Hier finden Sie vergangene Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News aus dem Jahr 2025.
News-Archiv zu Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
Willkommen im Archiv des LABORPRAXIS-Newstickers. Hier können Sie durch die Meldungen der vergangenen Wochen und Monate stöbern. Die aktuellen News finden Sie im LABORPRAXIS-Newsticker. Ältere Meldungen aus 2024 finden Sie im Archiv 2024
26.11. – Bohlender mit neuer Tochtergesellschaft in den USA
Grünsfeld (Bohlender) 11:17 Uhr – Das Familienunternehmen Bohlender GmbH, 1959 gegründet und aktuell im Übergang auf die dritte Generation, setzt seine internationale Wachstumsstrategie fort: Mit der Gründung der Bohlender Americas Inc. in Alexandria, Virginia (USA) stärkt das Unternehmen seine Präsenz in Nord- und Südamerika, wie es in einer Pressemeldung heißt.
„Mit unserer neuen Tochtergesellschaft sind wir künftig direkt vor Ort – näher an unseren Kunden und Partnern in den amerikanischen Märkten“, erklärt Geschäftsführer Volker Bohlender. Die Gründung der Bohlender Americas Inc. unterstreiche den internationalen Anspruch des Unternehmens und zeige zugleich, dass starke Wurzeln in der Heimatregion und globale Präsenz Hand in Hand gehen können, wie das Unternehmen mitteilt.
26.11. – Chancengleichheit für Frauen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie?
Köln (ots) 8:35 Uhr – Frauen erreichen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie inzwischen ähnlich häufig leitende Positionen wie Männer. Zu diesem Ergebnis kommt die VAA-Chancengleichheitsumfrage. Der Verband der Fach- und Führungskräfte in Chemie und Pharma hat die Umfrage im Sommer 2025 zum achten Mal durchgeführt. In der Altersgruppe der 44- bis 51-Jährigen gaben im Rahmen der VAA-Umfrage zur beruflichen Situation weiblicher und männlicher Fach- und Führungskräfte 29 Prozent der Frauen und 28 Prozent der Männer an, leitende Angestellte zu sein. Bei den Teilnehmenden unter 44 Jahren lag der Anteil der Leitenden bei den Frauen mit 15 Prozent höher als bei den Männern (11 Prozent), in der Altersgruppe ab 52 Jahren waren dagegen Männer häufiger leitende Angestellte.
„Erstmals in der Geschichte der VAA-Chancengleichheitsumfrage seit 1990 sind in einer Altersgruppe mehr Frauen als Männer in einer leitenden Position tätig“, kommentiert VAA-Hauptgeschäftsführer Stephan Gilow. Der VAA führt die Umfrage zur beruflichen Situation weiblicher und männlicher Fach- und Führungskräfte seit 1990 alle fünf Jahre durch.
Hannover (dpa) 14:29 Uhr – Der Autozulieferer Continental kündigt einen Stellenabbau bei seiner Kunststofftechnik-Tochter Contitech an. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sollen von 2028 an jährlich 150 Millionen Euro eingespart werden, insbesondere in der Verwaltung, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Dafür würden vom kommenden Jahr an Tätigkeiten verlagert, Stellen abgebaut und Abläufe angepasst.
„Die genaue Zahl der abzubauenden Stellen in Deutschland sowie die Art der Umsetzung hängen von der Ausgestaltung der Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern ab“, teilte Continental mit. Ein Großteil der geplanten Veränderungen entfalle auf die in Hannover ansässigen Bereiche von Contitech.
Ein Teil der betroffenen Tätigkeiten solle dabei in Länder „mit wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen“ verlagert werden. Das Unternehmen plane, die Maßnahmen „so sozialverantwortlich wie möglich“ zu gestalten.
Continental will sich nach der Abspaltung seiner Autosparte Aumovio im kommenden Jahr auch von Contitech trennen. Im Konzern verbleiben soll nur das angestammte Reifengeschäft, auf das rund ein Drittel des bisherigen Konzernumsatzes entfällt.
