English China

Registrierungspflichtiger Artikel

Die enorme Stressresistenz der schwarzen Pilze Schwarze Pilze – Gesundheitsgefahr im Geschirrspüler?

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Kleine schwarze Pilze sind die wahren Größen unter den Mikroorganismen, denn sie sind extrem stressresistent. Das ermöglichen bisher unbekannte Proteine und spezielle Zellprozesse wie eine Wiener Forschergruppe mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF herausgefunden hat.

Firmen zum Thema

Schwarze Pilze wie jene der Gattung Exophiala sind Profis für ein Leben unter extremen Umweltbedingungen. Die Forschung ist nun ihrer Stressresistenz auf der Spur.
Schwarze Pilze wie jene der Gattung Exophiala sind Profis für ein Leben unter extremen Umweltbedingungen. Die Forschung ist nun ihrer Stressresistenz auf der Spur.
(Bild: VIBT Extremophile Centre)

Wien – Er ist ein echter Überlebenskünstler: Kälte setzt ihm ebenso wenig zu wie Hitze. Ob viel oder wenig Sauerstoff, ob es nass, salzig, trocken oder der Boden verseucht ist – der schwarze Pilz bleibt gelassen und fühlt sich in jeder noch so widrigen Umgebung wohl. Wie schafft er das?

„Die große Überraschung war, dass die Pilze so gut wie keine Stressreaktion zeigen. Das heißt, dass sie per se etwas haben, was sie resistent macht“, erzählt Katja Sterflinger. Mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF hat die Mikrobiologin in einer Klimakammer unterschiedliche Stresssituationen simuliert, wie sie die Pilze in extremen Regionen wie etwa in der Arktis oder in der Wüste erleben. Dabei hat sie zunächst beobachtet, wie die Zellen des Pilzes, genau genommen die Proteine (Eiweiße), auf Kälte, Hitze, Ozon oder Trockenheit reagieren.