Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.
Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
(Bild: viperagp - stock.adobe.com)
29.4. – Wacker Chemie schreibt wieder schwarze Zahlen
München (dpa) 11:05 Uhr – Nach einem hohen Verlust 2025 hat der Münchner Chemiekonzern Wacker im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. In den ersten drei Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 15,3 Millionen Euro – ein Jahr zuvor waren es 3,4 Millionen Euro Verlust gewesen.
Grund war nach Worten von Vorstandschef Christian Hartel unter anderem der Iran-Krieg, der zu vorgezogenen Kundenbestellungen führte. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 1,41 Milliarden Euro, laut Wacker vor allem wegen des schwachen US-Dollars.
Wacker ist auf drei Bereiche spezialisiert: Der Konzern ist nach Firmenangaben führender Hersteller hochreinen Polysiliziums, dem Grundmaterial für Computerchips. Daneben stehen Silikone, aus denen unter anderem Harze und Öle hergestellt werden, sowie Polymere für die Produktion verschiedener Baustoffe. Viertes Geschäftsfeld ist die Biotechnologie. 2025 hatte Wacker einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro gemeldet.
Der Ausblick auf das restliche Jahr bleibt trüb: Eine Trendwende ist nach Hartels Worten bislang nicht abzusehen. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, hatte der Wacker-Vorstand 2025 ein großes Sparprogramm eingeleitet, das die Kosten um jährlich 300 Millionen Euro reduzieren soll. Insgesamt will das Management 1.500 Stellen abbauen, den Großteil in Deutschland. „Bereits im laufenden Geschäftsjahr werden signifikante Einsparungen aus dem Programm wirksam werden“, sagte Hartel.
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26.4. – 40 Jahre nach Tschernobyl: Kaum noch Wildschweine verseucht
Mainz (dpa/lrs) 5:00 Uhr– Auch 40 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl sind dessen Folgen in Deutschland noch messbar. So können Wildschweinfleisch und Pilze aus Wäldern in Rheinland-Pfalz weiterhin radioaktiv belastet sein, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) mitteilte.
Allerdings gehe die Belastung nach aktuellen Auswertungen zurück. Eine Analyse habe gezeigt, dass selbst ein häufiger Verzehr von Wildschweinfleisch hinsichtlich der radioaktiven Belastung inzwischen als unbedenklich gilt, teilte das Amt mit.
In den vergangenen zwei Jahren untersuchte das LUA nach eigenen Angaben 105 Proben von Schwarzwildfleisch aus Handel, Gastronomie und spezialisierten Metzgereien – keine überschritt den gesetzlichen Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm.
Auch bei wild gesammelten Pilzen zeigen sich dem Landesuntersuchungsamt zufolge positive Entwicklungen. Zwar werden diese in Deutschland in der Regel nicht gewerblich vermarktet und daher kaum amtlich kontrolliert. Dennoch analysierte das LUA zwischen 2022 und 2025 insgesamt 70 Proben aus Rheinland-Pfalz. Auch hier lagen sämtliche Messwerte deutlich unter dem Grenzwert.
Das Bundesumweltministerium empfiehlt, wegen möglicher Belastungen mit Cäsium-137 sowie Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium nicht mehr als 200 bis 250 Gramm frische Wildpilze pro Woche zu essen. Für Kinder gilt eine entsprechend geringere Menge.
17.4. – Hessen prüft weiter Radioaktivität, 600 Proben jährlich
Wiesbaden (dpa/lhe) 4:10 Uhr – Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) misst in Hessen die Radioaktivität in Lebensmitteln und Futtermitteln, in Pflanzen und im Boden, in Flüssen und Seen, im Grundwasser und im Niederschlag sowie in Reststoffen der Abfallbehandlung. Jährlich werden etwa 600 Umweltproben aus Hessen im HLNUG auf Radioaktivität untersucht. Die Messstellen befinden sich in Kassel und Darmstadt.
