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Duftrezeptoren können viel mehr als nur riechen Die Nasen im Körper

Autor / Redakteur: Julia Weiler* / Christian Lüttmann

Geröstete Kaffeebohnen, frisches Heu, schwerer Kerzenrauch – unsere Nase kann tausende Gerüche unterscheiden. Doch auch im restlichen Körper finden sich Duftrezeptoren. Sie ermöglichen Kommunikation zwischen den Zellen und können sogar Krebstumore entlarven. Was über die körpereigenen „Nasen“ bisher bekannt ist, haben nun Forscher der Ruhr-Universität Bochum zusammengefasst.

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Duftrezeptoren finden sich nicht nur in der Nase.
Duftrezeptoren finden sich nicht nur in der Nase.
(Bild: Pixabay/PublicDomainPictures)

Bochum – Duftrezeptoren erwartet man in der Nase anzutreffen. Das ist natürlich korrekt, aber längst nicht der einzige Ort, wo sie vorkommen. Tatsächlich finden sie sich in allen menschlichen Geweben und könnten auch für die Medizin interessant sein. Welchen Nutzen man aus den zahlreichen Riechrezeptoren für neue Therapien – zum Beispiel gegen Krebs – ziehen könnte, untersuchen Prof. Hanns Hatt und Dr. Désirée Maßberg von der Ruhr-Universität Bochum.

Wachsen, bewegen, sterben – Funktionen von Duftrezeptoren

2003 wies das Team um Hatt erstmalig nach, dass Duftrezeptoren auch in Geweben außerhalb der Nase vorkommen und wichtige Funktionen erfüllen. Seither konnten die Forscher in Bochum und in anderen Laboren die Rolle von Duftrezeptoren in mehr als 20 verschiedenen menschlichen Geweben beschreiben. Es zeigte sich, dass pro Gewebe zwischen 5 und 80 verschiedene Arten von Duftrezeptoren zu finden sind.