20.11. – Merck schließt Milliardendeal für neues Parkinson-Medikament
Lexington/Darmstadt (dpa) 15:26 Uhr – Der deutsche Merck-Konzern will mit einer milliardenschweren Partnerschaft ein neues Medikament gegen Parkinson entwickeln und setzt dabei auf Künstliche Intelligenz. Dazu hat das Dax-Unternehmen eine Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Valo Health geschlossen. Sie umfasst eine Vorauszahlung und mögliche Meilensteinzahlungen von Merck von mehr als drei Milliarden Dollar, wie die Amerikaner mitteilten. Dazu kommen Lizenzgebühren und Forschungsgelder.
Valo Health verweist auf seine KI-gestützte Forschungsplattform und einen Datenpool von mehr als 17 Millionen anonymisierten Patientenakten. Dadurch lasse sich die Arznei-Entwicklung optimieren, „sodass wir die vielversprechendsten Kandidaten schneller vorantreiben können“, wird Amy Kao, weltweite Leiterin von Mercks Forschungsabteilung für Neurologie und Immunologie, zitiert.
Stand: 08.12.2025
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Die Nervenkrankheit Parkinson ist weit verbreitet. Allein in Deutschland sind laut der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen 400.000 Menschen davon betroffen. Die Folgen sind häufig steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen und unkontrollierbares Zittern. Bei Merck hieß es, die Forschungskooperation zu Parkinson stehe im Einklang mit dem Fokus des Unternehmens auf Bereiche mit hohem ungedecktem Behandlungsbedarf wie seltene Erkrankungen und Bewegungsstörungen.
20.11. – Mikroplastik – Was wissen wir heute? Verbraucherschutzforum des BfR
Berlin (BfR) 7:50 Uhr –Am 2. Dezember 2025 lädt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeinsam mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zum Verbraucherschutzforum „Mikroplastik – Was wissen wir heute?“ ein. Die Veranstaltung beleuchtet den aktuellen Stand der Wissenschaft und fördert den Austausch zwischen Experten aus Forschung, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
„Die Forschung zu Mikroplastik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht“, sagt PD Dr. Johannes Pleiner-Duxneuner, Geschäftsführer der AGES. „Dennoch bestehen noch weiter Datenlücken, die geklärt werden sollten.“ Aktuelle Studien weisen Mikroplastik zwar in zahlreichen menschlichen Organen nach und bringen es in Zusammenhang mit diversen Krankheiten – doch wie verlässlich sind diese Studien? Gibt es methodische Defizite? Handelt es sich bei den nachgewiesenen Partikeln wirklich um Mikroplastik?
Nach aktuellem Stand der Wissenschaft stellt Mikroplastik eher ein geringes Gesundheitsrisiko für den Menschen dar. „Die meisten Partikel können vom Körper nicht aufgenommen oder verarbeitet werden, und die Mengen, die aufgenommen werden, sind vermutlich zu gering, um der Gesundheit zu schaden“, sagt der BfR-Präsident Professor Dr. Andreas Hensel. „Gleichzeitig besteht weiterhin Forschungsbedarf – insbesondere in Bezug auf die genauen Wirkmechanismen von Mikroplastik im menschlichen Körper.“ Das Forum bietet eine Plattform, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, mögliche Schlussfolgerungen zu ziehen und Sorgen in der Bevölkerung zu adressieren.
Zukunftspreis 2025: Brennstoffzellen-Antrieb für Lkw gewinnt
Berlin (Stifterverband) 20:00 UhrBundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute Abend in Berlin drei Forscher der Robert Bosch GmbH mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation.
Die Preisträger Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu haben einen neuen Brennstoffzellen-Antrieb für schwere Lkw entwickelt, der emissionsfreien Fernverkehr ermöglicht. In der kompakten Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser und erzeugt dabei kontinuierlich elektrische Energie – eine robuste und alltagstaugliche Alternative zu dieselbetriebenen Antrieben im Schwerlastverkehr.
