetzt und gelangt so auch in unser Abwasser. Die Partikel wieder herauszufiltern, stellt Abwasserbetriebe indes vor große Herausforderungen. Das soll ein neuer Wasserfilter mit lasergebohrten Löchern künftig ändern. Solch ein Filter hätte sogar das Potenzial auch in Privathaushalten eingesetzt zu werden. lesen

Newsletter Wasser- & Umweltanalytik Sie finden die Artikel in diesem Dossier spannend? Dann bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Themenkanal-Newsletter Wasser- & Umweltanalytik. Melden Sie sich gleich an und wir senden Ihnen kostenfrei die neuesten Forschungsnachrichten und Artikel rund um neue Klärmethoden gegen Mikroplastik, Erkenntnisse zur Verschmutzung der Meere mit Plastik und weitere Nachrichten zum Thema Wasser und Umwelt.

Forscher haben erstmals Mikroplastik in menschlichem Stuhl nachgewiesen. Mehr zu der Untersuchung vom Umweltbundesamt und der Medizinischen Universität Wien finden Sie hier:

Angekommen: Erstmals Mikroplastik im Menschen nachgewiesen

Pilotstudie

Angekommen: Erstmals Mikroplastik im Menschen nachgewiesen

24.10.18 - All jene, die immer noch meinen, die Vermüllung unserer Meere, unserer Gewässer, unserer Umwelt allgemein mit Plastikabfall beträfe sie nicht, müssen sich nun wohl mit Fakten auseinandersetzen, die eine andere Sprache sprechen: Österreichische Forscher haben erstmals Mikroplastik im menschlichen Stuhl nachgewiesen. Und zwar in allen der untersuchten Personen. Über welche Lebensmittel sie das Mikroplastik aufgenommen haben könnten, auch darüber lässt die Studie erste Rückschlüsse zu. lesen

Mikroplastik als Zusatz in Kosmetikprodukten wird oft kritisiert. Doch was genau ist es eigentlich, was in den Cremes und Lotions steckt? Eine Fraunhofer Studie klärt auf:

Was ist Mikroplastik in Kosmetik?

Fraunhofer-Studie

Was ist Mikroplastik in Kosmetik?

11.10.18 - Auch wenn Kosmetikprodukte nicht zu den Hauptverursachern des Mikroplastiks in unseren Gewässern gehören, sind sie eine häufig genannte Quelle für Mikroplastikemissionen. Doch wie wird Mikroplastik in Kosmetikprodukten eingesetzt und welche Stoffe werden verwendet? Im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik dies in einer Studie untersucht. Hier gibt es einen Überblick der Ergebnisse. lesen

Seehamsterflotte, Riesenkamm und schwimmende Röhren – was das mit dem Kampf gegen die Vermüllung der Ozeane zu tun hat, erfahren Sie hier:

Wie räumen wir die größte Müllkippe des Planeten auf?

Drei Projekte zur Reinigung der Meere

Wie räumen wir die größte Müllkippe des Planeten auf?

03.09.18 - Während Sie diesen Satz lesen, landen rund 500 kg Plastik in den Ozeanen. In einem Jahr kommen so geschätzt acht Millionen Tonnen Müll zusammen, die sich in den Weltmeeren anstauen. Dort zerfällt er in immer kleinere Fragmente, die längst als Mikroplastik in die maritimen Nahrungsnetze eingedrungen sind. Selbst wenn der Müllnachschub sofort versiegt, würde es viele Jahrhunderte dauern bis sich die Meere von der Verschmutzung einigermaßen erholen. Wir stellen Ihnen drei Projekte vor, die so lange nicht warten wollen. Sie planen, das Plastik sofort aus dem Wasser zu holen. lesen

Plastikmüll hat oft eine geringere Dichte als Wasser und treibt deshalb auf der Meeresoberfläche. Warum Mikroplastik trotzdem im Wasser versinken kann, wollen Helmholtz-Forscher ergründen:

