Berlin (VUP) 10:03 Uhr – Ein breites Bündnis aus Wirtschafts-, Handels-, Agrar- sowie Prüf- und Laborverbänden fordert entschlossene Reformen bei der staatlich organisierten Akkreditierung in Deutschland. In einem nun veröffentlichten Positionspapier machen die Verbände, darunter der Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP), auf strukturelle Defizite bei der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) aufmerksam. Verbunden damit ist ein dringender Appell an Politik und zuständige Stellen, notwendige Veränderungen mutig anzugehen.
Die konkrete Forderungen des Verbändebündnisses sind:
Dienstleistungsorientierung stärken: Ein „Memorandum of Understanding“ soll die DAkkS in Richtung einer serviceorientierten Akkreditierungsagentur transformieren.
Bürokratie abbauen & Verfahren beschleunigen: Ein „DAkkS-Bürokratieabbau-Check“ soll die Akkreditierungspraxis umfassend überprüfen, um Abläufe zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Europäische Harmonisierung statt nationaler Alleingänge: Eigenmächtige Auslegungen und nationale Sonderwege der DAkkS sind zu beenden; stattdessen sollen harmonisierte, arbeitsteilige Akkreditierungssysteme auf europäischer Ebene gefördert werden.
Gesetzliche Grundlagen und Stakeholder-Beteiligung verbessern: Das Akkreditierungsstellengesetz muss überarbeitet werden, um klare Regeln und Zuständigkeiten zu schaffen und die Rolle von Stakeholdern, insbesondere des Akkreditierungsbeirats (AKB), bei der Regelfindung zu stärken.
Angemessene Finanzierung ohne KMU-Belastung: Die personelle und finanzielle Ausstattung der DAkkS muss an die Anforderungen einer modernen Dienstleistungsagentur angepasst werden, wobei Gebührenerhöhungen, die KMU unverhältnismäßig belasten, zu vermeiden sind.
Das Verbändebündnis richtet seine Forderungen insbesondere an das federführende Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) sowie die maßgeblichen Akteure und Träger der DAkkS GmbH. Weitere betroffene Wirtschaftsbereiche und -verbände sind herzlich eingeladen, sich diesem breiten Bündnis anzuschließen und die gemeinsamen Anliegen für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Akkreditierung in Deutschland zu stärken.
19.6. – Tipps und Erfahrungsaustausch zur Akkreditierung
9:00 Uhr – Am 23. und 24. September 2025 veranstaltet Klinkner & Partner das nächste Online-Forum Akkreditierung. Es richtet sich an Qualitätsmanager oder leitende Angestellte einer akkreditierten Stelle sowie an alle, die Erfahrungen mit QM-Normung, Konformitätsprüfung und der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS austauschen wollen bzw. ihr Wissen zu den Themen erweitern möchten.
Ziel des Forums ist es, akkreditierten Stellen den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Akkreditierung zu erleichtern, sie auf den neusten Stand zu bringen und eine Plattform zu bieten, um persönliche Erfolgsgeschichten auszutauschen, aber auch Worst-Practice-Beispiele zu diskutieren, um daraus zu lernen. Dazu bietet das Forum ein Programm aus Vorträgen zur Laborakkreditierung für jeden vom Einsteiger bis zum Profi. Die Veranstaltung versammelt Branchenexperten für fachliche Einblicke in den Prozess der Akkreditierung. So bespricht DAkkS-Begutachterin Susanne Kolb etwa typische aktuelle Abweichungen aus Akkreditierungsbegutachtungen, und Rechtsanwalt Prof. Dr. Joachim Bloehs gibt in seinem Vortrag ein Update zur Rechtssicherheit für akkreditierte Stellen. Weitere Themen des Forums sind u.a. eAccreditation, Revisionen, Digitalisierung und IT-Sicherheit.
Alle Infos zur Anmeldung, dem Programm und den Referierenden finden Sie auf www.akkreditierung.de.
18.6. – Merck vergibt Advance-Biotech-Förderpreis für Parkinson-Therapieansatz
Darmstadt (Merck) 14:02 Uhr – Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck hat heute den Gewinner der diesjährigen Vergaberunde seines Advance Biotech Grant Programms in Nordamerika bekannt gegeben. Die Wahl fiel auf das in Boston ansässige US-amerikanische Biotech Start-up Neoclease, das durch KI-gestützte Genomeditierung Gentherapien für Parkinson entwickelt.