Der Kern der Entwicklung besteht in der konsequenten Ausrichtung auf die Anforderungen des Fernverkehrs: Das Brennstoffzellen-System wiegt rund vier Tonnen weniger als ein vergleichbares batterieelektrisches Antriebssystem – ein entscheidender Vorteil für die Wirtschaftlichkeit, da mehr Nutzlast transportiert werden kann. Zudem dauert das Betanken mit Wasserstoff nur wenige Minuten. Das Ergebnis ist ein leiser, emissionsfreier Antrieb, der sich für jede Langstrecke und auch klimatisch extreme Regionen eignet, heißt es in einer Pressemeldung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft.
Budapest (dpa) 17:49 Uhr – Das ungarische Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das die Herstellung und den Verkauf von Laborfleisch verbietet. Für den von der Regierung des Rechtspopulisten Viktor Orban eingebrachten Gesetzesvorschlag stimmten 140 Abgeordneten, unter ihnen auch linke und parteilose Volksvertreter, wie aus der Webseite des Parlaments hervorgeht. 10 Abgeordnete votierten dagegen, 18 enthielten sich der Stimme.
Für die Herstellung von Fleisch im Labor werden lebenden Tieren Stammzellen entnommen, die in einer Kulturflüssigkeit aus Fetten, Aminosäuren, Vitaminen, Mineralien und Zucker landen. Dort vermehren sie sich und wachsen zu Muskelgewebe heran. Für Fleisch aus dem Labor müssten daher keine Tiere getötet werden, was von Tierschützern befürwortet wird. Auch der Umweltaspekt wird oft hervorgehoben.
Der ungarische Agrarminister Istvan Nagy begründete das Verbot hingegen mit Argumenten, die die „nationale Identität“ ansprachen. „Wir müssen darauf beharren, dass die Herstellung von Lebensmitteln an den Boden gebunden bleibt“, sagte er auf seiner Facebook-Seite. Dies bilde die Grundlage „unserer Traditionen, unserer Kultur“. Würde sich Ungarn davon abkehren, „würden wir unsere Identität verlieren“, fügte er hinzu.
Im November 2023 hatte bereits Italien die Herstellung und den Verkauf von Laborfleisch verboten. Die Rechtsregierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begründete das Verbot auf ähnliche Weise wie die in Ungarn.
17.11. – Reiche kündigt grünes Licht für Covestro-Übernahme an
Abu Dhabi (dpa) 19:44 Uhr – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigt grünes Licht der Bundesregierung für die Übernahme der Spezialchemie-Firma Covestro durch das Staatsunternehmen Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Die CDU-Politikerin sagte in Abu Dhabi, man habe innerhalb der Bundesregierung alle nötigen Entscheidungen herbeigeführt und warte nun auf die beiden Partner, die ihre finale Unterschrift sicherlich in den nächsten Tagen geben werden. Reiche führte Gespräche mit Sultan Al Jaber, Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emiraten und Adnoc-Chef.
Reiche sagte, man sei im finalen „Closing“ der Übernahme. Das wäre für das Unternehmen ein „Riesenschritt“. Es sei intensiv mit der Europäischen Kommission verhandelt worden. Brüssel hatte in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben. Auch die Bundesregierung hatte das Geschäft geprüft.
Covestro war früher die Kunststoffsparte von Bayer, 2015 wurde das Unternehmen eigenständig. Es stellt Chemikalien her, die zu Hartschäumen in Kühlschränken und Gefriertruhen sowie zu Weichschäumen in Autositzen und Matratzen genutzt werden. Der Konzern hat rund 17.500 Mitarbeiter. Von ihnen sind gut 7.000 in Deutschland beschäftigt, neben der Zentrale in Leverkusen arbeiten sie in Dormagen, Krefeld (Uerdingen) und Brunsbüttel. Das deutsche Management sieht den arabischen Neu-Eigentümer positiv. Covestro leidet wie andere Chemiekonzerne auch unter der schwachen Konjunktur, teurer Energie und höheren US-Zöllen.
