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Probengefäße

Vorgereinigte Vials in der Chromatographie

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Ein unbearbeitetes Standard-Vial kann einen Partikelgehalt von über 5000 Partikeln pro ml aufweisen, wobei die meisten Partikel im Größenbereich unter 0,5 μm liegen. Diese Partikel waren bisher wenig relevant, solange GC-Injektions-Liner oder HPLC-Vorsäulen verwendet wurden. Bei verschiedenen GC-Techniken, z.B. bei der Large-Volume-Injektion, sind jedoch Probenflaschen mit einem möglichst geringen Partikelgehalt unverzichtbar, damit es nicht zu einer Akkumulation von Fremdmaterial am vorderen Teil der Säule kommt, die sich negativ auf die Trennung auswirken kann. Auch neuere Techniken unter Verwendung dicht gepackter HPLC-Säulen, Kapillarsäulen bzw. einer direkten Verbindung zwischen analytischer Säule und Probenventil erfordern eine Probe mit einem möglichst geringen Partikelgehalt.

Geringer LC/MS-Untergrund

Um den Nutzen vorgereinigter Vials weiter zu testen, wurden Produktmuster, Kappen und Septen bei Raumtemperatur zwei Stunden lang Acetonitril ausgesetzt. Mithilfe von LC/UV und LC/MS sowie diversen Ionisierungstechniken – positiver und negativer Elektrospray-Ionisation sowie APCI (chemische Ionisation bei Atmosphärendruck) – wurde auf nicht-flüchtige organische Verbindungen getestet. Um die Auswirkungen extremer Umgebungsbedingungen zu ermitteln, wurden zusätzliche Tests an Vials durchgeführt, die zwei Stunden lang bei einer Temperatur von 50 °C dem Einfluss von Acetonitril ausgesetzt waren. Die Ergebnisse waren bei Raumtemperatur und bei 50 °C im Wesentlichen identisch. Daraus lässt sich ableiten, dass der Untergrund der vorgereinigten Vials trotz großer Unterschiede der Umgebungsbedingungen nahezu keine Rolle spielt. Die Abbildungen 2 und 3 zeigen typische Background-Scans für Expositionstests bei Raumtemperatur unter Verwendung positiver bzw. negativer Elektrospray-Ionisation. In beiden Abbildungen zeigt der obere Scan das Ergebnis der Injektion reiner Extraktionslösung (ohne Vial), während der untere Scan die Injektion der gleichen Menge Extraktionslösung aus dem vorgereinigten Probenvial zeigt.

Geringer GC/MS-Untergrund

Ein Teil der für die LC/MS-Analyse vorbereiteten Vialextrakte wurde zusätzlich einer GC/MS-Analyse unterzogen. Wie bei der LC/MS-Analyse wurden die Vials bei Raumtemperatur und bei 50 °C getestet. Auch hier zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in den Testergebnissen bei Raum- bzw. bei erhöhter Temperatur. Die Abbildungen 4 und 5 zeigen ein typisches GC/MS-Chromatogramm und einen Massen-Scan unter Verwendung positiver Elektronenstoß-Ionisierung. Der obere Scan entspricht der reinen Lösung, der untere dem Extrakt aus dem vorgereinigten Vial.

Fazit

Zur Verbesserung von Empfindlichkeit, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit erfordern analytische Techniken den Ausschluss aller nur denkbaren Verunreinigungen. Probenvials bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen der vorbereiteten Probe und der Endanalyse und müssen daher diese Anforderung erfüllen. Die Vials müssen also unter Verwendung strengster Kontrollsysteme und Qualitätssicherungsmaßnahmen hergestellt werden, damit für alle Proben eine konstante Qualität gewährleistet ist. Wie Studien belegen, zeichnen sich die für die Massenspektrometrie zertifizierten National Scientific Vials durch minimalen Fremd-Partikelgehalt sowie minimale LC/MS- und GC/MS-Untergrund-Kontaminationen aus, und zwar in verschiedensten Umgebungsbedingungen.

*L. Shik, National Scientific part of Thermo Fisher Scientific, Rockwood/USA

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