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Software & LIMS Area auf der Labvolution

Ohne Software geht nichts mehr im Labor

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Digitalisierung und Vernetzung: Diese beiden Trendthemen wird man an vielen Stellen der Labvolution finden, sei es in der Sonderschau Smartlab oder aber auch dem Vortagsprogramm des Lab User Dialogues. Vor allem aber die Software & LIMS Area widmet sich diesem Thema: Von 10:30 bis 16:00 Uhr finden an jedem Messetag kurze Präsentationen zu Standards in der Digitalisierung, Labor-Workflows oder dem Materialmanagement statt. Mehr zum Programm erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Software im Labor ist einer der wichtigsten Treiber für eine effiziente Forschung und Entwicklung.
Software im Labor ist einer der wichtigsten Treiber für eine effiziente Forschung und Entwicklung.
(Bild: ©angellodeco - stock.adobe.com)

Würzburg, Hannover – Egal, ob man mit Anwendern oder Herstellern spreche – die Antwort klingt überall ähnlich: „Ohne optimale Software geht im Labor nichts mehr.“ Die Software – Gerätesteuersoftware oder ein Laborinformations- und Managementsystem – bilden das Rückgrat jeder Laborinfrastruktur und ermögichen in vielen Fällen erst die effiziente Laborarbeit. Dies wird auf der Labvolution an vielen Stellen abgebildet, vom Smartlab über die Konferenzen bis zum Lab User Dialogue.

Und auch am LP-Stand (Halle 19/20, Stand E71) geht es um Digitalisierung und Software: Hier findet an allen drei Messtagen auch das Vortragsprogramm der LIMS- und Software-Area statt. Verschiedene Software-Hersteller zeigen in 15-minütigen Präsentationen, wie z.B. eine erfolgreiche LIMS-Implementierung gelingt oder wie ein LIMS bei der Bilderkennung helfen kann. Der Besuch ist für alle Labvolution-Besucher kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erfoderlich.

Tabelle 1: Das Programm der Software & LIMS Area mit den Zeiten der einzelnen Vorträge.
Tabelle 1: Das Programm der Software & LIMS Area mit den Zeiten der einzelnen Vorträge.
(Bild: LABORPRAXIS)

Was sich hinter den einzelnen Themen verbirgt erfahren Sie im Folgenden.