12.11. – Deutscher Chemie-Preis 2025 für Beiersdorf
Hamburg (ots) 13:39 Uhr –Für seine vorbildliche und gute Personalarbeit ist der Konsumgüter- und Kosmetikkonzern Beiersdorf zum zweiten Mal nach 2015 mit dem Deutschen Chemie-Preis des VAA ausgezeichnet worden. Der VAA ist die Vertretung der Fach- und Führungskräfte in Chemie und Pharma. Am 11. November 2025 fand die Preisverleihung in Hamburg statt.
Grundlage für die Entscheidung der Jury ist die VAA-Befindlichkeitsumfrage, die jährlich unter 7.000 Fach- und Führungskräften in den über 20 größten Chemie- und Pharmaunternehmen in Deutschland durchgeführt wird. 2025 hat Beiersdorf Platz fünf im Gesamtranking erreicht - nach einem kontinuierlichen Aufwärtstrend seit 2022. „Von Platz 15 ging es über die Plätze acht und sieben nun weiter hoch auf Platz fünf“, betont VAA-Hauptgeschäftsführer Stephan Gilow. „In Anbetracht der sich verschärfenden Krise in der Chemiebranche in den letzten Jahren ist eine solche Aufwärtsbewegung nicht hoch genug einzuschätzen.“
Das Ergebnis zeuge von einem starken Vertrauen der Beschäftigten in die Zukunft ihres Unternehmens und ihres Standorts in Hamburg. „Zum Vertrauen der Fach- und Führungskräfte kommt natürlich auch die Verantwortung der Unternehmensleitung für die langfristige Sicherung der Beschäftigung. Hier kommt es auf eine möglichst klare und ehrliche Kommunikation der Zukunftsstrategie und Standortperspektiven an“, führt Gilow aus.
Bereits seit 2008 verleiht der VAA den Chemie-Preis. Ein weiterer Entscheidungsfaktor sind die jährlich wechselnden Schwerpunktthemen in der Befindlichkeitsumfrage. Hier hat Beiersdorf dieses Jahr Platz vier im Zusatzranking zur Künstlichen Intelligenz erreicht. Im Teilbereich „Erhalt der Arbeitsplätze durch KI“ liegt Beiersdorf auf Platz zwei und bei der „Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch KI“ sogar auf Platz eins.
10.11. – Ifo-Institut: Geschäftsklima in der Chemie bricht ein
München (ifo) 7:30 Uhr – Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie hat sich im Oktober stark verschlechtert. Das Geschäftsklima fiel auf minus 19,4 Punkte, nach minus 12,0* Punkten im September. Die Unternehmen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft: Ihre Erwartungen sanken von minus 3,7* auf minus 13,3 Punkte. Auch die aktuelle Lage bewerten sie deutlich negativer – der Wert rutschte von minus 19,8* auf minus 25,3 Punkte. „Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung reichen in der aktuellen Konjunkturlage nicht aus, um eine Trendwende einzuleiten“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.
Der gestiegene Wettbewerbsdruck aus dem Ausland zwingt viele Betriebe, ihre Preise zu senken: Der Indikator für die Preispläne drehte kräftig ins Minus (auf minus 10,6 Punkte nach plus 0,6* Punkten). Gleichzeitig bleibt die Auftragslage sehr schwach. Auch aus dem Ausland erwarten die Unternehmen keine Impulse. In der Folge rutschte die Beurteilung des Auftragsbestands mit minus 68,9 Punkten auf den tiefsten Wert seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Kapazitätsauslastung sank auf nur 71 Prozent und liegt damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 81 Prozent. „Die Kombination aus mangelnder Wettbewerbsfähigkeit, sinkenden Verkaufspreisen bei gleichzeitig hohen Kosten und schwachen Aufträgen zwingt die Betriebe, Investitionen zu drosseln und Personal weiter abzubauen“, sagt Wolf.
