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LC/TOF-MS Schnell und sicher Schadstoffrückstände in Lebensmitteln nachweisen

| Autor / Redakteur: Jeffrey S. Patrick*, Kevin Siek* und Jürgen Wendt* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Wer die Qualität von Lebensmitteln sicherstellen will, braucht eine leistungsstarke Analytik. Eine wichtige Rolle bei der Analyse von Schadstoffbelastungen in Lebensmitteln spielt die HPLC in Verbindung mit der hochauflösenden TOF-MS.

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Abb.1: Das Citius LC-HRT-System zum schnellen Nachweis von Schadstoffen in Lebensmitteln. (Bild: Leco)
Abb.1: Das Citius LC-HRT-System zum schnellen Nachweis von Schadstoffen in Lebensmitteln. (Bild: Leco)

In den Auslagen von Fachmärkten und Discountern findet der Verbraucher ganzjährig ein wohlsortiertes Sortiment an Lebensmitteln aus allen Herren Ländern: In Zeiten globalisierter Märkte kennt der Handel eben weder saisonale noch geographische Grenzen. Nutznießer sind die Verbraucher, die sich über das reichhaltige Angebot freuen können, und die Unternehmen, die den weltweiten Warenstrom im Gang halten und gutes Geld damit verdienen. Es partizipieren allerdings auch Hersteller und Erzeuger u.a. in Drittstaaten, die – der Globalisierung sei Dank – Produkte und Erzeugnisse nicht nur auf ihren oftmals nur finanzschwachen regionalen Märkten anbieten müssen. Der Handel mit den Ländern der Europäischen Union etwa erweist sich wiederum als überaus lukrativ, und die hiesige Nachfrage nach „exotischen Produkten“ stimuliert das Angebot. In diesem Kontext gesehen, wundert es wenig, warum an Europas Grenzen immer wieder Lebensmittel aus dem nichteuropäischen Ausland auffallen, die für den Import bestimmt sind, in puncto Sicherheit und Qualität aber in keiner Weise europäischen Vorgaben entsprechen.

Lebensmittelkontrolleure – Skandale pflastern ihren Weg

Lebensmittelkontrolleure stoßen nicht allein im grenzüberschreitenden Warenverkehr auf verdorbene, kontaminierte oder gesundheitsschädliche Produkte, sondern auch bei ihren Prüfungen hierzulande, sprich: auf innereuropäischer Ebene. Zu Schlagzeilen haben es manche Lebens- und Futtermittelskandale der letzten Jahre gebracht: Gammelfleisch in Dönerbunden; Ehec-Erreger in Salat; Dioxin in Fett und Bio-Fleisch. Das tatsächliche Ausmaß aber macht ein Besuch des Internetportals des „Europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel“ (RASFF) deutlich, dessen Kontaktstelle beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angesiedelt ist. Tagtäglich laufen hier Meldungen über Verstöße gegen das Lebensmittelrecht auf: Salmonellen in Chilipulver aus Indien; Aflatoxine in Pistazien aus dem Iran; DSP-Toxine in Miesmuscheln aus Italien; Noroviren in einem Früchtemix aus Serbien; Orchatoxin A (Pilz) in Kräutern aus Ghana; Dimethoat (Insektizid) in Paprika aus Spanien; die Liste wird von Tag zu Tag länger.

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Schnelles Screening von Schadstoffen

Es mag Fälle geben, in denen man einem mit „Schadstoffen“ kontaminiertem Lebensmittel das für den Konsumenten anhaftende Gefährdungspotenzial ansehen kann, etwa bei Schimmelpilzbefall. Die Regel sieht aber anders aus: Um einen möglichen Verdacht zu erhärten, reichen die Sinne des Menschen meist nicht; vielmehr braucht es präzise und robuste instrumentelle Analysenmethoden, die in der Lage sind, gerichtsfeste Messwerte zu liefern – und das möglichst schnell. Ein Handicap der Lebensmittelkontrollbehörden stellt nämlich der Faktor Zeit dar, vor allem bei der Überprüfung frischer tierischer und pflanzlicher Erzeugnisse, die leicht verderblich sind. Um den Verkehrsfluss einwandfreier Ware nicht unnötig aufzuhalten, muss die Frage nach einer möglichen Kontamination rasch geklärt werden. Wie aber lässt sich das in gebotener Kürze realisieren? Um in kürzester Zeit wichtige Anhaltspunkte über mögliche Kontaminationen zu erhalten, bedarf es eines mehr oder weniger umfangreichen Probenscreenings. Dazu werden schon seit längerer Zeit verstärkt sowohl GC-als auch LC-Systeme in Verbindung mit Time-of-Flight-Massenspektrometern (TOF-MS) eingesetzt. TOF-MS-Systeme bieten gegenüber herkömmlichen Massenanalysatoren einige Mehrwerte: Methoden lassen sich leicht erstellen, geringe Analysenzeiten bei einer gleichzeitig hohen Datenaufnahmerate sowie die Aufnahme von Fullscan-Spektren mit Angabe (Information) akkurater Massen.

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