Mikroplastik auf Tauchgang

Warum Plastikpartikel trotz geringer Dichte im Meer versinken

Mikroplastik auf Tauchgang

30.08.18 - Kristallklares Wasser existiert nur in Urlaubskatalogen. Bei genauer Untersuchung wimmelt es im Ozean von kleinsten Partikeln: aufgewirbelter Sand, abgestorbene Planktonüberreste – und mittlerweile auch Mikroplastik. Forscher des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung haben in einer neuen Studie nun untersucht, warum die kleinen Plastikfragmente nicht ewig auf der Wasseroberfläche treiben, sondern auch in tiefere Wasserschichten absinken. lesen

Wie bunte Kiesel liegen sie auf einem schwarzen Tuch. Doch was auf den ersten Blick schön anzusehen ist, entpuppt sich als großes Umweltproblem. Denn die „Kiesel“ sind in Wahrheit Plastikteilchen, die im Magen eines verendeten Seevogels gefunden wurden. Kieler Forscher haben die Auswirkung von Plastik auf die Meeresökosysteme näher untersucht:

Plastikabfall bis zur Osterinsel

Meeresmüll in entlegensten Regionen

Plastikabfall bis zur Osterinsel

13.08.18 - Plastikmüll in den Ozeanen ist ein globales Problem, das ist längst bekannt. Welche Ausmaße die Verschmutzung der Meere hat, bleibt vom Festland aus oft verborgen. Ein chilenisch-deutsches Wissenschaftlerteam hat nun Proben in entlegenen Meeresregionen genommen und zeigt damit den Umfang der Verschmutzung und den Einfluss auf das marine Ökosystem. lesen

Eine Bestandsaufnahme der Plastikverschmutzung in Gewässern – das ist das Ziel eines Fraunhofer Forschungsprojekts. Welche neue Filtertechnik dabei zum Einsatz kommt, lesen Sie hier:

Erst analysieren, dann agieren

Filtersystem für Mikroplastik

Erst analysieren, dann agieren

03.08.18 - Das Problem ist bekannt: Mikroplastik in Gewässern. Doch das tatsächliche Ausmaß und welche Gegenmaßnahmen den größten Erfolg bringen, ist schwer einzuschätzen. Um zunächst eine solide Datenbasis zu schaffen, haben Forscher des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik ein neues Filtersystem entwickelt. Dies soll die schnelle und einfache Probennahme und -analyse ermöglichen. lesen

Essbare Ackerfolie – zumindest von Mikroben essbar – soll verhindern, dass unnötig Plastik in die Umwelt gelangt. Was genau dahintersteckt, erfahren Sie hier:

Neues Plastik ist verdaulich für Mikroben

Bioabbaubare Folie für Landwirtschaft

Neues Plastik ist verdaulich für Mikroben

26.07.18 - Weiße Mulchfolien liegen wie Leichentücher auf Äckern. Sie sollen Unkraut fern halten und die Erträge erhöhen, können aber auch der Umwelt schaden. Denn Plastikreste gelangen unweigerlich in den Boden. Forscher der ETH Zürich haben nun eine Folie getestet, die umweltverträglich sein soll – weil Bodenmikroben sie einfach auffressen können. lesen

Wie schlimm ist die Mikroplastikverschmutzung der Umwelt wirklich? Eine Konsortialstudie versucht, Antworten auf diese und weitere Fragen zu liefern:

Mikroplastik: Pro Bundesbürger gelangen jedes Jahr vier Kilo in die Umwelt

Konsortialstudie benennt Hauptemittenten

Mikroplastik: Pro Bundesbürger gelangen jedes Jahr vier Kilo in die Umwelt

11.07.18 - Das Thema Plastikmüll und Mikroplastik ist derzeit in Politik, Medien und Öffentlichkeit sehr präsent. Zu Recht. Wie immer helfen für eine sachliche, lösungsorientierte Diskussion Fakten weiter. Die liefert nun eine neue „Konsortialstudie Mikroplastik“, in der Fraunhofer-Forscher den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik zusammengetragen haben. Woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel? Welche Mengen werden jährlich in Deutschland emittiert? Die Studie liefert nun Antworten. lesen

Wie Plastikpartikel sich auf Bakterien im Meer auswirken, untersuchen Forscher der Universität Wien.

