Ludwigshafen (dpa/lrs) 13:55 Uhr – Der weltgrößte Chemiekonzern BASF fordert nach der Bundestagswahl von Union und SPD eine schnelle Regierungsbildung. „Das Personal kennt sich, glaube ich, sehr gut, und meine Erwartung wäre, dass die relativ schnell zu Potte kommen“, sagte Vorstandschef Markus Kamieth in Ludwigshafen. Er erwarte von der nächsten Bundesregierung, dass sie sich auf „die wirklich wichtigen Dinge“ fokussiere und diese Dinge mutig und entschlossen angehe. „Und zwar nicht im Kleinklein.“ Dann kehre auch die Zuversicht in Deutschland zurück.
„Meine Sorge ist immer, dass Politiker oft ein sehr breites Spektrum an vielen Problemfällen anschauen und an jeder Schraube ein bisschen drehen. Wenn sie aber von allem ein bisschen machen, verändert sich nicht genug“, sagte Kamieth. Die Bundestagswahl habe die Ränder gestärkt. „Jetzt ist wirklich die Zeit, wo die Parteien, die die Möglichkeit haben, eine Regierung zu bilden, zeigen müssen, dass sie es können.“
Die für die Industrie wichtigen Themen seien etwa Bürokratieabbau und vernünftige Rahmenbedingungen für Investitionen sowie Energiekosten und Infrastruktur. CDU-Chef Friedrich Merz habe er noch nicht zu Gesprächen nach Ludwigshafen eingeladen, sagte Kamieth. „Aber vielleicht wäre das gar nicht so schlecht.“
26.2. – Starlab erweitert Recycling-Programm auf Italien
Hamburg (Starlab) 9:51 Uhr – Nach der erfolgreichen Etablierung in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien baut Starlab sein Recycling-Programm für Laborkunststoffe weiter aus: Ab sofort können auch italienische Labore am Tip One Recyclingservice teilnehmen. Damit setzt das Unternehmen in Kooperation mit der Remondis-Gruppe seinen Weg zur geschlossenen Kreislaufwirtschaft im Labor fort.
Starlab und Remondis haben ein System entwickelt, das es ermöglicht, Laborkunststoffe hochwertig wiederzuverwerten. Indem Starlab im Tip-One-System ausschließlich Polypropylen (PP) verwendet, lassen sich die gesammelten Materialien direkt und effizient zu neuwertigem PP-Material verarbeiten. Seit Anfang 2025 werden in Deutschland neue Tip-One-Racks erstmals aus recyceltem Material hergestellt. „Der Wiedereinsatz von Kunststoffen für Laboranwendungen im Closed-Loop stellt besonders hohe Anforderungen an den Recycling-Prozess“, sagt Simon Sauer, Geschäftsführer der Remondis Resource Management GmbH. „Durch die konsequente Materialauswahl von Starlab und das durchdachte Rücknahmesystem können wir eine hochwertige Wiederverwertung gewährleisten. Diese Partnerschaft zeigt beispielhaft, wie Kreislaufwirtschaft selbst in sehr anspruchsvollen Bereichen funktioniert.“
23.2. – Chemie-Arbeitgeber kritisieren Zustände an Berufsschulen
Baden-Baden (dpa/lsw) 4:01 Uhr –Um den Fachkräftebedarf in der Chemiebranche zu sichern, fordern die Arbeitgeber Verbesserungen in der Ausbildung. Gerade an vielen Berufsschulen sei die Bausubstanz „wirklich erbärmlich“, sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg, Patrick Krauth. „Auch die Ausstattung ist vielfach nicht so, dass gut unterrichtet und ausgebildet werden kann.“ Oft mangele es an Lehrerinnen und Lehrern.
Nicht verhandelbar ist aus Sicht der Arbeitgeber die weitere Stärkung der naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen der Schüler. „Die MINT-Fähigkeiten sind, das wissen wir, die Schlüsselkompetenz heutzutage“, sagt Krauth.* Das dürfe gerade in Realschulen nicht zurückgedreht werden.
Die Verbände der Chemie- und Pharmabranche in Baden-Württemberg mit Sitz in Baden-Baden vertreten nach eigenen Angaben gut 500 Unternehmen mit insgesamt rund 113.500 Beschäftigten. Allerdings leiden viele Firmen unter hohen Energiepreisen und Bürokratie, wie die Verbände jüngst bekräftigten.
