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Personal Im Unternehmen gesellschaftliche Randbedingungen integrieren

| Autor/ Redakteur: Sven Roeren und Vinzenz Jeglinsky / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Dynamische gesellschaftliche Randbedingungen in ein ausgewogenes Zielesystem zu integrieren, ist für produzierende Unternehmen eine große Herausforderung. Vor allem menschbezogene gesellschaftlich bedingte Einflüsse werden derzeit im Umfeld einer Produktion mit heterogener Belegschaft kaum berücksichtigt.

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Die Verringerung der Bereitschaft für Schichtarbeit, ist eine gesellschaftliche Randbedingung von der angenommen wird, dass sie den Unternehmenserfolg beeinflussen wird.
Die Verringerung der Bereitschaft für Schichtarbeit, ist eine gesellschaftliche Randbedingung von der angenommen wird, dass sie den Unternehmenserfolg beeinflussen wird.
(Bild: hainichfoto - Fotolia.com)

Unternehmen spielen in unserer Gesellschaft eine klar zugeordnete Rolle. Diese ist geprägt von einer übergeordneten Zielsetzung der Gewinnmaximierung. Je nach Unternehmensstruktur und Branche findet der Faktor Zeit im Sinne einer langfristigen Sicherung der Gewinnstruktur oder kurzfristige Renditeabsichten auf unterschiedliche Weise Einzug in diese übergeordnete Zielsetzung. Als ein extremer Vertreter langfristiger Zielsetzungen in diesem Zusammenhang mag der produzierende Mittelstand in Deutschland gelten. Dessen Wurzeln führen zurück bis in die Hochzeit der Zünfte und der Hanse oft in einer langen Tradition von Unternehmerfamilien.

Langfristige Ziele bei Technikunternehmen im Vordergrund

Feststellbar ist auch eine Neigung von technologisch geprägten Unternehmen hin zu einer Betonung langfristiger Ziele im Gegensatz zu kapitalintensiv geprägten Unternehmen mit geringer oder ohne eigene Wertschöpfung. Letzt genannte agieren häufig unter der Maximierungszielsetzung einzelner Quartalsgewinne.

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Langfristig ausgerichtete Ziele dienen in diesem Zusammenhang der Sicherung der Unternehmensstruktur, wohingegen kurzfristige Ziele meist auf Anforderungen zu Renditemaßgaben von Kapitalgebern und Eigentümern reagieren. Es liegt auf der Hand, dass in Abhängigkeit des Grades der Zieleanspannungen im Bereich der kurzfristigen und langfristigen Ziele zunehmend Konflikte entstehen.

Die schlüssige Übertragung von übergeordneten Zielsetzungen in konkrete operative Ziele wird allgemein als wesentliches Erfolgskriterium im Unternehmenssinn angesehen [1]. Im Rahmen dieser Übertragung lassen sich konkrete Zielsetzungen für Produktionsbereiche stellenweise nicht mehr eindeutig einem der beiden übergeordneten Kategorien zuordnen. Folgerichtig ist es, die operativen Ziele in ihren gegenseitigen Beeinflussungen, etwa auf der Basis der Methode Balanced-Score-Card wieder in ihrer abstrahierten Wirkung zu interpretieren und die Ergebnisse dieser Interpretation für weitere operative Zieleanpassungen zu berücksichtigen.

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