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Allergien

Neuer Weg zur Unterdrückung von Allergien

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„Umprogrammierung“ des Enzyms

Romy Walser dokumentierte darauf die Kopplung des IgE-Rezeptors an die PI3K-gamma. Bisher wurde die PI3K-gamma nur mit G-Protein-gekoppelten Rezeptoren in Verbindung gebracht. In Mastzellen mit IgE- und Antigen-Exposition führt die Aggregation der IgE-Rezeptoren zu einem Anstieg der intrazellulären Kalziumionen (Ca2+), wodurch das Enzym Protein-Kinase C (PKC-beta) aktiviert wird. PKC-beta bringt dann einen Phosphatrest auf die PI3K-gamma, der wie ein molekularer Schalter wirkt. Die PI3K-gamma ist jetzt aktiv, kann aber nicht mehr durch G-Protein-gekoppelte Rezeptoren kontrolliert werden.

Wymann und seine Mitarbeiter hatten bereits früher gezeigt, dass die Hemmung von PI3K-gamma in chronischen Entzündungsmodellen, kardiovaskulären Prozessen und sogar bei der Einlagerung überschüssiger Kalorien ins Fettgewebe eine wichtige Rolle spielt. Die neu entdeckten Aktivierungsmechanismen für PI3K-gamma zeigen damit Wege auf, wie man die Lipidkinase langfristig zellspezifisch angreifen kann.

Originalpublikationen: Collmann et al., Transient targeting of phosphoinositide 3-kinase acts as a roadblock in mast cells' route to allergy, J. Allergy Clin. Immunol. 2013 May 14, doi:pii: S0091-6749(13)00428-4.10.1016/j.jaci.2013.03.008.

Walser et al., PKC? Phosphorylates PI3K-gamma to Activate It and Release It from GPCR Control, PLOS Biol 11(6): e1001587. doi:10.1371/journal.pbio.1001587 xx

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