Das Durchschnittsentgelt in der Branche beträgt Krauth zufolge brutto etwa 73.000 Euro. Auch wolle man Fachkräfte, die die Unternehmen mit hohem Aufwand ausgebildet haben, in der Branche halten.
*MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.
23.2. – Zeckengefahr steigt mit Frühlingstemperaturen
Erfurt (dpa/th) 4:0 – Mit steigenden Temperaturen nimmt in Thüringen die Zeckengefahr wieder zu. Haben sich die Spinnentiere während der bisherigen Frostperiode kaum geregt, ändert sich das im Frühjahr. Zecken sind ab einer Lufttemperatur von etwa sechs Grad aktiv und verlassen den Boden, der zuvor als Winterquartier diente. Darauf macht die Landesforstanstalt aufmerksam. Zecken können bei Hautkontakt und dem damit verbundenen Blutsaugen gefährliche Krankheiten auslösen.
Stand: 08.12.2025
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Am häufigsten wird die von Bakterien verursachte Borreliose übertragen, deren Symptome denen einer Grippe ähneln und von Fieber, Müdigkeit und Gliederschmerzen bis hin zu Hautrötungen und Lähmungserscheinungen reichen können. Seltener ist die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Bei dieser viralen Erkrankung kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns kommen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden im vergangenen Jahr 13 FSME-Fälle aus Thüringen gemeldet. 2023 waren es 10 FSME-Fälle.
20.2. – Analytik Jena ist Top Ausbildungsunternehmen 2025
Jena (Analytik Jena) 9:01 Uhr – Analytik Jena erhält neben sechs weiteren Unternehmen die Auszeichnung „Top-Ausbildungsunternehmen 2025“ durch die IHK Ostthüringen. Das Ausbildungskonzept überzeugt durch Praxisnähe und eine aktive Einbindung der Auszubildenden, heißt es in einer Pressemeldung.
Seit 1993 haben mehr als 140 Auszubildende ihre Ausbildung bei Analytik Jena erfolgreich abgeschlossen. Das in Jena ansässige, international tätige Unternehmen leistet mit seiner analytischen Mess- und Automatisierungstechnik einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in vielen Bereichen. Dies ist jungen Menschen immer wichtiger und vor allem immer bewusster. Zusätzlich überzeugen das praxisnahe Ausbildungskonzept und das freundliche Miteinander – das beginnt schon beim Bewerbungsprozess und beim Probearbeitstag, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Palette der Ausbildungsberufe deckt bei ein großes Spektrum ab:
Industriekauffrau/-mann (w/m/d)
Kauffrau/-mann für Büromanagement (w/m/d)
Kauffrau/-mann für Groß- und Außenhandelsmanagement (w/m/d) FR: Außenhandel
Fachkraft für Lagerlogistik (w/m/d)
Industriemechaniker/-in (w/m/d)
Fachinformatiker (w/m/d) FR: Systemintegration oder Anwendungsentwicklung
Elektroniker/-in für Geräte und Systeme (w/m/d)
Technische/r Produktdesigner/in (w/m/d) FR: Maschinen und Anlagenkonstruktion
Außerdem können mehr als sieben duale Studiengänge belegt werden.
19.2. – Chemie- und Pharmaindustrie schwächelt weiter
Stuttgart/Baden-Baden (dpa/lsw) 3:31 Uhr – Die Aussichten in der Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg für das laufende Jahr sind nicht positiv. Die Branchenverbände wollen am Mittwoch in Stuttgart (10.00 Uhr) unter anderem die Ergebnisse einer Umfrage unter Mitgliedern vorstellen.
Zudem geht es um die Bilanz für 2024. Zum zweiten Mal in Folge habe die Branche ein Jahr mit Umsatzrückgängen abgeschlossen, teilte ein Sprecher vorab mit. Lediglich die Teilbranche Pharma - die größte Unternehmensgruppe in der Chemiebranche im Land - konnte demzufolge zulegen. Ihre Umsätze seien vor allem dank des Inlandsgeschäfts gestiegen. Weiter stark rückläufig sei im vergangenen Jahr die zweitgrößte Teilbranche, Farben und Lacke gewesen.
