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Norm DIN 1946-7

Aktuelle Norm DIN 1946-7 zur Lufttechnik in Laboratorien

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Luftwechsel im Labor

Die Abluftmengen des (Labor)raums ergeben sich aus den Anforderungen der sicherheitstechnisch bedingten ablufttechnischen Einrichtungen und der Gefährdungsbeurteilung. Aus den Abluftströmen wird unter Berücksichtigung weiterer Parameter die notwendige Zuluft in den Raum berechnet. Die Wirksamkeit der Laborlüftung bezüglich Raumdurchströmung und Mischluftverteilung, die eine Anreicherung von Gefahrstoffen vermeidet, ergibt sich ausschließlich durch die Anordnung und Ausführung der Zuluftdurchlässe. Für den versierten Lüftungsplaner sind diese Ausführungen Selbstverständlichkeiten. Es ist jedoch wichtig, allen an der Planung und Ausführung von Laboratorien Beteiligten – Nutzern, Bauherrn, Planern, Lüftungsbauern – die technischen Notwendigkeiten darzulegen, um die Grundlagen für wesentliche Planungsentscheidungen zu haben.

Die Dimensionierung der RLT-Anlage ist für die zukünftige Flexibilität und den einwandfreien Betrieb, auch hinsichtlich der Schallemission der RLT-Anlage, von besonderer Bedeutung. Es sind ausreichend große Schächte und sinnvolle Geschosshöhen erforderlich, um die Luftversorgung der Laborräume energieoptimiert und geräuscharm zu gewährleisten.

Neben diesen Erläuterungen, Hinweisen und Empfehlungen enthält die Norm auch Ansätze für eine sinnvolle Gestaltung von RLT-Anlagen in Bezug auf Energie- und Kosteneinsparung. Mit einer Gefährdungsbeurteilung und einer sinnvollen Betriebsweise können Konzeptionen für zukunftsfähige Laborgebäude entwickelt werden. Insbesondere beim Luftwechsel eines Labors ist die Unterscheidung zwischen Auslegung als Flexibilitätsreserve und intelligenter Betriebsweise besonders wichtig. Ressourcenoptimiert planen, bauen und betreiben bedeutet weder „viel hilft viel“ noch alles wegzulassen um Investitionskosten zu reduzieren.

DIN 1946-7 gilt auch für RLT-Anlagen in naturwissenschaftlichen Fachräumen in Schulen soweit diese mit einer RLT-Anlage ausgestattet werden. Hier kann in der Regel auf eine mechanische Zuluftanlage verzichtet werden, vorausgesetzt, dass die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume nur stundenweise genutzt werden und weitere in der Norm beschriebene Randbedingungen eingehalten werden.

Einführung der Norm zur ACHEMA 2009

Normen werden von Fachleuten für Fachleute geschrieben und sind knapp gefasste Zusammenstellungen von Anforderungen, die kein Lehrbuch darstellen oder ersetzen können. Um die Einführung der DIN 1946-7 in die Praxis zu unterstützen, hat der zuständige Arbeitsausschuss Abzüge und Laborlufttechnik ein umfangreiches Informationsangebot mit Vortragsreihen und Expertengesprächen für die ACHEMA 2009 vorbereitet. Die Tabellen zu diesem Artikel sind ein themenorientierter Auszug aus dem ACHEMA 2009 Kongressprogramm.

Literatur

[1] Laborlufttechnik in Planung, Ausführung und Betrieb; Fortbildungstag 2007; ausführliche Vortragspräsentationen siehe www.fnla.din.de

[2] DIN 1946-7, Raumlufttechnik — Teil 7: Raumlufttechnische Anlagen in Laboratorien (Bezugsquelle: www.beuth.de)

[3] DIN EN 12792, Lüftung von Gebäuden — Symbole, Terminologie und graphische Symbole; Deutsche Fassung EN 12792:2003

[4] DIN EN 13779, Lüftung von Nichtwohngebäuden — Allgemeine Grundlagen und Anforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen und Raumkühlsysteme; Deutsche Fassung EN 13779:2007

[5] DIN EN 15251, Eingangsparameter für das Raumklima zur Auslegung und Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden — Raumluftqualität, Temperatur, Licht und Akustik; Deutsche Fassung EN 15251:2007

* Dr. C. Heinekamp, dr heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH, 85757 Karlsfeld b. München

** Dipl.-Ing. L. Hohenberger, Unfallkasse NRW, Regionaldirektion Westfalen-Lippe, Salzmannstr. 156, 48159 Münster

*** Dr. B. Winter, DIN Normenausschuss Laborgeräte und Laboreinrichtungen, 60486 Frankfurt am Main

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