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Studie zu Aorten-Erkrankungen Leipziger Mediziner erhält Förderung in Millionenhöhe

| Redakteur: Doris Popp

Für eine große klinische Studie im Bereich der Operation von erkrankten Hauptschlagadern erhält ein internationales Konsortium unter Führung der Universität Leipzig fast 6,3 Millionen Euro von der Europäischen Kommission.

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Prof. Dr. Christian Etz, Hauptinitiator des Projekts und Sprecher des Inkubator-Direktoriums
Prof. Dr. Christian Etz, Hauptinitiator des Projekts und Sprecher des Inkubator-Direktoriums
(Bild: privat)

Leipzig – Das auf fünf Jahre angelegte Projekt könnte dazu führen, die Gefahr von Querschnittslähmungen bei entsprechenden Operationen beträchtlich zu reduzieren. „Die Förderung ist eine sehr gute Nachricht für betroffene Patienten, und sie bringt auch dem an der Universität Leipzig zu Jahresbeginn etablierten Sächsischen Inkubator für klinische Translation einen großen Schub“, sagt Prof. Dr. Christian Etz, Hauptinitiator des Projekts und Sprecher des Inkubator-Direktoriums.

Die Aorta (Hauptschlagader) versorgt den Körper mit sauerstoffreichem Blut. Ist sie erkrankt, kann das lebensgefährlich sein. Eine der häufigsten und gefährlichsten Aorten-Erkrankungen sind Aneurysmen (Aussackungen). Ihnen begegnen Ärzte mit einem chirurgischen Ersatz der Aorta durch eine Art Schlauch oder dem Einsatz von Stents. Aber bei entsprechenden Operationen kann das Rückenmark durch eine abgeschnittene Blutzufuhr geschädigt werden, was zu einer Querschnittslähmung führt.

Risikoreiche OP-Methoden

„Die Aneurysmen bleiben oft lange unentdeckt, bis es dann zu Einrissen kommt, die tödlich enden“, sagt Christian Etz. „Allerdings gibt es inzwischen erfolgreiche OP-Methoden, um die Aneurysmen zu behandeln. Nur sind sie recht risikoreich. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Querschnittslähmung kommt, liegt noch immer bei 15 bis 30 Prozent. Das ist für die Patienten psychisch und physisch ein Riesenproblem, und zieht natürlich auch erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem nach sich.“

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