Unterm Strich wuchs die Beschäftigung - wegen der Pharmaindustrie - den Angaben nach leicht. Die Verbände mit Sitz in Baden-Baden vertreten momentan 506 Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche in Baden-Württemberg mit 113.500 Beschäftigten.
18.2. – Merck baut Top-Management im großen Stil um
Darmstadt (dpa) 15:21 Uhr – Beim Darmstädter Merck-Konzern kommt es zu einem großangelegten Umbau im Top-Management. Das Dax-Unternehmen erweitert seine Geschäftsleitung auf sechs Sitze und beruft dabei drei Manager aus den eigenen Reihen. So erhalten die Labor- und Pharmasparte und damit die nach Umsatz größten Bereiche eine neue Führung, wie Merck mitteilte.
Demnach wird Jean-Charles Wirth zum 1. Juni die Leitung des Geschäftsbereichs Life Science übernehmen, in dem Merck Laborbedarf für die medizinische Forschung und Arzneiherstellung verkauft. Der 51-Jährige folgt auf Matthias Heinzel, der seinen Vertrag nicht verlängert.
An die Spitze der Arzneisparte rückt ebenfalls zum Juni der bisherige Leiter der weltweiten Pharmaforschung und -entwicklung bei Merck, der 54-jährige Danny Bar-Zohar. Spartenchef Peter Guenter (62) habe sich nach fast 40 Jahren in der Pharmabranche entschieden, seine Laufbahn bei Merck zu beenden.
Zudem wird zum 1. März die 44-jährige Managerin Khadija Ben Hammada die neu geschaffene Position als Chief People Officer in der Geschäftsleitung besetzen. Sie ist Personalchefin bei Merck und soll sich künftig ferner um Bereiche wie Nachhaltigkeit und Inhouse Consulting kümmern.
Der Geschäftsleitung von Merck gehören zudem Vorstandschefin Belén Garijo an, Finanzchefin Helene von Roeder und Kai Beckmann, Chef der Elektronik-Sparte. An der strategischen Aufstellung des Unternehmens soll sich im Zuge des Führungsumbaus nichts ändern, wie es hieß.
18.2. – Schlechte Luft in Sachsen: hohe Feinstaubwerte
Leipzig/Dessau (dpa/sn) 13:03 Uhr – Die Luftqualität in Sachsen ist vor allem in der nördlichen Landeshälfte weiter schlecht. Eine Karte des Umweltbundesamtes (Uba) zur aktuellen Entwicklung der Luftqualität wies am Dienstag für sieben Messpunkte sehr hohe Feinstaubbelastungen aus. Das betraf drei Messstationen in Leipzig sowie jeweils eine in Niesky, Görlitz, Liebschützberg in Nordsachsen und in Zwickau. Auch in der Landeshauptstadt Dresden ist die Lage nicht optimal. Dort stufte das Uba die Luftqualität an drei Messpunkten als nur „mäßig“ ein.
Der Umweltschutzverband BUND nannte die Feinstaubwerte alarmierend und riet der Bevölkerung, körperlich anstrengende Aktivitäten im Freien - wie zum Beispiel Joggen - derzeit zu vermeiden. Außerdem sollten die Menschen lieber auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, keine Kamine anheizen und möglichst Energie sparen.
Laut Umweltbundesamt führt die aktuelle Wetterlage ohne Wind und Niederschläge dazu, dass die Schadstoffe aus dem Verkehr und der Energieerzeugung in den unteren Luftschichten gefangen bleiben.
Dadurch steigt die Konzentration von Feinstaubpartikeln in der Luft an. Wie der Deutsche Wetterdienst erklärt, sorgt Hochdruckeinfluss auch in den nächsten Tagen noch für ähnliches Wetter. Bis einschließlich Donnerstag soll es sonnig klar und trocken bleiben.
17.2. – Milliardendeal: BASF verkauft Geschäft mit Bautenanstrichen
Ludwigshafen (dpa) 15:55 Uhr – Der Chemiekonzern BASF kommt bei seinem Umbau voran. Wie das Dax-Unternehmen mitteilte, übernimmt der US-Farben- und Beschichtungskonzern Sherwin-Williams das brasilianische Geschäft mit Anstrichen für Gebäude von BASF für 1,15 Milliarden US-Dollar (1,1 Mrd. Euro).
