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Vorschau: Praxistag HPLC 2022 Asymmetrisch, multidimensional, auf Ärger aus: elf Vorträge beleuchten die HPLC

Das Gespräch führte Christian Lüttmann

Anbieter zum Thema

HPLC-Wissen aus erster Hand: Mit elf Fachvorträgen können Anwender aus dem Labor ihr Chromatographiewissen auffrischen und erweitern. Der Praxistag HPLC bietet am 22. November 2022 eine Plattform für den Erfahrungsaustausch. Wir geben eine Vorschau auf drei der Vorträge.

Beim Praxistag HPLC lernen die Teilnehmer Tipps und Tricks für die Chromatographie im Labor kennen (Foto vom Praxistag HPLC 2019 in Berlin)
Beim Praxistag HPLC lernen die Teilnehmer Tipps und Tricks für die Chromatographie im Labor kennen (Foto vom Praxistag HPLC 2019 in Berlin)
(Bild: LABORPRAXIS)

Der 11. Praxistag HPLC steht an. Am 22. November 2022 treffen sich Experten und Anwender im Hollywood Media Hotel in Berlin, um sich einen Tag lang der Flüssigchromatographie zu widmen. Die HPLC wird hier in elf Fachvorträgen umfassend beleuchtet. Was taugt die (U)HPLC für die Analyse von Biomolekülen? Wie wirkt sich die Qualität des verwendeten Reinstwasser auf die Ergebnisse aus? Wofür steht HILIC und wozu wird diese Technik genutzt? Diese und weitere Fragen beantworten die Referenten beim Praxistag HPLC. Eine exklusive Vorschau auf drei der Vorträge haben wir Ihnen hier unten aufgelistet – in Form von drei mal „Drei Fragen an...“

Für den vollständigen Überblick des Tagungsprogramms besuchen Sie die Seite des Praxistages HPLC. Dort können Sie sich auch direkt für den Praxistag HPLC anmelden.

Wer sich noch nicht vorstellen kann, wie so ein Praxistag vor Ort abläuft, kann sich mit dem Rückblick auf den Praxistag HPLC 2019 ein grobes Bild machen. Das war der letzte Präsenz-Praxistag vor der Coronapandemie. Die vergangenen Jahre fanden die Praxistage in virtueller Form als Webinar statt. Umso mehr freuen wir uns, jetzt wieder in einem Tagungsraum für den persönlichen Erfahrungsaustausch und erkenntnisreiche Diskussionen zusammenzukommen.

Praxistag HPLC

Tipps & Tricks für Ihren Alltag im Labor

Praxistag HPLC

Die Hochleistungsflüssigchromatographie ist die am häufigsten eingesetzte Trennmethode im Labor. Der Praxistag HPLC beschäftigt sich eingehend mit dieser wichtigen Analysemethode. Auf diesem Anwendertreff von Labormitarbeitern, Laborleitern und Anwendungsexperten aus Industrie und Forschung erleben Sie praxisnahes Wissen zum Anfassen, lernen von ausgewiesenen Experten Tipps und Tricks beim täglichen Umgang mit HPLC-Systemen und erweitern Ihr Expertennetzwerk.

Keynote: Asymmetrie und Peakverbreiterung außerhalb der Säulenpackung

Drei Fragen an Prof. Dr. Thomas Welsch, Universität Ulm:

1. Was macht Ihren Vortrag so wichtig für HPLC-Anwender?

Prof. Dr. Thomas Welsch, Universität Ulm
Prof. Dr. Thomas Welsch, Universität Ulm
(Bild: Welsch)

Außerhalb der Trennsäulenpackung verursachte Peakverbreiterung und Asymmetrie tragen besonders in der UHPLC zur Verschlechterung der Trennqualität, Auflösung und Quantifizierung bei. Selbst die Retentionreihenfolge kann durch unterschiedliche Vorsäulenvolumina – auch Dwellvolumina genannt – verändert sein. Die Erkennung und Minimierung dieser Beiträge sind deshalb für die Entwicklung, Optimierung und Anwendung einer robusten chromatographischen Methode von großer Bedeutung.

2. Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

  • Ursachen und negative Auswirkung von Außersäuleneffekten
  • Aufspüren „versteckter“ Volumina in einer HPLC-Apparatur.
  • Kriterien bei der Auswahl von Dosiervolumen, Probelösungsmittel, Vorsäulen, Verbindungskapillaren, Detektoren und Temperatur für eine optimale Trennqualität mit einer gegebenen Säule

3. Was lernen die Anwender durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmer lernen, Außersäulenbeiträge aus dem Chromatogramm zu erkennen und die Ursachen von Außersäuleneffekten zu beseitigen oder zumindest zu minimieren. Außerdem erhalten sie Kriterien zur bestmöglichen Auswahl geeigneter apparativer Komponenten und zur Optimierung der Trennung. Insgesamt soll es den Teilnehmern erleichtert werden, die besten Trennsäulendimensionen hinsichtlich ihrer Problemstellung und vorhandener (U)HPLC-Apparatur zu finden.

Vortrag: Multidimensionale Flüssigkeitschromatographie – Ein Überblick über unterschiedliche Konzepte

Drei Fragen an Kjell Kochale, Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA):

1. Was macht Ihren Vortrag so wichtig für HPLC-Anwender?

Kjell Kochale, Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA)
Kjell Kochale, Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA)
(Bild: IUTA)

Mit immer komplexeren Proben, die analysiert werden sollen, steigen auch die Anforderungen an die Chromatographie. Die hohe Anzahl der Zielanalyten lässt sich, aufgrund der geringeren Peakkapazität, eindimensional kaum noch trennen. Eine Alternative bietet die Verwendung mehrdimensionaler Trennsysteme. Der Bereich der mehrdimensionalen Trennsysteme hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und somit ist eine Vielzahl von Systemen für unterschiedliche Anwendungsbereiche beschrieben. Einen Überblick über einige mehrdimensionale Trennsysteme und deren Vor- und Nachteile bietet dieser Vortrag.

2. Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

  • Einführung in die mehrdimensionalen Trenntechniken
  • Vorstellung unterschiedlicher mehrdimensionaler Trennsysteme für unterschiedliche Anwendungen
  • Beleuchtung der jeweiligen Vor- und Nachteile

3. Was lernen die Anwender durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmer bekommen einen Eindruck über mehrdimensionale Trenntechniken. Für einige wird dieser Themenbereich voraussichtlich komplett neu sein. Sie können somit eruieren, ob Sie Problemstellungen haben, die bisher mit der klassischen LC nicht gelöst werden können und bei denen mehrdimensionale Trennsysteme einen möglichen neuen Lösungsansatz bilden könnten. Andere Teilnehmer haben möglicherweise schon Erfahrungen im Bereich mehrdimensionaler Trennsysteme, voraussichtlich primär mit der (multiple)Heart-Cut 2D-LC. Hier können die vorgestellten Trennsysteme aus dem Forschungssektor neue Impulse setzen. Der Vortrag erschließt somit für Teilnehmer, die über den Tellerrand der 1D-LC hinausblicken wollen, ein neues Themengebiet.

Vortrag: Pannenhilfe in der HPLC Praxis – Troubleshooting Tipps & Tricks

Drei Fragen an Dr. Kevin Brahm, YMC Europe GmbH:

1. Was macht Ihren Vortrag so wichtig für HPLC-Anwender?

Dr. Kevin Brahm, YMC Europe GmbH
Dr. Kevin Brahm, YMC Europe GmbH
(Bild: by Thomas Kerkewitz)

Jeder Anwender in der HPLC kennt das Problem, dass die erhaltenen Resultate leider nicht immer so aussehen wie sie sollen. Aber warum passiert das und wie wird man diese HPLC-Probleme eigentlich los? Das YMC-Experten-Team für analytische Flüssigchromatographie beschäftigt sich täglich mit dieser Art von Fragen und gibt Einblick in die relevantesten Lösungen im (U)HPLC Troubleshooting.

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2. Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

  • Einblick in die aus unserer Perspektive am häufigsten auftretenden ungewünschten Effekte in der (U)HPLC
  • Schritte in der Ursachenfindung und -behebung
  • Vorschläge zur Prävention

3. Was lernen die Anwender durch Ihren Vortrag?

In einer empirischen Herangehensweise werden die häufigsten Probleme in der (U)HPLC identifiziert und deren möglicher Ursprung erläutert. Generelle Maßnahmen zur Fehlerbehebung und/oder schrittweisen Eingrenzung werden nähergebracht, sodass die Ursachen schneller erkannt und behoben werden können.

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