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Atomabsorptionsspektromtrie

Untergrundkorrektur in der AAS – Hält sie was sie verspricht?

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Korrektur durch Selbstumkehr

Die Untergrundkorrektur durch Selbstumkehr (Self-Reversal, SR-UGK) der Strahlungsquelle, nach ihren Erfindern auch bekannt als Smith-Hieftje-UGK, ist die am wenigsten gängige der hier vorgestellten Techniken. Durch Anlegen eines Hochstrompulses wird die Analyt-Hohlkathodenlampe in den Zustand der Selbstumkehr versetzt, um den Untergrund zu messen.

Die SR-UGK ist kommerziell nur bedingt erfolgreich, derzeit verwendet nur einer der großen Gerätehersteller diese Technik. Die Technik hat einige Einschränkungen, die im Funktionsprinzip begründet liegen. Der Hochstrompuls, der zur Erzeugung der Selbstumkehr verwendet wird, verkürzt die Lebensdauer der Strahlungsquelle und erfordert speziell dafür geeignete Lampen. Da die Selbstumkehr der Lampe nicht vollständig erfolgt, werden Linearität und Empfindlichkeit deutlich beeinträchtigt – ein Empfindlichkeitsverlust um bis zu 70% ist in einigen Fällen möglich. Strukturierter Untergrund, der Molekül- oder Atomabsorptionslinien nahe der Analytlinie aufweist, wird falsch korrigiert. Zudem benötigt die Lampe nach einem Hochstrompuls eine gewisse Relaxationszeit, die die Frequenz des Wechsels zwischen AA- und UG-Messung begrenzt. Dadurch kann die Technik den schnellen Graphitrohrsignalen nur bedingt folgen, was ebenfalls zu Fehlkorrekturen führen kann.

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