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Dynamische Lichtstreuung

Mittels Dynamischer Lichtstreuung Aggregate von therapeutischen Proteinen aufspüren

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Überdies erlaubt die Software verschiedene Fitmethoden wie Starttemperatur und Wendepunktbestimmung, die beide automatisch arbeiten. Die Methode „linear“ ermöglicht eine manuelle Auswertung.

Abbildung 5 zeigt eine solche Messung – wiederum an der Reaktion einer Antikörperlösung auf den Anstieg der Temperatur. Dabei ist ein besonderer Effekt zu erkennen: In dem Bereich kurz vor Erreichen des Schmelzpunktes nimmt das Molekülgewicht offenbar ab. Wie kommt dies zustande? Die Erklärung ist in diesem Falle einfach: Die Lösung muss bereits bei Raumtemperatur einen deutlichen Anteil an Oligomeren besessen haben. Mit Erhöhung der Temperatur dissoziierten diese dann nach und nach, sodass sich diese „thermische Spaltung“ in einem Abnehmen der Molekulargewichte widerspiegelte. Mit Erreichen des Schmelzpunktes kehrte sich dieser Effekt aber um und zwei andere Vorgänge dominierten: Die Proteinstruktur brach zusammen und vergrößerte den gemessenen Radius (grün). Die schnell fortschreitende Aggregation trug ihrerseits zur Radiuserhöhung bei und sorgte außerdem für das Ansteigen des Molekulargewichts (blau).

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Insgesamt gewinnt man durch die Daten aus DLS und SLS umfassende Einblicke sowohl in die statischen Verhältnisse als auch in die dynamischen Prozesse, die in einer Lösung von Makromolekülen ablaufen. Sie gehen aus der kombinierten Betrachtung aller relevanten Parameter hervor.

* Dr. T. Jocks: Wyatt Technology Europe GmbH, 56307 Dernbach

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