Plastik stimuliert Mikroben im Meer

Festmahl für marine Bakterien?

Plastik stimuliert Mikroben im Meer

28.05.18 - Die Belastung der Weltmeere durch Plastik steigt Jahr für Jahr. Nicht nur diese Tatsache stellt eine Gefahr für unsere Umwelt dar. Das Plastik ist auch ein idealer Besiedlungsplatz für Bakterien, wie Wiener Forscher in einer aktuellen Studie festgestellt haben. lesen

Plastikgeschichte im Eis konserviert: Was Forscher aus arktischen Eisbohrkernen über die Verbreitung von Mikroplastik lernen, erfahren Sie in diesem Beitrag:

Rekordkonzentration von Mikroplastik im arktischen Meereis

Was Eisbohrkerne über die Reise der Plastikpartikel verraten

Rekordkonzentration von Mikroplastik im arktischen Meereis

02.05.18 - Plastikmüll ist längst an den entlegensten Orten der Welt angekommen, so auch in der Arktis. Dort fanden Forscher jetzt neue Höchstwerte von zum Teil mehr als 12.000 Mikroplastik-Teilchen pro Liter Meereis. Durch die Untersuchung von Bohrkernen versuchen sie, den Weg des Plastiks zu den verschiedenen Ursprungsorten zurückzuverfolgen. lesen

Entdecken Bakterien Mikroplastik als neuen Lebensraum für sich? Forscher untersuchen Biofilme auf Plastikpartikeln in verschiedenen Umgebungen:

Zusätzliche Gefahr: Mikroplastik als Bakterienherd

Bakterielle Biofilme

Zusätzliche Gefahr: Mikroplastik als Bakterienherd

01.03.18 - Mikroplastik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem globalen Umweltproblem entwickelt. In einem Projekt unter Federführung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde wird nun die Möglichkeit untersucht, ob Mikroplastik auch als Nährboden für Biofilme dienen kann und so zusätzliche Gefahr für unsere Gesundheit bedeutet. lesen

Die Meere verteilen es, doch auch an Land wird Mikroplastik zunehmend zum Problem. Forscher warnen vor der toxischen Wirkung für unsere Böden:

Unterschätzte Gefahr: Mikroplastik an Land schädlicher als in den Meeren?

Mikroplastik in Böden

Unterschätzte Gefahr: Mikroplastik an Land schädlicher als in den Meeren?

05.02.18 - Kleinste Plastikteilchen, so genanntes Mikroplastik, stellen auch für Lebewesen an Land eine Bedrohung dar und könnten dort sogar schädlicher wirken als in Meeren. Forschende vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und Berliner KollegInnen warnen: Die Auswirkungen von Mikroplastik in Böden, Sedimenten und Binnengewässern könnten terrestrische Ökosysteme auf der ganzen Welt dauerhaft negativ beeinflussen. lesen

Des Abfalls (Auf)Lösung? Kompostierbare Biopolymere des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung wurden mit einem Preis ausgezeichnet:

Ausgezeichnet: Abbaubares Hybridpolymer für Lebensmittelverpackungen

Würzburger Forscherin erhält Preis

Ausgezeichnet: Abbaubares Hybridpolymer für Lebensmittelverpackungen

24.01.18 - Am 23. Januar 2018 begann in Davos das Weltwirtschaftsforum. Passend dazu präsentiert die 2016 gegründete New Plastics Economy Initiative der Ellen MacArthur Stiftung die Gewinner der „Circular Materials Challenge“ als Teil ihres Innovationspreises. Eine von fünf ausgezeichneten Ideen geht an das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg für die Entwicklung eines abbaubaren Hybridpolymers, welches als Barriereschicht in Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden kann. lesen

Papier statt Plastik – als Peeling in Kosmetika. Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen forscht an Cellulose-basierten Alternativen zu Plastikpartikeln als sanftes Schleifmittel und Cremes, Zahnpasta und Co:

