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Das für den Großversuch zur Konditionierung verwendete Sediment wurde von Dezember 2008 bis März 2009 mithilfe eines Saugspülbaggers aus einer Sedimenttiefe von 0 bis 1 m als Suspension entnommen, in ein Absetzbecken gespült und nach einer Teilentwässerung in das Vererdungsbecken eingefüllt. Das Konditionierungsbecken wurde in fünf Segmente unterteilt. Parallel zur Bepflanzung des Sediments mit unterschiedlichen Pflanzdichten wurde die Aussaat von Pflanzensamen auf die Sedimentoberfäche getestet. Aufgrund seiner Staunässe tolerierenden Eigenschaften und seiner Durchwurzelungstiefe erwies sich Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) für das Vererdungsverfahren als am besten geeignet. Ziel war es, das schlammig-pastöse Sediment durch den Einsatz von Pflanzen und Mikroorganismen in ein krümeliges, erdiges Material zu überführen, und damit die Voraussetzung für den zweiten Verfahrensschritt der naturnahen Sedimentsanierung zu schaffen.
Sedimentanalytik – Probenahme
Um den Erfolg des Verfahrens bewerten zu können, wurde eine umfangreiche Begleitanalytik realisiert (s. Abb. 1 und 3). Frisch gebaggertes Sediment ist schlammig-pastös, reich an organischem Material und anoxisch. Zur Charakterisierung dieses Ausgangsmaterials wurden beim Einspülen des Sediments in das Absetzbecken Stichproben entnommen, zu einer Mischprobe vereinigt und nachfolgend analysiert. Nach dem Einfüllen des teilentwässerten Sediments in das Vererdungsbecken wurde dieses über die gesamte Fläche mit zehn Einzelproben beprobt. Nach dem Homogenisieren der Einzelproben wurden diese zu einer Mischprobe vereinigt, die zur Charakterisierung der Ausgangssituation diente. Um den Einfluss unterschiedlicher Bepflanzung zu testen, wurde die gesamte Versuchsfläche in fünf Segmente unterteilt. Jedes Segment wurde während der Vegetationsperiode im 14-Tage-Rhythmus an fünf Stellen beprobt. Zur Erfassung vertikaler Unterschiede in den physikochemischen Sedimenteigenschaften wurden Proben aus zwei verschiedenen Tiefen mit einem Riverside-Bohrer (ø 7 cm, Ejkelkamp Agrisearch Equipment) entnommen. Das Vereinigen, Homogenisieren und Verjüngen der Einzelproben zu einer Mischprobe erfolgte getrennt nach Sedimenttiefen nach LAGA PN98 [2001]. Das Probematerial wurde in PET-Weithalsflaschen gefüllt und bis zur Analyse bei 4°C gelagert.
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