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Evonik verstärkt universitäre Kooperation

Wie setzt sich das Mikrobiom der Haut zusammen?

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Schutz und Pflege: Dies sind die ersten Forderungen der Verbraucher an Hautcremes. Doch nicht nur der Hauttyp ist für die optimale Creme entscheidend, sonder auch welche Organismen sich auf der Haut befinden. Um das so genannte Haut-Mikrobiom besser zu verstehen, hat Evonik jetzt mit der University of California eine Forschungskooperation abgeschlossen.

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Zukünftige mikrobiotische Kosmetikrohstoffe sollen die Haut besser schützen.
Zukünftige mikrobiotische Kosmetikrohstoffe sollen die Haut besser schützen.
(Bild: Evonik)

Essen, San Diego/USA – Bakterien, Pilze, Viren – jeder Mensch trägt viele verschiedene Mikroorganismen auf der Haut. Sie bilden zusammen das so genannte Mikrobiom der Haut. Dessen Zusammensetzung ist so individuell wie ein Fingerabdruck und hängt von verschiedensten Einflussfaktoren ab. Eine Kooperation zwischen Evonik und dem Center for Microbiome Innovation der University of California San Diego (UCSD) soll nun neue Erkenntnisse über die komplexe Zusammensetzung dieser Mikroorganismen auf der Haut liefern. Ziel der dreijährigen Partnerschaft sowie zukünftiger, gemeinsamer Forschungsprojekte ist die Verbesserung bestehender und die Entwicklung neuer mikrobiotischer Kosmetikrohstoffe zur Förderung eines gesünderen Hautmikrobioms.

Durch die Kooperation mit dem Center for Microbiome Innovation (CMI) erhalten die Wissenschaftler von Evonik neue Impulse für die Technologieplattform „Care Biotics“, in der das Unternehmen die Entwicklung mikrobiotischer Marktprodukte vorantreibt. „Durch die Partnerschaft mit dem renommierten CMI können wir das Themenfeld Hautmikrobiom besser durchdringen und so das Potential dieser Technologieplattform für weitere Produktlösungen realisieren und diese in den kommerziellen Markt bringen”, sagt Dr. Tammo Boinowitz, Leiter des Geschäftsgebiets Care Solutions bei Evonik.

Größeres Verständnis des Hautmikrobioms bringt bessere Handcremes

„Obwohl die Forschung am Hautmikrobiom noch in den Kinderschuhen steckt, ist sie nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern auch für die Konsumenten interessant“, erklärt Dr. Peter Lersch, Leiter des Innovationswachstumsfeldes „Cosmetic Solutions“. „Das Mikrobiom unterstützt die epidermale Hautbarriere und spielt auch eine Rolle im Alterungsprozess der Haut. Die Entwicklung mikrobiom-freundlicher Kosmetikprodukte ist daher ein vielversprechendes Anwendungsgebiet.“ Jan Wolter, Leiter des Bereichs Sustainable Business bei der Creavis, der strategischen Innovationseinheit von Evonik, ergänzt: „Um einen wirksamen Kosmetikinhaltsstoff finden zu können, sind Kenntnisse über die Rolle der einzelnen Mikroorganismen wesentlich.“

Gemeinsam mit dem Team des CMI möchte Evonik auch an Testsystemen für das Mikrobiom der Haut forschen. Das würde die systematische Charakterisierung von neuen wie auch bereits bestehenden Rohstoffen stark beschleunigen.

Center for Microbiome Innovation

Das Center for Microbiome Innovation soll die Zusammenarbeit zwischen Experten der University of California San Diego und der Industrie anregen, fördern und aufrechterhalten. Das CMI verfügt über Fachkenntnisse im Bereich der Probennahme, Technologien (Metagenomik, Metabolomik, Metatranskriptomik), sowie Datenanalysen unter Verwendung von Hochleistungsalgorithmen, maschinellem Lernen und Modellierung. Damit kann das Wissen über die Auswirkungen des Mikrobioms auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt erweitert werden. So sollen innovative Lösungen und Behandlungen für schwere Krankheiten erleichtert werden, die das Wohlbefinden der Betroffenen steigern.

„Wir freuen uns sehr, Evonik als Partner zu haben. Ich bin mir sicher, dass die erstklassige akademische Forschung des CMI kombiniert mit wissenschaftlichem Austausch mit den Expertenteams von Evonik zusammen zu spannenden Entdeckungen führen wird“, sagte Professor Rob Knight, Fakultätsdirektor des CMI. „Unsere Zusammenarbeit nimmt gerade Fahrt auf. Erste gemeinsame Projekte sollen noch in diesem Jahr beginnen“, fügte er hinzu.

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