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Prozessanalytik

Online-Analyse von pflanzlichen Ölen und tierischen Fetten im Abwasser

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Die meisten „Öl-in-Wasser“-Analysemethoden basieren auf indirekten Messungen und sind damit nur für einen bestimmten Öltyp (fluoreszendierende) bzw. für Öltröpfchen (Streulichtstreuung) passend. Im Gegensatz dazu nutzt ein TOC-Analysegerät eine direkte Messmethode, die die Gesamtheit an organischem Kohlenstoffen im Wasser, unabhängig ihres Ursprungs, ihrer Zusammensetzung, ihrer Einheit oder Konsistenz erfasst. Somit ist ein TOC-Analysegerät ein „reiner“ Kohlenwasserstoffzähler, der optimal bei der „Öl-in-Wasser“-Analyse anwendbar ist.

Die meisten Typen der TC- bzw. TOC-Analysatoren haben eine Obergrenze von rund 2000 mg C/l. Um ein höheres Spektrum zu erreichen, müssen die Proben mit demineralisierten Wasser verdünnt werden. Da sich Öl und Wasser nicht mischen, kann das in schwachen und schlechten Analyseergebnissen resultieren. Durch Absorptions- bzw. Adsorbtionseffekte aller befeuchteten Bauteile haben die meisten Analysatoren ein Problem mit Memory-Effekten, deren Auswirkungen eine Verringerung der Reaktionszeit und eine langsamere Wiederherstellung nach der Messung einer Spitzen- oder Kreuzkontermination bei Multistromapplikationen sind.

Höhe Hürde Evaluation

Um den Memory-Effekt zu reduzieren, setzt man auf folgende Konstruktionen für die medienberührenden Bauelemente: möglichst wenig befeuchtete Bauteile, Spültechniken, vorgelagerte Oxidationstechnik (z.B. thermische Oxidation). Die Evaluation bestand nur ein Analysegerät, der QuickTOC, hergestellt von LAR Process Analysers in Berlin.

Der QuickTOC von LAR eignet sich für die Anwendung bei Ölen, Fetten und Schmierstoffen und ist bereits bei einer Vielzahl entsprechender Anwendungen im Einsatz. Bei diesen Geräten ist keine Probenvorbereitung oder Verdünnungstechnik nötig. Im Kontakt mit der Probe sind dabei lediglich drei Gerätekomponenten: der Probenschlauch, eine Überlaufeinheit und eine stabile Injektionsnadel. Proben werden bei diesem System direkt in den Reaktor injiziert. Der Messbereich liegt bei bis zu 50.000 mg C/l, unabhängig davon, welche Art von Öl injiziert wird bzw. welche organischen Bestandteile die Probe sonst noch aufweist. Die angewandte thermische Oxidationstechnik mit 1200 °C ist anderen Techniken weit voraus. Das Design verzichtet auf die bisher stark von Wartungsarbeiten betroffenen Teile, wie Zuluftventile, Multifunktionshähne oder Pumpen. Darüber hinaus ist LAR in der Lage, einen Zweistrom-„Öl-in-Wasser“-Analysator zu liefern, um den Zufluss als auch den Abfluss des Abwassers simultan zu überwachen. Dadurch wird die Effektivität der Kläranlagenanwendungen entscheidend verbessert.

Fazit zur Online-Analyse

Die beständige Online-Analyse von Ölen und Fetten im Abwasser ist eine der schwierigsten Anwendungen. Da diese Substanzen hauptsächlich aus Kohlenstoffen bestehen, können zur Analyse TOC-Messgeräte eingesetzt werden. Die meisten „Öl-in-Wasser“-/TOC-Analysegeräte haben jedoch Schwierigkeiten mit dem hoch kontaminierten, öligen und fettigen Abwasser. Dies ist zum Teil damit begründet, dass diese Geräte eine Vielzahl von befeuchteten Bauteilen aufweisen, die sowohl analytische Memory-Effekte als auch sehr hohe Wartungskosten auslösen. Die Ausnahme bildet hier lediglich der QuickTOC von LAR. Dieser ist nachgewiesen sehr zuverlässig, akkurat und ein hervorragend konzipiertes „Öl-in-Wasser“-Analysegerät.

* Der Autor ist Specialist Environmental Projects bei ODS Sampling and Analytical Systems, Ridderkerk/Niedelande. Kontakt LAR Process Analysers: Tel. +49 (0) 30 / 27 89 58 - 59

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