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Aus der Erfahrung mit gentechnisch modifizierten Moskitos Synthetische Biologie für die Herstellung von Isobutanol

| Redakteur: Alexander Stark

Interxon Energy sucht nach neuen Möglichkeiten, Verfahren aus der synthetischen Biologie in Raffinerieprozessen einzusetzen, berichtet das Nachrichtenportal Downstream Today.

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(Source: Intrexon )

San Francisco/USA – Oxitec, ein Tochterunternehmen von Intrexon, arbeitet bereits seit mehr als einem Jahrzehnt im Bereich der Bekämpfung von Aedes Aegypti . Hierfür entwickelt das Unternehmen Methoden, die in der Natur vorkommenden Populationen dieser gefährlichen Moskitoart mit "freundlichen" Aedes-Männchen zu verringern, die nicht stechen und keine Krankheiten übertragen. Sind die männlichen Stechmücken freigesetzt, machen sie sich auf die Suche nach einem Weibchen für die Paarung. Der aus einer solchen Verbindung stammende Nachwuchs verfügt über ein Gen, das dafür sorgt, dass sie vor dem Erreichen der Geschlechtsreife sterben. Durch einen fluoreszierenden Marker im Erbmaterial, lässt sich dieser Nachwuchs im Labor leicht identifizieren.

"Synthetische Biologie oder Gentechnik sind unser Hauptarbeitsgebiet. Wir bieten damit Lösungen für einige der drängendsten Probleme auf der Welt – von der Krankheitsbekämpfung über die Lebensmittelproduktion bis hin zur Energiegewinnung", erklärt Bob Walsh, Senior Vice President von Intrexon Energy gegenüber Downstream Today.

Intrexon greift innerhalb seiner Energietechnologie-Plattform auf ähnlichen Ansätze der Biotechnologie zurück. "Nur, dass wir anstatt von Insekten die Gene von Bakterien verändern, die Methan konsumieren", erklärt der Vizepräsident weiter. "Diese methanotrophen Bakterien konnten wir so anpassen, dass sie Chemikalien und Treibstoff aus Erdgas erzeugen können. Das erste Produkt, das wir mit diesem Verfahren herstellen ist Isobutanol".

Seit März 2016 betreibt das Biotechnologieunternehmen eine Pilotanlage in Kalifornien, das genetisch programmierte Bakterien verwendet, um Methan in Isobutanol umzuwandeln. Die gewonnenen Daten aus der Pilotanlage sollen dazu dienen, den Raffinerieprozess zur Marktreife zu entwickeln.

Dem Vizepräsidenten zufolge bietet das Gas-to-Liquids-Verfahren vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten, die über die Produktion von Isobutanol hinausgehen.

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