Cellulose statt Mikroplastik: Biologisch abbaubare Alternative für Kosmetik

Mikroplastik in Hautpflegeprodukten

Cellulose statt Mikroplastik: Biologisch abbaubare Alternative für Kosmetik

18.01.18 - Nach wie vor wird in kosmetischen Pflegeprodukten Mikroplastik eingesetzt, obwohl die umweltschädigenden Folgen hinlänglich bekannt sind. Winzige Mikroplastik-Partikel, die in Peelings und anderen Hautpflegeprodukten als „sanfte Abrasiva“ (Schleifmittel) dienen sollen, gelangen über die Abwassersysteme ins Meer und schließlich in unsere Nahrungskette. In einem Forschungsprojekt hat das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS gemeinsam mit Partnern Materialien getestet, die Mikroplastik in Kosmetikprodukten ersetzen können und biologisch abbaubar sind. Im Fokus: Partikel aus Cellulose. lesen

Wie der Wasserfloh Waschmaschinen umweltfreundlicher machen könnte – Eine junge Forscherin hat Filtertricks der Natur auf die Übertragung in die Technik untersucht:

Forscherin entwickelt bionischen Filter zur Trennung von Mikroplastik

Abwasserbelastung durch Kunststoffpartikel

Forscherin entwickelt bionischen Filter zur Trennung von Mikroplastik

10.01.18 - Der steigende Kunststoffverbrauch und Verluste von Abfall gehen zunehmend mit einer Umweltbelastung durch Mikroplastik einher. In ihrer Masterarbeit hat Leandra Hamann deshalb Lösungen entwickelt, um die Abwasserbelastung durch Kunststoffpartikel kleiner als 5 mm mit bionischen Filtern zu reduzieren. Für diese praxisorientierte Lösung wurde die Mitarbeiterin vom Fraunhofer-Institut Umsicht am 5. Dezember mit dem Alfred-Kärcher-Förderpreis ausgezeichnet. lesen

Fördermittel für eine saubere Umwelt: Mit 35 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Projekte zur Bekämpfung von Plastikmüll. Mehr dazu erfahren Sie hier:

Welche Auswirkungen hat Plastik für die Umwelt?

35 Mio. Euro für BMBF-Forschungsschwerpunkt

Welche Auswirkungen hat Plastik für die Umwelt?

20.10.17 - Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen weltweit pro Jahr in unsere Gewässer. Welche globalen Auswirkung hat dieser Eintrag und wie können diese riesigen Mengen verringert werden? Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat nun 35 Millionen Euro für eine neuen Forschungsschwerpunkt zum Thema Plastik in der Umwelt zur Verfügung gestellt. lesen

Raus aus dem Wasser – wie Kläranlagen winzigen Plastikpartikeln im Wasser den Kampf ansagen:

Mikroplastik in kommunalen Kläranlagen nachhaltig entfernen

Problem erkannt ...

Mikroplastik in kommunalen Kläranlagen nachhaltig entfernen

23.06.17 - Inerte organisch-chemische Stressoren (IOCS), zu denen auch Mikroplastik zählt, können derzeit nicht durch kommunale Kläranlagen zurückgehalten werden, sondern gelangen in den Wasserkreislauf. Nun wurde ein konzeptbasierter Forschungsansatz in eine ganzheitliche Lösung überführt. lesen

Wer an einen Strand auf den Malediven denkt, hat vermutlich weißen Sand und bunte Muscheln vor dem geistigen Auge. Doch auf der fast unbewohnten Insel Vavvaru wird man vor allem Plastikfragmente im Sand finden. Und sie ist nur ein Beispiel für die weltweite Verbreitung von Mikroplastik:

Mikroplastik dringt bis in die entlegensten Winkel der Erde vor

Umweltgefahr Mikroplastik

Mikroplastik dringt bis in die entlegensten Winkel der Erde vor

18.04.17 - Plastikmüll stellt ein immer größer werdendes Problem für die Umwelt dar. Doch bis wohin gelangt unser Zivilisationsmüll? Auf einer Malediven-Insel haben Studierende und Wissenschaftler der Uni Bayreuth nun eine flächendeckende Analyse des Strandes unternommen, mit bedenklichem Ergebnis. lesen

