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Wartungshilfe aus dem Internet für TOC-Analysensysteme

| Autor / Redakteur: Sascha Hupach* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Nicht in allen Wartungssituationen eines Analysators ist ein Servicetechniker gefordert. Über Wartungshilfe aus dem Internet lassen sich auch komplexe Systeme von den Anwendern selbst warten – rund um die Uhr verfügbar, didaktisch und schrittweise dargestellt und aufbereitet.

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Abb.1: Geräte wie die TOC-Analysator-Serie TOC-L lassen sich über eine Onlinewartungshilfe bei bestimmten Problemstellungen vom Anwender selbst warten.
Abb.1: Geräte wie die TOC-Analysator-Serie TOC-L lassen sich über eine Onlinewartungshilfe bei bestimmten Problemstellungen vom Anwender selbst warten.
(Bild: Shimadzu)

Durch die Arbeit am Computer ist das Wort „Troubleshooting“ nahezu jedem Anwender ein Begriff. Es ist der notwendige Eingriff in das System bei Störungen oder bei fehlerhafter Bedienung und meint Fehlersuche, aber auch Fehlerbehebung.

Auch Systeme zur instrumentellen Analytik sind vor Störungen unterschiedlichster Art nicht gefeit. Der Anwender ist dann auf einen spezialisierten Servicetechniker angewiesen – oder er legt selber Hand an. Die Analysatoren sind heute derart wartungsfreundlich entwickelt, dass es den Nutzern leicht fällt, Verbrauchsteile zu wechseln oder bestimmte Geräteteile zu reinigen. Modularer Aufbau, Zubehöre und spezielle Kits erleichtern die Wartungsarbeit, etwa die die Systeme der TOC-L-Serie von Shimadzu.

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Die TOC-L-Serie umfasst Verbrennungs-Systeme zur Bestimmung des TOC (Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff). Dabei wird ein Aliquot einer Wasserprobe auf einen 680 °C heißen Platinkatalysator injiziert und die die organischen Verbindungen zu CO2 umgesetzt. Um störende anorganische Kohlenstoffverbindungen zu entfernen, wird die Probe zumeist vor der Analyse mit einer Säure vermengt und ausgegast. Bei diesem Probenvorbereitungsschritt werden die Carbonate und die Hydrogencarbonate in CO2 umgewandelt. Ein Spülgas entfernt das Kohlendioxid aus der Probe. Anschließend erfolgt die Injektion der Wasserprobe auf den heißen Katalysator. Das entstehende CO2 wird mittels Trägergas zu einem Detektor geleitet und erfasst.

Die hohen Temperaturen stellen hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien. Zudem muss das System dicht sein, sodass kein atmosphärisches CO2 aus der Luft die Messung stört, vielmehrdas gesamte Messgas zum Detektor gelangt. In einem solchen Aufbau sind verschiedene Dichtungen enthalten. Zudem einige wenige Bauteile, die einem mechanischen Verschleiß unterliegen. Je nach Probenaufkommen und Auslastung des Systems muss der Anwender einmal jährlich die Dichtungen auswechseln. Hinzu kommt, dass auch der Katalysator je nach Auslastung erneuert werden muss.

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