„Vor der Tschernobyl-Katastrophe gab es sowohl in West- und Ost-Deutschland keine Notfallpläne und man war unvorbereitet für ein Ereignis dieser Größe“, sagt Uh-Myong Ha, Dezernatsleiter der Abteilung Strahlenschutz beim HLNUG. „Es gab wenig Vergleichsmesswerte für die Umweltmedien, weshalb es schwierig war zu beurteilen, inwieweit sich die Messwerte erhöht hatten.“ Damals hätten vor allem uneinheitliche Grenzwerte zwischen den EU-Ländern und innerhalb Deutschlands zur allgemeinen Verunsicherung der Bevölkerung geführt.
„Im Nachgang der Katastrophe wurden Notfallpläne und ein Routinemessprogramm eingerichtet, um diese Werte zu haben und für die Sicherheit der Bevölkerung vorzusorgen.“ Diese Notfallpläne würden fortlaufend aktualisiert, um auch den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen zu begegnen.
Stand: 08.12.2025
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17.4. – VCI zum GKV-Sparpaket: Pharmaindustrie droht Abstieg
Frankfurt a.M. (VCI) 11:23 Uhr – In einer Pressemitteilung kritisiert der Verband der chemischen Industrie (VCI) das geplante Sparpaket zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Es setze falsche Anreize und gefährde Innovationskraft und Versorgungssicherheit. Die Bundesregierung steuere damit auf eine folgenschwere Fehlentscheidung zu. Der Chemieverband warnt vor fatalen Konsequenzen für die nationale Qualität der Gesundheitsversorgung und die Wettbewerbsfähigkeit der pharmazeutischen Industrie am Standort.
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup mahnt: „Wenn die Bundesregierung die Sparhammer umsetzt, verspielt sie die Zukunft einer der innovativsten, produktivsten und exportstärksten Branchen in Deutschland. Wird der Pharmastandort weiter belastet, droht ein Abstieg mit Ansage. Wir brauchen endlich Strukturreformen und die Entlastung des Systems von fremden Leistungen. Scheut man dies politisch, darf die Zeche nicht einfach weitergereicht werden. Noch hat die schwarz-rote Koalition es in der Hand, Innovationen und Investitionen in Deutschland zu halten und die Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern. Das gilt umso mehr, als der Wettbewerbsdruck durch die USA und China weiter steigt.“
Die Kritik des VCI richtet sich vor allem gegen die geplante Ausweitung des Zwangsrabatts. Diese Erhöhung stünde im Widerspruch zu früheren Zusagen der Bundesregierung, Planungssicherheit zu schaffen. 2024 hatte die Politik signalisiert, diesen Rabatt stabil zu halten, um Investitionen am Standort nicht zu gefährden. Ein aktuelles Gutachten im Auftrag der Pharmainitiative Bayern belegt, dass die Erhöhung des Zwangsrabatts der Volkswirtschaft mehr schadet, als sie nutzt. Jeder zusätzliche Euro Rabatt kann einen volkswirtschaftlichen Wertschöpfungsverlust von jeweils bis zu 3,80 Euro verursachen. Zugleich verweist der VCI auf den von der Branche bereits in Milliardenhöhe jährlich geleisteten Sparbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung: Allein 2025 waren es rund 29 Milliarden Euro.
14.4. – IWF senkt Prognosen für Weltwirtschaft und Deutschland
Washington (dpa) 15:01 Uhr – Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem etwas schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft als bislang. „Erneut droht die Weltwirtschaft aus der Bahn zu geraten“, heißt es anlässlich des neuesten Ausblicks der Organisation. Waren es vergangenes Jahr noch „höhere Handelsbarrieren und verstärkte Unsicherheit“ – das dürfte eine mildernde Umschreibung für die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sein - belasten jetzt das eingebrochene Angebot von Rohstoffen infolge der blockierten Straße von Hormus und die Unsicherheit durch den Krieg.
Bei vielen Nationen korrigierte der IWF seine Prognosen nach unten. Die Annahmen seien allerdings nur dann gültig, sofern der Krieg in Dauer, Intensität und Umfang begrenzt bleibe und die wirtschaftlichen Störungen bis Mitte 2026 abklingen würden. Für Deutschland bedeutete dies nur ein Vierteljahr nach der jüngsten Anhebung wieder eine Korrektur nach unten: 2026 dürfte die deutsche Wirtschaft nun um 0,8 Prozent wachsen – noch im Januar hatten die Konjunkturexperten ihre Erwartungen auf 1,1 Prozent nach oben gehievt.