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HPLC-Event Rundum gelungen – LABORPRAXIS veranstaltete ersten HPLC-Praxistag

| Autor/ Redakteur: Ilka Ottleben und Marc Platthaus* / Dr. Ilka Ottleben

In kaum einem Labor rund um den Globus fehlt sie als analytische Technik – die Flüssigchromatographie. Grund genug für die LABORPRAXIS im April in Würzburg erstmals den HPLC-Praxistag durchzuführen. Was hat die Teilnehmer am meisten beschäftigt?

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Abb. 1: Rund 70 Teilnehmer trafen sich Ende April in Würzburg zum ersten HPLC-Praxistag.
Abb. 1: Rund 70 Teilnehmer trafen sich Ende April in Würzburg zum ersten HPLC-Praxistag.
(Bild: LABORPRAXIS)

Kleine Moleküle aber auch Makromoleküle, Biopolymere und Proteine, Kontaminanten oder kritische Substanzen ebenso wie essenzielle Produktbestandteile – die Liste der Stoffe, die sich mit flüssigchromatographischen Methoden nachweisen lassen, ist schier endlos. Und die Bandbreite der Anwendungen steht dem in nichts nach: Pharma-, Lebensmittel- oder Wasser- und Umweltanalytik – sie alle bedienen sich auch der Hochdruckflüssigchromatographie (HPLC), um Substanzen im Rahmen der Analytik, Forschung & Entwicklung oder Qualitätskontrolle zu analysieren. Und damit nicht genug: Die Bandbreite der Anwendungen bedingt zudem eine sehr hohe Diversität unterschiedlicher Probenmatrices – von tendenziell hochreinen Proben in der pharmazeutischen Qualitätskontrolle bis hin zu komplexen Proben wie beispielsweise Kosmetika-, Getränke- oder Umweltproben. Die zu analysierende Substanz kann zudem hoch konzentriert oder nur in Spuren in der Probe vorhanden sein.

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Die enorm hohe Bandbreite an Applikationen ist ein großer Vorteil der Hochdruckflüssigchromatographie, macht es aber auch nötig, die HPLC-Anlage genau auf die geforderte Trennproblematik einzustellen. Und hier beginnen die Schwierigkeiten: Wo ist die richtige Stelle, um die Trennung zu optimieren? Reicht es, eine Säule auszutauschen oder muss das gesamte Trennproblem durch eine umfassende Methodenentwicklung neu angegangen werden? Im Gegensatz zur Gaschromatographie gibt es bei der HPLC zahlreiche Parameter, die angepasst werden können. Ein HPLC-Trennproblem sollte daher immer ganzheitlich betrachtet werden.

Ganzheitlichkeit der HPLC als Herausforderung?

Der Herausforderung, diese Ganzheitlichkeit in einem kompakten, eintägigen Veranstaltungsformat abzubilden, hat sich LABORPRAXIS nun gestellt und Ende April in Würzburg den ersten HPLC-Praxistag veranstaltet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund 70 Teilnehmer fanden hier ein Forum, um sich praxisnah über unterschiedlichste Methoden und Anwendungen der HPLC, aktuelle Trends und Entwicklungen zu informieren und auszutauschen. Ein kompaktes Vortragsprogramm verbunden mit einer begleitenden Fachausstellung bot hierzu den passenden Rahmen.

Dass auch die universitäre Forschung mitunter sehr konkret anwendungsrelevante Themen aufgreift, zeigte gleich der erste Vortrag des Vormittags. Marvin Birka, Doktorand am Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, veranschaulichte dabei, wie sich mithilfe der hydrophilen Interaktionsflüssigchromatographie (HILIC) und einer anschließenden Detektion mit der induktiv gekoppelten Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS) Kontrastmittel aus medizinischen MRT-Untersuchungen in der aquatischen Umwelt und in biologischen Proben nachweisen lassen. Im Speziellen hat sich Birka dabei der Gadolinium (Gd)-basierten Kontrastmittel angenommen. Sie weisen eine hohe Stabilität auf, werden vom Patienten in der Regel schnell ausgeschieden, woraus allerdings ein Eintrag der Kontrastmittel in die Umwelt resultiert. Zudem können bestimmte Kontrastmittel in Patienten mit Niereninsuffizienz zu schwerwiegenden Komplikationen führen, was einen Nachweis auch in biologischen Proben notwendig macht.

Im Anschluss daran stieg Dr. Hans-Werner Bilke, LC-Pharm-RP-HPLC Expert Service Brannenburg in die „Tiefen“ der Methodenentwicklung ein. In seinem Vortrag vermittelte er grundlegendes Wissen zur Anwendung von „Analytical Quality by Design“ (AQbD) als ein modernes analytisches Konzept zur qualitativ hochwertigen, robusten und effizienten Entwicklung bzw. Überarbeitung einer HPLC-Methode.

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