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GC/MS Shimadzu stellt schnelles GC/MS-System vor

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Shimadzu präsentiert auf dem International Symposium on Capillary Chromatography ein neues GC/MS-Quadrupolsystem. Das GCMS-QP2010 Ultra soll deutliche Verbesserungen in der Sensitivität bringen und die Analysenzeiten um bis zu fünfach beschleunigen.

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Auf dem ISCC in Riva stellt Shimadzu ein neues GC/MS-System vor.
Auf dem ISCC in Riva stellt Shimadzu ein neues GC/MS-System vor.
( Bild: LaborPraxis )

Riva/Italien – Beim japanischen Analytikhersteller blickt man gerade in den Bereichen Gaschromatographie und Massenspektrometrie auf eine langjährige und fundierte Expertise zurück. Bereits seit über 50 Jahren werden in der Nähe von Kyoto Gaschromatographen entwickelt und produziert und im Jahr 2002 erhielt Shimadzu-Mitarbeiter Koichi Tanaka sogar den Chemie-Nobelpreis für seine Forschung auf dem Gebiet der Massenspektrometrie. Daher lag es nah, für ein neues System diese beiden Technologien zu koppeln. Während des internationalen Symposiums ISCC (International Symposium on Capillary Chromatography, 1.-4. Juni 2010) im italienischen Riva stellt das Unternehmen das neue GC/MS-Quadrupolsystem GCMS-QP2010 Ultra vor. Nach Aussage von Shimadzu mit über 20000 u/sec das schnellste System am Markt. Dies wird durch das neue Advanced-Scanning-Speed-Protokol (ASSP) erreicht. Dies soll die Sensitivität bei hohen Scanraten um das bis zu Fünffache steigern. Daneben wird auch die Analysezeit reduziert: Durch das Double-Jet-Cooling-System des GCs konnte beispielsweise die Analyse von VOCs um mehr als die Hälfte von 37 auf 17 Minuten reduziert werden.

Säulenwechsel überflüssig

Im GCMS-QP2010 Ultra lassen sich gleichzeitig zwei Kapillarsäulen mit kleinem Durchmesser einsetzen. Nutzer können so den Anwendungsbereich wechseln, ohne die Säuleninstallation zu verändern. Beispielsweise müssen gesetzlichen Grenzwerten unterliegende Verbindungen wie Pestizide oder Formaldehyd im Trinkwasser separat mit verschiedenen Säulen analysiert werden. Das GCMS-QP2010 Ultra ermöglicht zwei Analysen in einem Gerät ohne Säulenwechsel durchzuführen.

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Umweltfreundlichkeit groß geschrieben

Nicht nur die Leistungsdaten des neuen Systems waren für die Entwickler wichtig. Auch die Umweltverträglichkeit wurde optimiert. Während seiner Präsentation hob Chefentwickler Shuichi Kawana diesen Aspekt nochmals hervor. „Wir konnten durch den Einsatz zahlreicher Software- und technischer Features den jährlichen Stromverbrauch des Systems um bis zu 26 Prozent senken“, beschreibt der Shimadzu-Verantwortliche die Ergebnisse des Entwicklungsprozesses. Außerdem wurden die CO2-Emissionen bei der Produktion um mehr als 30 Prozent gesenkt.

Neben konventioneller GC kann das System auch für die zweidimensionale GC (GCxGC) eingesetzt werden, die eine weitere Verbesserung im Hinblick auf Sensitivität und Informationstiefe liefert.

Ebenfalls eine Welpremiere feierte die ChromSquare-Software. Dieses neue Programm für die Comprehensive Chromatographie ermöglicht an jedem Punkt des Analyseprozesses detaillierte Einblicke.

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