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Laborautomation

Zytogenetische Präparate automatisiert vorbereiten

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Im Labor für postnatale Zytogenetik wird zum Ermitteln der optimalen Tryp-sinfärbedauer zunächst ein Testobjektträger gebändert. Die Ergebnisse werden von einem Spezialisten überprüft und die Dauer wird gegebenenfalls angepasst. Dann erfolgt die Bänderung der betreffenden Objektträgercharge. Bei postnatalen Präparaten dauert die Bänderung von bis zu 20 Objektträgern etwa sechs Minuten. Der Färbeautomat ist vielseitig und kann gleichzeitig mehrere Programme ausführen. Das gewährleistet Konsistenz und Schnelligkeit beim Bändern. Zum Einlegen von bis zu 20 Objektträgern in Xylol und anschließendem Entnehmen und Aufbringen von Eindeckmittel nutzt das Labor für postnatale Zytogenetik jetzt einen Eindeckautomat. Deckgläser werden durch Ansaugen aufgenommen und mithilfe eines Drucksensors auf dem Objektträger aufgebracht. Der eingedeckte Objektträger wird dann zum Trocknen in einem Objektträgerkorb abgelegt.

Bessere Bänderungsqualität und kürzere Befundungszeiten

Nach der Implementierung des neuen Systems wurden sechs Monate Daten zu Qualität, Befundungszeiten und Erfolgsraten des neuen Verfahrens erfasst und mit Daten aus dem gleichen Halbjahreszeitraum des vorherigen Jahres verglichen. Die Einführung des neuen Färbeautomaten im Labor für postnatale Zytogenetik reduzierte das Gesamtarbeitspensum des Laborpersonals für Objektträgeraufbereitung und Bänderung um ca. 50 Prozent, sodass Diag-nosen für Patienten schneller gestellt und diese zügiger behandelt werden können. Vor der Einführung des neuen Systems wurden aus jeder Blutzellenkultur vier Objektträger aufbereitet und manuell gebändert. Durch die Prozessautomation hat sich dies auf zwei Objektträger pro Kultur reduziert.

Die Einführung des Eindeckautomaten führte zu einer höheren Konsistenz beim Eindecken von Objektträgern und der Eindeckmittelmenge, was letztlich den Arbeitsablauf erheblich verbesserte. Die Bänderungsqualität wurde sowohl für dringende und routinemäßige Proben vor und nach der Einführung des automatisierten Systems verglichen und die Qualität mithilfe der Bewertungstabelle für die G-Bänderung der britischen Laborrichtlinie („UK Professional Guidelines”) beurteilt [1]. Nach der Einführung des automatisierten Systems wurde bei dringenden und routinemäßigen Proben ein statistisch signifikanter Qualitätsanstieg festgestellt (s. Abb. 2).

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