Das Geschäft mit Bautenanstrichmitteln mit einem Umsatz von rund 525 Millionen Dollar 2024 sei das einzige nennenswerte Geschäft der BASF mit Endverbrauchern, hieß es. Die Veräußerung des Bereichs ist nur ein Schritt beim Konzernumbau. „Im zweiten Quartal 2025 beabsichtigt BASF, an den Markt zu gehen, um weitere strategische Optionen für ihre verbleibenden Coatings-Aktivitäten zu prüfen“, so der Konzern. Diese umfassten die Fahrzeugserien- und Autoreparaturlacke sowie Oberflächenbehandlungen.
BASF-Chef Markus Kamieth hatte im September einen weitreichenden Umbau angekündigt, um den weltgrößten Chemiekonzern aus der Krise zu führen. Derzeit verhandelt der Konzern mit dem Betriebsrat über einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und eine Modernisierung des Standorts Ludwigshafen. Die Gespräche über eine neue Standortvereinbarung seien aufgenommen worden, sagte eine BASF-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Noch bis Jahresende gilt bei BASF eine Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen ausschließt.
12.2. – Höhere Feinstaubbelastung nur noch am Bodensee
Karlsruhe (dpa/lsw) 13:34 Uhr – Aufatmen im Südwesten: Nach Tagen relativ dicker Luft hat der Regen die Feinstaubkonzentrationen sinken lassen. Wie der Deutsche Wetterdienst Baden-Württemberg mitteilte, gab es am Mittwochmorgen nur noch am Bodensee höhere Werte. Der Tiefausläufer, der sonst im Land für bessere Luft sorgte, war da dort noch nicht angekommen.
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe verzeichnete seit Samstag gestiegene Feinstaubwerte. Seit Montagabend hatte sich die Luftqualität durch Regen aber in den meisten Regionen verbessert. Der Grenzwert von durchschnittlich 50 Mikrogramm pro Kubikmeter und Tag war am Montag etwa in der Landeshauptstadt Stuttgart mit 68 Mikrogramm überschritten worden. Am Dienstag wurden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in der Landeshauptstadt noch 40 und am Mittwoch 19 Mikrogramm gemessen. Quellen von Feinstaub sind laut Umweltbundesamt generell der Straßenverkehr, Kraft- und Fernheizwerke, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern sowie Industrie und Landwirtschaft.
10.2. – Rund 1,7 Millionen Euro für Algenforschung vom Bund
Köthen (dpa/sa) 15:16 Uhr – Wie können Algen zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Wirtschaft in Mitteldeutschland beitragen? Mit dem „AlgaeHub“ entsteht in Sachsen-Anhalt ein Netzwerk regionaler Firmen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Vorhaben als Beitrag zum Umbau der ehemaligen Kohleregion mit rund 1,7 Millionen Euro. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) besuchte das Kompetenzzentrum für Algentechnologie an der Hochschule Anhalt in Köthen am Montag.
„Es geht um Algen als Alternative, nicht als Ersatz zu anderen Rohstoffen, wie Erdöl und Erdgas“, sagte die Sprecherin der Hochschule Anhalt, Bettina Kranhold. „Das Projekt beinhaltet auch Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.“ In einem ersten Schritt werden sich an dem Vorhaben die Algenfarm Klötze GmbH & Co. KG (Altmarkkreis Salzwedel), die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH (OT Wittenberg), die Firma Gicon GmbH in Bitterfeld-Wolfen und AlgaeCytes Germany GmbH in Dessau-Roßlau beteiligen.
Mikroalgen können in Tannenbaumreaktoren produziert werden. Der Name bezieht sich auf die kegelstumpfförmige Geometrie des Gestells, das von einem Schlauchsystem umwickelt ist und einem Tannenbaum ähnelt. In den Schläuchen befindet sich die Algennährlösung und auf diese Art wird das Sonnenlicht effektiv genutzt. Ist eine gewisse Biomassedichte erreicht, kann ein Teil der Algenlösung abgelassen werden.
Ein großer Vorteil ist, dass sie fünf bis zwanzig Mal schneller wachsen als Feldfrüchte wie Mais oder Raps. Algen brauchen keine Landfläche, sie können überall mit Wasser, Licht, Kohlendioxid und Nährsalzen gedeihen. Aus Algen kann auch eine erdölähnliche Substanz gewonnen werden. Das Laborprojekt heißt „Algentankstelle“. Daraus können Schmieröle für die Kosmetikindustrie oder andere Wirkstoffe gewonnen werden.
Köln (dpa) 13:32 Uhr – Die Zustimmung zur Organ- und Gewebespende ist laut einer repräsentativen Umfrage so hoch wie noch nie. Laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stehen der Organspende 85 Prozent der Befragten positiv gegenüber. Dieser Wert hat sich in den vergangenen Jahren allerdings nur in kleinen Schritten entwickelt. 2010 waren es 79 Prozent, 2018 bereits 84 Prozent. 2020 gab es einen Rückgang auf 82 Prozent, bevor der Wert im vergangenen Jahr wieder anstieg.
Derzeit sind Organentnahmen in Deutschland nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt. In einigen anderen Ländern gilt hingegen die Widerspruchslösung: Die Entnahme der Organe nach dem Tod ist erlaubt, sofern man zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widerspricht. Der Bundestag diskutiert derzeit über das Thema. Im Dezember 2024 hatte eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, um die Widerspruchsregelung einzuführen.
62 Prozent der Befragten gaben in der Befragung an, eine Entscheidung zur Organspende getroffen zu haben. 2022 waren es 61 Prozent. 45 Prozent haben einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung. 16 Prozent gaben an, eine Entscheidung getroffen zu haben, diese jedoch nicht schriftlich festgehalten zu haben. Bei 35 Prozent fehlt eine Entscheidung.
7.2. – „Fluss aus Blut“: Bach in Argentinien färbt sich rot
Avellaneda (dpa) 19:32 Uhr – In einem Industriegebiet in Argentinien hat sich das Wasser eines Baches rot verfärbt. Das Umweltministerium der Provinz Buenos Aires habe Wasserproben entnommen, um die Ursache für die Verfärbung des Baches Sarandí zu ermitteln, sagte eine Beamtin dem Fernsehsender Canal 13 vor Ort. Anwohner beschweren sich seit Jahren über die Wasserverschmutzung.
Der Bach liegt in der Gemeinde Avellaneda am Rande der Hauptstadt Buenos Aires und mündet in den Fluss Río de la Plata. In der Umgebung gibt es zahlreiche Industriebetriebe, darunter Textilfabriken und Gerbereien. Nach den Angaben des Umweltministeriums sollen chemische Analysen klären, welche Schadstoffe die Verfärbung verursacht haben. Medienberichten zufolge könnten Textilfarbstoffe dafür verantwortlich sein.
Die rote Färbung des Flusses ist in diesem Video des US-amerikanischen Auslandssenders Voice of America gezeigt:
6.2. – Nachhaltiger Dünger aus Urin – Citizen Science zum Mitmachen
Großbeeren (IGZ) 8:00 Uhr –Könnte menschlicher Urin bald ein nachhaltiger Dünger für unsere Gärten werden? Genau das untersucht das Citizen Science Projekt „U-Cycle“, bei dem Hobbygärtner in ganz Deutschland eingeladen sind, diese Idee auszuprobieren. Interessierte können sich bis zum 31. März 2025 für das Projekt anmelden.
Hier auf der Erde stehen uns (noch) genügend Ressourcen zur Verfügung, um Pflanzennährstoffe unter hohem Energieaufwand und durch die Ausbeutung fossiler Lagerstätten zu gewinnen. Diese Nährstoffe gelangen als Düngemittel in den Boden, werden von Pflanzen aufgenommen und über unsere Nahrungskette konsumiert – nur um anschließend über unsere Ausscheidungen in der Kanalisation zu landen. Doch was wäre, wenn wir diese Nährstoffe aus unseren eigenen Ausscheidungen zurückgewinnen könnten? Dies soll das Citizen Science Projekt näher ergründen.
Aktuell ist echter Urin noch nicht als Ausgangsstoff für die Düngerherstellung zugelassen, daher wurde der Dünger im Projekt aus synthetischem Urin hergestellt. Vor dem praktischen Einsatz erhalten die Teilnehmenden Schulungsmaterialien und haben Zugang zu Online-Sprechstunden. Ihre Beobachtungen diskutieren sie gemeinsam mit den Forschenden in Dialogrunden.
Die bisherigen Ergebnisse aus dem ersten Jahr des Projekts zeigen eine vielversprechende Düngewirkung. Daher können sich alle der bisher 55 Teilnehmenden vorstellen, dass urinbasierter Dünger langfristig synthetische Alternativen ersetzen könnte.
Mehr zu der Teilnahme am Projekt gibt es in zwei Online-Informationsveranstaltungen sowie auf der Projektwebseite „U-Cycle“:
6.2. – Lithium-Konzentration in oberflächennahem Grundwasser gering
Hannover (dpa/lni) 5:31 Uhr – Die Lithium-Konzentration im nahe unter der Erde befindlichen Grundwasser ist in den meisten Regionen Niedersachsens und Bremens gering. Das zeigen neue Daten, die das Geologie-Landesamt (LBEG) veröffentlichte. Die Informationen sind demnach wesentlich für Entscheidungen über den Grundwasserschutz oder die Wasserversorgung.
In den meisten Regionen Niedersachsen liegt die Lithium-Konzentration den Angaben nach bei weniger als 0,05 Milligramm pro Liter. Das sei nach aktueller Studienlage unproblematisch für Menschen und die Umwelt. Minimal höhere Konzentrationen finden sich demnach etwa entlang der Küste, Elbe und Weser sowie zwischen Bremen und der Lüneburger Heide. Unter oberflächennahem Grundwasser versteht man den Angaben nach Vorkommen, die höchstens einige Dutzend Meter unter der Erdoberfläche liegen.
Zum Vergleich: In einer Tiefe von 3.800 Metern haben Forscher im Landkreis Uelzen Grundwasser mit einer Lithium-Konzentration von 200 bis 350 Milligramm pro Liter gefunden. Aus diesem tieferen Grundwasser wollen die Fachleute Lithium gewinnen, welches unter anderem für Akkus und Batterien ein wichtiger Rohstoff ist.
Wangen im Allgäu (Waldner) 10:21 Uhr – Die Waldner Unternehmensgruppe gibt bekannt, dass sie das Gelände des benachbarten Unternehmens Eisen Thiermann, das sich 2024 in einer herausfordernden wirtschaftlichen Lage befand, übernommen hat. Mit diesem Schritt unterstreicht Waldner – ein Entwickler und Produzent von Abfüllanlagen, Prozessanlagen, Laborraumlösungen – seinen Wachstums- und Innovationskurs und setzt gleichzeitig ein Zeichen für unternehmerische Verantwortung und regionale Stärke, heißt es in einer Pressemeldung.
Das traditionsreiche Familienunternehmen Eisen Thiermann, ein über Jahrzehnte hinweg geschätzter Partner der regionalen Wirtschaft, musste sich aufgrund der anhaltenden Krise in der Baubranche und der sich daraus ergebenden Marktlage neu orientieren. Die Übernahme des Firmengeländes durch die Waldner Unternehmensgruppe wurde in enger Abstimmung zwischen beiden Parteien gestaltet und als konstruktiver Prozess realisiert.
4.2. – WHO: Test von Ebola-Impfstoff in Uganda gestartet
Kampala/Uganda (dpa) 1:16 Uhr – Wenige Tage nach dem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Fiebers in Uganda hat in dem ostafrikanischen Land ein erster Test von einem Impfstoff gegen den so genannten Sudan-Stamm des Virus begonnen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, ist es der erste Versuch, die klinische Wirksamkeit eines Impfstoffs gegen die von dieser Virusart verursachte Ebola-Erkrankung zu bewerten. „Dies ist ein entscheidender Erfolg auf dem Weg zu einer besseren Pandemievorsorge und zur Rettung von Menschenleben bei Ausbrüchen“, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Am Donnerstag hatte das ugandische Gesundheitsministerium den Ausbruch des Ebola-Fiebers in dem Land bekanntgegeben. Ein 32 Jahre alter Krankenpfleger war demnach einen Tag zuvor daran gestorben, nachdem er fünf Tage in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Kampala behandelt worden war. Wo sich der 32-Jährige infiziert hatte, ist bisher nicht bekannt.
Nach WHO-Angaben gibt es bisher keinen zugelassenen Impfstoff, der einen möglichen künftigen Ausbruch der Ebola-Krankheit durch die Sudan-Virusart wirksam bekämpfen könnte. Zugelassene Impfstoffe gibt es demnach nur für die durch das Ebola-Virus, früher bekannt als Zaïre-Ebolavirus, verursachte Krankheit.
3.2. – Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2025: Bewerbungsphase
Hamburg (Eppendorf) 10:17 Uhr – Eppendorf und das Fachjournal Science nehmen ab sofort Bewerbungen für den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2025 entgegen. Der Preis wird jährlich auf internationaler Ebene ausgelobt und ist mit 25.000 US-Dollar dotiert. Er zeichnet junge Wissenschaftler aus, die herausragende Beiträge in der neurobiologischen Forschung mit Methoden der Molekular-, Zell-, System- oder organismischen Biologie geleistet haben. Forscher bis 35 Jahre können sich bis zum 15. Juni 2025 bewerben. Der Preisträger und die Finalisten werden von einem Gremium unabhängiger Wissenschaftler unter Vorsitz von Dr. Peter Stern, Science Senior Editor, ausgewählt.
3.2. – Meeresschaum an deutscher Küste mit PFAS belastet
Hamburg (Greenpeace) 5:00 Uhr – Der Meeresschaum an den Stränden der deutschen Nord- und Ostseeküste ist laut Greenpeace stark mit PFAS belastet. Messungen der Umweltschutzorganisation an Sandstränden wiesen hohe Konzentrationen dieser langlebigen Substanzen auf, den so genannten Ewigkeitschemikalien.
Die Greenpeace-Forscher nahmen im November und Januar neun Stichproben auf Norderney, Sylt, in Sankt Peter-Ording, Boltenhagen und Kühlungsborn. Alle Proben liegen zwischen 290-fach und 3.777-fach über dem dänischen Grenzwert für Badegewässer von 40 Nanogramm pro Liter. Auch der ab kommendem Jahr geltende deutsche Trinkwassergrenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für die Summe der 20 am häufigsten vorkommenden PFAS („PFAS-20“) wird deutlich überschritten. Deutsche Behörden haben keine Grenzwerte für Badegewässer erlassen.
„In Dänemark und den Niederlanden warnen die Behörden vor dem Kontakt mit Meeresschaum und erklären, wie man sich nach einem Strandbesuch dekontaminiert. Deutsche Behörden testen nicht mal offiziell“, kritisiert Julios Kontchou, Ökotoxikologe von Greenpeace. „Wie in den Nachbarländern sollten die Behörden dazu auffordern, nach dem Kontakt mit Meeresschaum die betroffenen Hautstellen mit klarem Wasser gründlich abzuwaschen.“
München (dpa/lby) 5:01 Uhr – Das neue Abwassermonitoring auf RSV-Viren in Bayern deutet derzeit auf einen Anstieg der Erkrankungen hin. Im Freistaat wird das Abwasser an verschiedenen Messstellen seit einiger Zeit nicht nur auf Influenza- und Coronaviren getestet, sondern auch auf das Respiratorische Synzytialvirus (RSV).
„Das Abwassermonitoring hat sich bei SARS-CoV-2- und Grippeviren bereits als sehr effizientes Werkzeug zur Überwachung der Infektionslage im Freistaat erwiesen“, erläuterte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Deswegen sei das Monitoring-System auf den Nachweis von RSV ausgeweitet worden. Bei RSV handelt es sich um einen weit verbreiteten Erreger von Atemwegs-Erkrankungen.
Gerlach sagte, es sei früh klar gewesen, dass man die Überwachung des Abwassers auch über die Pandemie hinaus beibehalten wolle. Mit dem Netzwerk aus 21 Standorten werden laut Gerlach rund 29 Prozent der bayerischen Bevölkerung abgebildet.
Die Abwasser-Daten zeigen aktuell auch einen Anstieg der Influenza-Infektionen, während die Corona-Infektionen gerade zurückzugehen scheinen. Die Daten für RSV sind nun ebenfalls online zu sehen. Je nach Standort wird bereits seit Monaten ausgewertet. Für München zeigt sich etwa ein Peak Ende September 2024, also etwa eine Woche nach Oktoberfestbeginn. Ob das mit dem Volksfest zusammenhängt, ist nicht nachweisbar – aber wahrscheinlich.