Die Plattform von Neoclease macht sich generative Künstliche Intelligenz (KI) und synthetische Biologie zunutze, um präzise Gentherapien der nächsten Generation auf Basis von Genomeditierung zu entwickeln. Da es für Parkinson derzeit keine krankheitsmodifizierenden Behandlungen gibt, will Neoclease mit NCX-L2, dem Leitkandidaten aus seinem Portfolio, ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder sogar stoppen. Auf einen breiteren Anwendungsbereich bezogen hat der Ansatz von Neoclease das Potenzial, mehr als 6.000 monogenetische Krankheiten ins Visier zu nehmen und direkt auf die auslösenden Ursachen einzuwirken, anstatt nur die Symptome zu behandeln.
Im Förderprogramm erhält Neoclease Zugang zu den Produkten, Technologien und Auftragsprüfungsdienstleistungen von Merck sowie fachliche Beratung und Schulung durch Experten. Diese Ressourcen werden Neoclease bei der Skalierung seiner Prozesse, der Optimierung ihrer Produktion und der Einhaltung von behördlichen Anforderungen unterstützen.
17.6. – Pflanzenkrankheit Stolbur auch in Sachsen nachgewiesen
Dresden (dpa/sn) 4:01 Uhr – Auch in Sachsen gibt es Fälle der Pflanzenkrankheit Stolbur. Besonders bei Mischinfektionen mit dem Erreger SBR drohen große Ernteeinbußen bei Zuckerrüben und Kartoffeln. Regional sei sowohl Stolbur als auch SBR im Freistaat nachgewiesen worden, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Ebenfalls gefunden wurde die Schilf-Glasflügelzikade, bei der es sich um den Krankheitsüberträger handelt. Bereits aus den Vorjahren sind einzelne Nachweise der beiden Erreger im Freistaat bekannt, ein wirtschaftlicher Schaden ist jedoch bisher nur in einem Fall entstanden.
Stand: 08.12.2025
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Der Deutsche Bauernverband hatte zuletzt vor der rasanten Verbreitung der Schilf-Glasflügelzikade in Deutschland gewarnt. Das Insekt hat sich demnach von Baden-Württemberg über Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen weiter in den Norden verbreitet, auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist es entdeckt worden.
12.6. – Horiba unterstützt naturwissenschaftliche Bildung an Grundschule
Oberursel (Horiba) 14:43 Uhr – Die Horiba Europe GmbH engagiert sich für frühe Bildung im Bereich Naturwissenschaft und Technik: Im Rahmen einer lokalen CSR-Initiative spendet das Unternehmen robuste Balkenwaagen, die speziell für den Einsatz im Grundschulunterricht entwickelt wurden. Die didaktischen Lernmittel ermöglichen es Kindern, spielerisch und anschaulich den Umgang mit Gewichten zu erlernen, Masse zu vergleichen und erste naturwissenschaftliche Prinzipien zu verstehen.
Mit der Spende an die Nibelungenschule in Biebesheim möchte der Anbieter von Mess- und Prüflösungen den Forschergeist der Kinder fördern.
12.6. – Julabo eröffnet neues, klimafreundliches Werk in Lahr
Lahr (Julabo) 8:34 Uhr – Der Temperiertechnik-Experte Julabo hat ein neues Produktions- und Logistikzentrum im Startklahr Airport & Business Park in Lahr eröffnet. Das neue Werk stehe nicht nur für Wachstum und Innovation, sondern auch für ein klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und moderner Architektur, heißt e vom Unternehmen. Das nach DGNB-Standards zertifizierte, klimapositive Gebäude wurde im Mai feierlich eingeweiht.
Die Bauherren Markus und Jennifer Juchheim begrüßten zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik, darunter Landrat Thorsten Erny, Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert, den Bundestagsabgeordneten Dr. Johannes Fechner und Dominik Fehringer von der Nectanet GmbH. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der technischen wie architektonischen Qualität des neuen Standorts.
„Mit dem neuen Standort haben wir dringend benötigte Produktionskapazitäten geschaffen. Gleichzeitig werden wir am Hauptsitz in Seelbach freigewordene Flächen noch stärker für zentrale Themen wie Service oder Produktentwicklung nutzen. Somit können wir die Anforderungen unserer weltweiten Kunden noch besser erfüllen“, sagt Geschäftsführer Markus Juchheim.
Das gesamte Areal in Lahr bietet mit rund 30.000 m2 Grundstücksfläche außerdem weiteres Potenzial für künftige Erweiterungen. Die strategisch günstige Lage an der Autobahn A5, in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, macht den Standort auch für zukünftige, neue Mitglieder der Julabo-Familie attraktiv.