Ins Meer gelangter Plastikmüll überdauert oft hunderte Jahre, bis er vollständig abgebaut ist. Der Abfall von heute wird also noch unsere Kinder und Enkel belasten. Um bei der jungen Generation das Bewusstsein für das Müllproblem zu stärken, haben Experten das Projekt "Plastic School" ins Leben gerufen:

„Plastik im Meer“ – Projekt setzt auf frühe Sensibilisierung von Schülern

Startschuss für die „Plasticschool“

„Plastik im Meer“ – Projekt setzt auf frühe Sensibilisierung von Schülern

23.03.17 - Gigantische Mengen von Plastik verschmutzen die Weltmeere. Ein Problem, das bereits heutige Generationen ganz konkret betrifft: Mikroplastik gelangt in die Nahrungskette, unser Müll also letztlich wieder auf unseren Teller. Ein Erbe, das unsere Kinder und Enkel vermutlich noch in zunehmendem Maße begleiten wird. Genau bei ihnen setzt nun ein Projekt in Mecklenburg-Vorpommern an: Um bereits Schüler für das Thema zu sensibilisieren, stellen Forscher und Pädagogen konkrete Lehrmaterialien bereit. lesen

Mikroplastik ist ein gewaltiges Problem für die Meereswelten. Sind bald auch unsere Böden in Gefahr?

Mikroplastik – nicht nur ein Problem für die Meere

Abfälle aus Kleinstpartikeln

Mikroplastik – nicht nur ein Problem für die Meere

24.02.17 - Fragmentierte Plastikteile aus Abfällen gefährden nicht nur unsere Meere und Gewässer. Mittlerweile warnen Experten auch vor Problemen für unsere Böden. Lesen Sie in diesem Beitrag, woran dies liegt. lesen

Eine große Gefahr durch Mikroplastik liegt auf der Oberflächen der winzigen Partikel: Diese reichert Umweltgifte und Schadstoffe an. Wissenschaftler haben nun gezeigt, dass die Giftkonzentration auf den Partikeln sogar größer ist, als lange vermutet.

Mikroplastik bindet deutlich mehr Schadstoffe als erwartet

Giftiger als vermutet

Mikroplastik bindet deutlich mehr Schadstoffe als erwartet

03.08.16 - Zu alarmierenden Ergebnissen kommt die Untersuchung von Mikroplastik im Sediment von Elbe, Weser, Trave, der Boddengewässer und der Nord- und Ostsee: Mikroplastik bindet deutlich mehr Schad- und Giftstoffe im Sediment als bisher vermutet. Die kleinen Plastikteilchen sind um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment. lesen

AWI-Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass bestimmte Krankheitserreger auf Mikroplastikpartikeln leben können und somit zu deren Verbreitung beitragen könnten:

Krankheitserregende Bakterien als blinde Passagiere?

Mikroplastik

Krankheitserregende Bakterien als blinde Passagiere?

25.07.16 - Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass in Nord- und Ostsee potentiell krankheitserregende Bakterien auftreten. AWI-Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass eine Gruppe dieser Bakterien, sogenannte Vibrionen, auch auf Mikroplastikpartikeln leben können. Sie wollen zukünftig die Rolle der Partikel für die Anreicherung und mögliche Verbreitung dieser Bakterien genauer untersuchen. lesen

Dass Mikroplastik nicht nur Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden gefährdet, sondern auch Speisefische und Pflanzenfresser haben aktuell zwei neue Studien ergeben:

Mikroplastikpartikel in Speisefischen und Pflanzenfressern

Mikroplastik

Mikroplastikpartikel in Speisefischen und Pflanzenfressern

11.01.16 - Mikroplastikpartikel stellen nicht nur für Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden eine Gefahr dar. In zwei neuen Studien zeigen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) jetzt, dass die Mikroplastik auch von Meeresschnecken sowie Nord- und Ostseefischen wie Kabeljau und Makrele gefressen werden. lesen

Ein umfassende Auswertung des Plastikanteils hat ergeben, dass sich im Rhein zwischen Basel und Rotterdam mit die höchsten Konzentrationen von Mikroplastik-Teilchen finden, die bisher in Meereszuflüssen gemessen wurden:

Der Rhein gehört weltweit zu den am stärksten belasteten Strömen

Mikroplastik

Der Rhein gehört weltweit zu den am stärksten belasteten Strömen

08.12.15 - Im Rhein zwischen Basel und Rotterdam finden sich mit die höchsten Konzentrationen von kleinsten – Mikroplastik genannten – Plastikteilen, die bisher in Meereszuflüssen gemessen wurden – am meisten im Ruhrgebiet mit bis zum Vierfachen des Durchschnitts. Damit gehört der Rhein zu den untersuchten Flüssen, die weltweit am stärksten mit Mikroplastik belastet sind. Dies berichten Forschende der Universität Basel, die erstmals in einem großen Meereszufluss den Plastikanteil im Oberflächenwasser ausgewertet haben. lesen

Zur ersten bislang umfassendsten Bestandsaufnahme von Mikroplastik in der Ostsee ist eine Gruppe von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) jetzt gestartet:

Umfassende Bestandsaufnahme von Mikroplastik in der Ostsee

Von Mikroplastik und Mikroben

Umfassende Bestandsaufnahme von Mikroplastik in der Ostsee

18.08.15 - Plastik gelangt in großen Mengen über Abwässer ins Meer und in die maritimen Nahrungsketten. Eine Expedition hat nun die erste umfassende Bestandsaufnahme von Mikroplastik in der Ostsee zum Ziel. lesen

Ein Forschungsteam der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg untersucht derzeit in großen Flüssen und in Küstennähe von Nord- und Ostsee die Konzentration von Schadstoffen im Sediment, die sich an Mikroplastikteilchen angelagert haben:

Giftcocktails im Sediment?

Mikroplastik

Giftcocktails im Sediment?

23.06.15 - Eine Forschergruppe untersucht derzeit auf einer jüngst gestarteten Forschungsreise Mikroplastik als Schadstoffsammler in Flüssen und Küstengewässern. Mikroplastik in Flüssen könnte für Menschen schädlicher sein als bisher angenommen, da insbesondere Mikroplastikteilchen auf ihrem Weg durch Flüsse und Meere weitere Giftstoffe an sich binden, die dann letztendlich über Meerestiere wieder vom Menschen aufgenommen werden könnten. lesen

In einem LP-Interview beschreibt der Biologe Prof. Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth seine Untersuchungsstrategien und warum er glaubt, dass die derzeitigen Mikroplastik-Studien nur teilweise vergleichbar sind:

Die Gefahr lauert auch in Binnengewässern

Mikroplastik

Die Gefahr lauert auch in Binnengewässern

11.02.15 - Prof. Dr. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth untersucht seit mehreren Jahren Gewässer auf den Eintrag von Mikroplastik. Was sagt der Experte zu der Problematik? lesen

Unter anderem nahmen die Wissenschaftler der Universität Bayreuth an der Untersuchung der Mikroplastik-Situation am Gardasee

Studie deckt Gefahr von Plastikmüll im Gardasee auf

Plastikmüll

Studie deckt Gefahr von Plastikmüll im Gardasee auf

25.10.13 - Aktuelle Studien gehen davon aus, das in jedem Quadratkilometer Meer heute bis zu 46.000 Teile Plastikmüll schwimmen Das die Gefahr der Verschmutzung aber auch bei Süßwasserseen besteht, haben deutsche Wissenschaftler jetzt untersucht. Die Forscher haben am Gardasee eine Vielzahl von teils giftigen Plastikteilen entdeckt. lesen

und an einer groß angelegten Studie der Umweltministerien von Bayern und Baden-Württemberg teil:

Mikroplastik in süddeutschen Flüssen und Seen

Kunststoffpartikel

Mikroplastik in süddeutschen Flüssen und Seen

21.08.14 - Weltweit haben Forschungsarbeiten gezeigt, dass Ökosysteme im Meer oder an den Stränden teilweise erheblich durch kleine Kunststoffpartikel verunreinigt sind. Neue Forschungsprojekte der Universität Bayreuth in Kooperation mit den Umweltministerien Bayerns und Baden-Württembergs sollen nun klären helfen, wie stark Flüsse und Seen in Süddeutschland durch Mikroplastik kontaminiert sind und welche Risiken sich daraus ergeben. lesen

Neben der Erkenntnis der Mikroplastik-Problematik ist aber auch eine effiziente Analytik solcher Substanzen wünschenswert. Wissenschaftler der Universitäten Osnabrück und Darmstadt haben eine Pyrolyse-GC/MS-Methode entwickelt, mit der dies gelingt:

Mikroplastik in marinen Proben wirksam untersuchen

Plastikmüll

Mikroplastik in marinen Proben wirksam untersuchen

12.02.15 - Um eine Vorstellung von Art und Ausmaß der Belastung der Umwelt mit Plastikmüll insbesondere der Belastung mit Mikroplastik zu bekommen, soll die Wissenschaft helfen, Fakten zu schaffen. Die Pyrolyse-GC/MS könnte bei der Charakterisierung bedenklicher Mikroplastikpartikel hilfreich sein. lesen

Um die Gefahren des Mikroplastik näher zu charakterisieren, wurde ein groß angelegtes Forschungsprojekt gestartet, das u.a. klären soll, ob über das Mikroplastik auch pathogene Keime übertragen werden können:

Krankheitserreger Huckepack? Gefährdungspotenzial von Mikroplastik

Mikroplastik

Krankheitserreger Huckepack? Gefährdungspotenzial von Mikroplastik

28.04.14 - Ist Mikroplastik im Meer das ideale Verbreitungsmedium für pathogene Keime wie zum Beispiel Vibrionen? Ein zwölf Institute umfassendes Konsortium unter Leitung des Warnemünder Umweltmikrobiologen Matthias Labrenz wird dieser Frage in den nächsten drei Jahren nachgehen. lesen

Und auch das BMBF hat nun mit zehn EU-Staaten ein Forschungsprogramm zu Mikroplastik in marinen Systemen gestartet, mit dem u.a. eine einheitliche Messmethodik entwickelt werden soll, um wissenschaftliche Untersuchungen besser vergleichen zu können:

Meere vor Plastikmüll schützen

Mikroplastik

Meere vor Plastikmüll schützen

26.02.15 - Das BMBF startet mit zehn EU-Staaten ein Forschungsprogramm zu Mikroplastik in marinen Systemen. Mit der Pilotmaßnahme soll eine einheitliche Messmethodik entwickelt werden, um wissenschaftliche Untersuchungen besser vergleichen zu können. lesen

Aber nicht nur für die marinen Bewohner stellt das Mikroplastik ein Problem dar. Auch Klärwerke haben mit den kleinen Partikeln zu kämpfen. Hier gibt es aber schon mehrere Ansätze, um diesen Problem Herr zu werden:

Mikroplastik überfordert Kläranlagen und ruft Forscher auf den Plan

Abwasserreinigung

Mikroplastik überfordert Kläranlagen und ruft Forscher auf den Plan

10.02.15 - Ob aus Duschgels, Zahnpasta oder Peeling-Cremes – winzige Polymerteilchen geraten ins Abwasser und werden zum Problem. Selbst eine aufwändige Schlussfiltration separiert die Partikel nur teilweise. Die Industrie bietet bereits Alternativen an – und immer mehr Kosmetikahersteller kündigen an, auf Mikroplastik zu verzichten. lesen

Für das in Pflegeprodukten eingesetzte Mikroplastik sind aber bereits Alternativen entwickelt worden:

Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastik

Kosmetikprodukte

Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastik

18.06.14 - Mikroplastik ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Abrasionspartikel in der Zahnpasta sind nur ein Beispiel für die unterschiedlichsten Anwendungen von Mikroplastik in der Kosmetikindustrie. Doch das Material steht seit einiger Zeit in der Kritik, da es sich in der Umwelt ansammelt und häufig Schadstoffe aufnimmt, die über Umwege auch in den menschlichen Körper gelangen können. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43212330 / Wasser- & Umweltanalytik)