Die Themen der Software & LIMS Area

  • Ohne Standards keine „Digitale Transformation im Labor“ (Wega, 10:00 bis 10:20 Uhr): Alle reden von "Digitaler Transformation", viele Hersteller benutzen Buzz-Words wie Internet der Dinge (IoT), Smart Lab, Connected Lab. Aber nur selten wird dabei daran gedacht, dass diese Art der Vernetzung stabile Daten- und Kommunikationsstandards benötigt. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über Standardisierungsorganisationen, den aktuellen Stand und berichtet über verschiedene Organisationen und Standards (SiLA, AnIML, Pistoia Alliance, OPC Foundation, Allotrope Foundation, Open Connectivity Foundation usw.). Dieser Vortrag gibt einen Überblick über Standardisierungsorganisationen, den aktuellen Stand und berichtet über verschiedene Organisationen und Standards (SiLA, AnIML (NIST), Pistoia Alliance, OPC Foundation, Allotrope Foundation, Open Connectivity Foundation, etc.)
  • Materialmanagement analysiert – versteckte Zeit- und Kostenfallen im Labor ausschalten (T&P, 10:30 bis 10:50 Uhr): Die Bearbeitung von Proben ist ein Kernprozess – in jedem Labor hängen damit aber auch logistische Prozesse zusammen, die Ressourcen binden und aufwendig bearbeitet und dokumentiert werden. Wir haben als LIMS-Hersteller genau diese Prozesse bei verschiedenen Kunden analysiert. In enger Zusammenarbeit mit den Anwendern und dem Labormanagement wurden Erweiterungen entwickelt, die sowohl Datenpflege als auch Dokumentation deutlich erleichtern und den Prozessablauf effizienter steuern. Im Vortrag erfahren Sie, anhand von Beispielen aus der Praxis, wie wir diese Abläufe in lisa.lims integrieren, welche Vorteile daraus für Ihre tägliche Arbeit resultieren können und welche wichtige Rolle mobile Endgeräte generell spielen können.
  • Mehr zu Labor-Workflows (Dorner IT, 11:00 bis 11:20 Uhr): Was haben Rechts-/Sportmedizininstitute, Chemie- und Mikrobiologie-/Hygienelabore und med. Speziallabore wie Stammzellen, Leukämie, Genetik, Toxikologie, etc. gemeinsam? Spezialgeräte, -software, individuelle Prozesse, Kommunikation, Abrechnung, Statistik, etc. Im Zentrum des Labors laufen die Fäden zusammen. Hier erfahren Sie mehr über die LIMS-Auswahl, von der Standardlösung bis zu Sonderwünschen.
  • Das vernetzte Labor in der SAP Leonardo IoT Cloud Platform (Icd, 11:30 bis 11:50 Uhr): Möchten Sie Ihre Daten aus Produktion und Labor miteinander vernetzen und dabei neue Auswertungs- und Steuerungsmöglichkeiten kennenlernen? Dann ist dieIoT-Anwendung Connected Lab die passende Lösung für Ihr Unternehmen. Durch Erweiterung der LABS/QM Schnittstelle um SAP Leonardo IoT können die Labordaten in beliebigem Umfang auf der IoT-Plattform abgelegt werden. Mit SAP Analytics sind mit diesen Daten labor- und standortübergreifend komplexe Analysen möglich. Sind Produktionsdaten vorhanden, ist es möglich, Produktions- und Labordaten zu korrelieren. Die integrierte Betrachtung und Auswertung von Qualitäts- und Produktionsdaten ist ein wesentliches Element von Industrie 4.0. In diesem Vortrag erfahren Sie an einem Prototyp, wie Sie Daten aus Produktion und Labor in die IOT Umgebung integrieren können.
  • Eine neue LIMS-Generation – intelligente und assistierende Systeme an praktischen Anwendungsbeispielen (Abbott, 14:00 bis 14:20 Uhr): Es werden u.a. flexibel konfigurierbare Tools wie das LES (Lab Execution System) vorgestellt. Der Prototyp der LES-Lösung von Abbott Informatics ist ein hochflexibles und einfach zu bedienendes System, das es Anwendern ermöglicht, ihre Laborabläufe bis zu einem beliebigen Detailgrad zu dokumentieren. Basierend auf einem hochflexiblen Konfigurationstool generiert das LES Touchscreen-optimierte Eingabebildschirme, die direkt im Labor auf Tablets oder Kiosken verwendet werden können. Diese Lösung wurde entwickelt, um Ihnen zu helfen, ein papierloses Labor zu betreiben und damit die Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit zu verbessern.
  • Erfolgreiche LIMS-Projekte – Einführung mit agilen Softwareprojekten (Dialog EDV, 14:30 bis 14:50 Uhr): Eine LIMS-Einführung ist häufig ein umfangreiches Softwareprojekt, in dem die klassischen Projektschritte Workshop+Anforderungsanalyse, Pflichtenhefterstellung, Umsetzung, Testphase, Pilotbetrieb und Schulung aufeinander folgen. Aber auch LIMS-Projekte lassen sich agil gestalten! Die Vorteile sind schnell überzeugend: Viele individuelle Anpassungen können vermieden werden und große Teile der Standardsoftware werden optimal genutzt. Die einzuführende Software ist schnell im produktiven Einsatz – abteilungsweise oder im gesamten Unternehmen. Ein regelmäßiger Austausch und eine intensive Betreuung durch den Anbieter stellen sicher, dass die individuellen Laborabläufe strukturiert berücksichtigt werden. Agile Projekte ermöglichen eine kostengünstigere Einführung von Software bei gleichzeitig frühzeitiger produktiver Nutzbarkeit. Lassen Sie sich von unserer umfangreichen Projekterfahrung überzeugen.
  • Datenmanagement und Konnektivität im Labor der Zukunft (BSSN, 15:00 bis 15:20 Uhr): Im Rahmen des Labors der Zukunft werden die Themen Konnektivität und Standardisierung immer wichtiger. Organisationen wollen ihre Daten auf neue Weise nutzen und auswerten. Cloudtechnologie, Machine Learning und künstliche Intelligenz halten im Labor Einzug. Um solche Initiativen zu ermöglichen, ist ein nahtloser Datenfluss zwischen den verschiedenen Laborsystemen erforderlich. Hierzu zählt auch die Integration von Geräten mit LIMS und ELN. Dieser Vortrag präsentiert einen ganzheitlichen Ansatz, basierend auf dem AnIML-Datenstandard und dem SiLA 2-Kommunikationsprotokoll, um eine solche Infrastruktur zu etablieren.
  • Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (Maqsima 15:30 bis 16:00 Uhr, Hinweis nur Mttwoch und Donnerstag): Bilder zur Identifizierung von Objekten sind zweifellos populär: Eine Hürde im Alltag ist allerdings die automatische Verlinkung in der ERP-Software. PicWatch-Server erlaubt eine automatische Erkennung von Pixelcodes in Bildern. Hierüber kann eine ERP Software oder ein LIMS automatisch einen Link in der Datenbank setzen. Bar- und Pixelcodes werden von jeder ERP-Software zur Identifizierung von Objekten verwendet. Ein automatisch dazu verlinktes Bild in der ERP- oder LIMS-Datenbank wäre nützlich, denn es erlaubt eine eindeutige Identifizierung, eine Dokumentation von Transportschäden und vermeidet Verwechselungen. Digitalkameras liefern in Sekundenschnelle dokumentationstaugliche Bilder. Ein LIMS muss nach der automatischen Übertragung allerdings die Bilddatei korrekt erkennen und verlinken können. Aber wie? Der Barcode im Bild wurde vom LIMS vergeben. Das Bild könnte also über diesen Barcode zugeordnet werden.

Sind Sie fündig geworden? Dann kommen Sie zur Software & LIMS Area in Halle 19/20, Stand E71 auf der Labvolution vom 21. bis 23. Mai in Hannover.

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