Für die architektonische Umsetzung des Projekts zeichnet das Büro Keienburg Architekten verantwortlich. Architektin Lioba Keienburg erläuterte die Besonderheiten: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Klimaschutz Hand in Hand gehen. Vom Recycling alter Hangar-Baustoffe über den Einsatz nachwachsender Rohstoffe bis hin zur klimaneutralen Energieversorgung mittels Photovoltaik-Anlage erfüllt das Gebäude höchste ökologische Standards. Darüber hinaus ist es flexibel ausgelegt und für jede Art von Umnutzung, Umstrukturierung und Veränderung vorbereitet.“
12.6. – Neuere Corona-Variante in Deutschland bislang nur vereinzelt
Berlin/Basel (dpa) 5:02 Uhr – Eine neue Corona-Variante ist global auf dem Vormarsch, spielt in Deutschland bislang aber noch keine größere Rolle. Die Variante NB.1.8.1 wurde erstmals im Januar dieses Jahres nachgewiesen und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „Variante unter Beobachtung“ eingestuft.
Während sich die Variante in Teilen Asiens bereits durchgesetzt hat, ist das in Deutschland aktuell nicht der Fall: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurde NB.1.8.1 Ende März erstmals in Deutschland nachgewiesen – und seitdem bisher nur sporadisch. „Ein Trend lässt sich hier nicht ableiten, aktuell sind die Covid-Fallzahlen gering und es wird entsprechend weniger sequenziert“, heißt es.
In der jüngsten Meldewoche (bis 8. Juni) wurden dem RKI 698 Corona-Fälle gemeldet. Auf niedrigerem Niveau deute sich bei SARS-CoV-2 ein leichter Anstieg an, heißt es im aktuellen Wochenbericht. Viele Infektionen dürften unentdeckt bleiben, da wenig getestet wird. In der Überwachung des Abwassers auf dem Infektionsradar des Bundes ließ sich in den vergangenen vier Wochen auch ein leichter Anstieg der SARS-CoV-2-Last im Abwasser erkennen – ebenfalls auf niedrigem Niveau.
Trotz einer Zunahme an Fällen und Krankenhauseinlieferungen in Ländern, wo NB.1.8.1 verbreitet sei, gebe es bislang keine Anzeichen dafür, dass die Variante schwerere Erkrankungen auslöse als andere zirkulierende Varianten, heißt es von der WHO. Es sei zu erwarten, dass die derzeit zugelassenen Covid-19-Impfstoffe auch bei NB.1.8.1 vor schweren Krankheitsverläufen schützen.
10.6. – LGL: Pestizidrückstände bei Bio-Gemüse durchweg geringer
Erlangen (dpa/lby) 5:01 Uhr – Obst und Gemüse in bayerischen Läden und Supermärkten ist laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hinsichtlich seiner Belastung mit Pflanzenschutzmitteln sicher. Weil dies besonders für Bioware gilt, empfiehlt das LGL skeptischen Verbrauchern den Griff in die Bio-Regale.
Bei Obst und Gemüse würden bei Bio-Produkten seit Jahren keinerlei unerlaubte Pestizid-Rückstände gefunden, geht aus einer Statistik des Landesamtes hervor. In den Jahren 2019 bis 2024 seien bei Bio-Lebensmitteln jeweils mindestens 90 Prozent aller Proben ohne jegliche Pestizid-Rückstände gewesen. In acht bis zehn Prozent der Proben hätten sich Rückstände befunden, die unterhalb der erlaubten Grenzwerte gelegen hätten. Zum Vergleich: In konventionell erzeugtem Obst- und Gemüse hatten sich im selben Zeitraum in mehr als 70 Prozent der Proben Pestizid-Rückstände befunden, in zwei bis drei Prozent der Fälle oberhalb der erlaubten Höchstwerte.
Magnus Jezussek, Pestizid-Experte beim LGL, betonte, dass auch das konventionell erzeugte Obst- und Gemüse für den Verbraucher sicher sei, sofern von Anbauern und Händlern keine Regelverstöße begangen werden. Die meisten verwendeten Pestizide seien aus wissenschaftlicher Sicht für den menschlichen Körper problemlos. Dies gelte etwa auch für Fungizide - also Mittel zur Bekämpfung von Pilzbefall - beim Hopfen- und Weinanbau. In den beim Verbraucher ankommenden Getränken seien die nachweisbaren Rückstände verschwindend gering, sagte Jezussek.
5.6. – Länder gegen komplettes Verbot der PFAS-Chemikalien
Stuttgart (dpa) 15:01 Uhr – Die Wirtschaftsministerkonferenz hat sich gegen ein pauschales Verbot der sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS ausgesprochen. Die Vorsitzende, die baden-württembergische Ressortchefin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), sagte sich in Stuttgart, man wisse wohl über die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Bei einem Verbot würden aber ganze Produktionsbereiche in der EU wegbrechen. Dies würde als breites Deindustrialisierungsprogramm wirken.
Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sagte nach der zweitägigen Tagung, er sehe die EU-Chemikalienregulierung mit Sorge. –Sie sorgt in der Chemieindustrie und den von ihr abhängigen Wertschöpfungsketten durch immer höheren Aufwand, erhebliche Planungsunsicherheit, Innovations- und Investitionsstau für immensen Schaden.“ Ein pauschales Verbot von PFAS sei der falsche Weg. Von den 10 000 Substanzen seien 2000 völlig unschädlich.
PFAS-Chemikalien (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) kommen nicht natürlich in der Umwelt vor und überdauern je nach Stoff extrem lange in der Umwelt. Dabei können sie sich immer mehr anreichern. PFAS stehen unter anderem im Verdacht, Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs zu verursachen.
4.6. – Überdurchschnittlich viel Nitrat in sächsischem Grundwasser
Kamenz (dpa/sn) 12:55 Uhr – Die Nitratwerte im sächsischen Grundwasser gehen zwar verglichen mit Werten von vor 15 Jahren langsam zurück – sie sind aber im bundesweiten Vergleich immer noch überdurchschnittlich hoch. Das teilte das Statistische Landesamt zum Tag der Umwelt am 5. Juni mit. So wurden nach den neuesten Zahlen von 2023 an 18 Prozent der 49 Messstellen der Europäischen Umweltagentur (EUA) im Freistaat die Grenzwerte für Nitrat von 50 Milligramm je Liter nicht eingehalten. Zum Vergleich: Bundesweit sind es mit 15 Prozent etwas weniger.
Noch etwas deutlicher wird das, wenn man sich den engeren Grenzwert von 25 Milligramm je Liter anschaut. Ab diesem Wert ist davon auszugehen, dass es eine durch den Menschen verursachte Verunreinigung des Grundwassers gibt. Hier fanden die Wissenschaftler an 39 Prozent der Messstellen in Sachsen erhöhte Werte - bundesweit sind es 33 Prozent.
Nitrat ist ein wichtiger Nährstoff für Pflanzen. In der Landwirtschaft wird er als Mineraldünger oder in Form von Gülle für mehr Pflanzenwachstum verwendet. In vielen Regionen Deutschlands ist das Grundwasser durch den Eintrag von Dünger aus der Landwirtschaft zu stark belastet. Nitrate können unter bestimmten Bedingungen die menschliche Gesundheit beeinträchtigen.
2.6. – Milliardenschwere Kooperation von Biontech und US-Konzern
Mainz (dpa/lrs) 12:46 Uhr – Biontech wird die weitere Entwicklung eines seiner vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Krebs gemeinsam mit dem US-Konzern Bristol Myers Squibb vorantreiben. Eine Vereinbarung beider Unternehmen sieht eine gemeinsame globale Entwicklung und Kommerzialisierung von dem Wirkstoffkandidaten BNT327 vor, wie Biontech mitteilte. Damit verbunden sind milliardenschwere Zahlungen des US-Konzerns an die Mainzer.
BNT327 soll unter anderem Effekte von Tumoren entgegenwirken, die das körpereigene Immunsystem unterdrücken. Denkbar ist der Einsatz bei ganz unterschiedlichen Krebsarten, als alleiniges Mittel oder in Kombination mit anderen. Späte Studien der Phase 3 laufen zu Lungenkrebs – bis Ende dieses Jahres soll eine weitere zu Brustkrebs starten. Biontech hatte sich die Rechte an dem Wirkstoffkandidaten einst mit der Übernahme des chinesischen Unternehmens Biotheus gesichert.
Die Vereinbarung zwischen Biontech und Bristol Myers Squibb sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass die Amerikaner insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar (rd. 3,06 Mrd. Euro) an Biontech zahlen. Diese Zahlungen sind nicht an Bedingungen geknüpft und setzen sich zusammen aus einer Vorauszahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar bereits im zweiten Quartal sowie Fortsetzungszahlungen bis 2028 von insgesamt zwei Milliarden US-Dollar.
Unter bestimmten Bedingungen - also wenn Meilensteine bei der Entwicklung, einer möglichen Zulassung oder Vermarktung erreicht werden - kann Biontech weitere bis zu 7,6 Milliarden US-Dollar bekommen. Vorgesehen ist auch, dass Biontech und Bristol Myers Squibb sich die Kosten für klinische Studien je zur Hälfte teilen. Auch Gewinne und Verluste mit dem Wirkstoffkandidaten sollen zu gleichen Teilen aufgeteilt werden.