4.11. – Zahl der Ausbildungsplätze in der Chemiebranche sinkt stark
Frankfurt (dpa/lhe) 15:59 Uhr – Angesichts der Krise in der Chemieindustrie bildet die Branche in Hessen weniger aus. Im laufenden Jahr wurden 1.511 Ausbildungsplätze angeboten – ein Rückgang um zwölf Prozent zum Rekordjahr 2024. Das zeigen neue Zahlen des Arbeitgeberverbands Hessen-Chemie und der Gewerkschaft IG BCE Hessen-Thüringen.
Hauptgrund für den Rückgang sei die anhaltende Unsicherheit, sagte Jürgen Funk, der bei Hessen-Chemie für die Berufsausbildung zuständig ist. „Produktion, Umsätze und Erträge befinden sich in der Chemie im Sinkflug - stabiler zeigt sich derzeit nur der Pharmabereich.“ Knapp 45 Prozent der Betriebe in der Chemie- und Pharmaindustrie hätten ihre Ausbildungsplätze gemessen am Vorjahr reduziert. Wer aber einen Vertrag hat, hat gute Chance: Die Übernahmequote von Azubis sank auf hohem Niveau nur leicht von 91 auf 86 Prozent.
Die Chemieindustrie leidet seit Jahren unter der schwachen Konjunktur, gestiegenen Energiepreisen und Preisdruck auf den Weltmärkten. Die Pharmaindustrie konnte zuletzt dagegen zulegen.
Im kommenden Jahr wollen laut der Angaben 66 Prozent der Chemie- und Pharmaunternehmen ihr Ausbildungsangebot konstant halten, 10 Prozent planen eine Ausweitung und 24 Prozent eine weitere Reduzierung. Die Branche müsse vorsichtiger planen, schlussfolgern die Verbände. „Die Unternehmen fahren auf Sicht.“
1.11. – Grippe und Covid erhöhen Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko
Los Angeles (dpa) 6:01 Uhr – Grippeviren und Coronaviren erhöhen Forschern zufolge kurz nach der Infektion deutlich das Risiko für akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So steigt das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls nach einer Infektion mit einem Grippevirus auf das Vier- bis Fünffache. Bei Sars-Cov-2 erhöht sich das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls jeweils auf etwa das Dreifache, wie ein Forschungsteam um Kosuke Kawai von der University of California in Los Angeles im Fachmagazin „Journal of the American Heart Association“ in einer Überblicksstudie berichtet. Andere Viren führen zu geringeren, aber längerfristigen Risiken.
Es ist inzwischen bekannt, dass Humane Papillomviren, Hepatitis-B-Viren und andere Viren Krebs auslösen können. „Der Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und anderen nicht übertragbaren Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist jedoch weniger gut verstanden“, wird Kawai in einer Mitteilung der American Heart Association zitiert. Er und seine Kollegen fanden in mehreren medizinischen Datenbanken über 52.000 Studien zum Zusammenhang zwischen Virusinfektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus dem Zeitraum 1997 bis 2024. Davon wählten sie 155 aus, die ihren Qualitätsanforderungen entsprachen und die durch statistische Methoden vergleichbar gemacht werden konnten.
Am deutlichsten zeigte sich in der Analyse der Zusammenhang bei Infektionen mit Sars-Cov-2 und Grippe. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist in den vier Wochen nach dem Beginn einer Grippe fünfmal so hoch wie bei Menschen ohne Grippe. Im selben Zeitraum ist das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, viermal so hoch. Innerhalb von vier Wochen nach einer Sars-Cov-2-Infektion ist das Herzinfarktrisiko um das 3,1-Fache und das Schlaganfallrisiko um das 2,9-Fache erhöht. Die Forscher erklären das erhöhte Risiko damit, dass bei der natürlichen Reaktion des Immunsystems auf Virusinfektionen Substanzen freigesetzt werden, die Entzündungen auslösen und die Blutgerinnung fördern, was das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt.