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Photobioreaktor Mit Moos viel los – neues Konti-Verfahren für Biopharmazeutika

| Redakteur: Jörg Kempf

Wissenschaftler und Ingenieure des Unternehmens Greenovation Biotech entwickeln einen neuen kontinuierlichen Produktionsprozess für Biopharmazeutika. Das Verfahren basiert auf Bryotechnologie, Greenovations eigener Moos-basierter Produktionstechnologie.

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Greenovation hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktion von hoch effizienten Glykoproteinen für die Behandlung von seltenen Erkrankungen zu optimieren.
Greenovation hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktion von hoch effizienten Glykoproteinen für die Behandlung von seltenen Erkrankungen zu optimieren.
(Bild: Greenovation )

Freiburg – Das Unternehmen hat das neue System bereits erfolgreich in Reaktoren kleinen Maßstabs angewendet. Die hierbei gewonnenen Daten liefern wertvolle Informationen für ein Scale-up und die kontinuierliche Produktion mit Moos unter GMP-Bedingungen.

Derzeit wird das kontinuierliche Verfahren in einem 3,5-Liter-Rührkesselreaktor entwickelt. Eine gleichmäßige Rate für den Medienaustausch ermöglicht dabei die kontinuierliche Produkternte. Die dadurch konstante Zelldichte garantiere eine optimale Ausleuchtung des Photobioreaktors, wodurch sich die Produktivität jeder einzelnen Zelle verbessere, erläutern die Entwickler.

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Der Prozess läuft bereits über vier Wochen stabil, längere Zeiträume sind denkbar. Weitere Versuchen sollen den Einfluss der Prozessparameter auf die Produktqualität untersuchen. Die Wissenschaftler wollen dadurch ein besseres Verständnis über kritische Rahmenbedingungen gewinnen.

„Kontinuierliche Prozesse haben eine Reihe von Vorteilen für die biopharmazeutische Produktion“, sagt Dr. Thomas Frischmuth, Geschäftsführer der Greenovation. „Sie können Zeit und Geld sparen und ermöglichen damit unseren Kunden eine kürzere Zeit um ihre Produkte auf den Markt zu bringen. Kontinuierliche Produktionsprozesse erlauben die konstante Ernte und sofortige Verarbeitung von Biopharmazeutika. Das ist eine ideale Lösung für instabile Moleküle, deren Qualität in der chargenorientierten Produktion beeinträchtigt werden könnte.“

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